Start Business Auf Geschäftsreise im Land der Skipetaren

Auf Geschäftsreise im Land der Skipetaren

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Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg, Fürst von Kruja, ist Albaniens Nationalheld und Symbolfigur (Foto: Zeke/ I Wikimedia Commons)
Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg, Fürst von Kruja, ist Albaniens Nationalheld und Symbolfigur (Foto: Zeke/ I Wikimedia Commons)

Denkmal des Nationalhelden Skanderbeg in Kruja
Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg, Fürst von Kruja, ist Albaniens Nationalheld und Symbolfigur (Foto: Zeke/Wiki Commons)
Noch vor zwei Jahren wurde in Griechenland für Reisen nach Albanien mit dem Slogan geworben „Albanien – entdecken Sie das letzte Geheimnis!“ Für einige Touristen mag diese Werbung noch attraktiv sein, doch für viele andere ist Albanien längst kein Geheimnis mehr. Die verbesserte Infrastruktur – besser ausgebaute Hauptverkehrsstraßen, zahlreiche gute und günstige Hotels sowie private Unterkunftsmöglichkeiten haben dazu beigetragen, dass dieses kleine Balkanland immer mehr Menschen in seinen Bann zieht.

Albaniens Nationalflagge
Albaniens Nationalflagge
Gemessen an dem relativ kurzen Zeitraum von etwa zwei Jahrzehnten Demokratie eilt Albanien mit Riesenschritten in das 21. Jahrhundert.

Die lebendige, im wahrsten Sinne des Wortes bunte Hauptstadt Tirana hält durchaus einem Vergleich mit anderen europäischen Großstädten stand und hat dennoch nicht den anheimelnden, freundlichen und persönlichen Charme einer Kleinstadt verloren, in der viele Menschen einander kennen und aufgeschlossen und hilfsbereit, mit einem guten Schuss Humor und Augenzwinkern miteinander umgehen.

Auch die Albanische Riviera, die ungezähmte Bergwelt der Nordalbanischen Alpen, die zahlreichen Flüsse und Seen und nicht zuletzt die in Stein gemeißelten Erinnerungen an die Antike, die orthodoxen Kirchen und Klöster und die Moscheen machen Albanien zu einem lohnenswerten Ziel. Vor allem aber ist die liebenswerte und aufgeschlossene Bevölkerung bemerkenswert, für die ein Gast noch eine Bereicherung darstellt, der umsorgt und verwöhnt wird.

Skanderbeg Platz in Tirana
Skanderbeg Platz in Tirana (Foto: Wiki)
Die Albaner sind dabei, die Erinnerungen an ihre frühe Geschichte mehr und mehr wertzuschätzen, doch man versucht, einige Reste aus der Zeit der osmanischen Besetzung und aus der Zeit des Kommunismus zu zerstören. Dies ist zwar eine verständliche Reaktion, aber andererseits gehören auch diese Zeitzeugen zur Geschichte Albaniens.

So ist es bedauernswert, dass alte Gebäude aus der Zeit des Osmanischen Reiches allmählich aus dem Stadtbild Tiranas verdrängt werden, dass die „Pyramide“, dieses von der Tochter Enver Hoxhas entworfene Gebäude, das als Kult- und Grabstätte für ihren Vater gedacht war, vollkommen vernachlässigt wird und es sogar Pläne gibt, sie abzureißen.

Die ehemalige Villa von Enver Hoxha und die gegenüberliegende von seinem langjährigen Weggefährten und späterem Widersacher Mehmet Shehu im „Blloku“ und das Hotel Dajti, Stätten dunkler politischer Machenschaften, von denen einige bis heute nicht aufgeklärt worden sind, werden ebenfalls dem Verfall anheimgegeben.

Was das Land besonders interessant macht, ist der Gegensatz zwischen Gegenwart und Vergangenheit, auf den der Reisende auf Schritt und Tritt stößt, der optimistische Glaube an eine große Zukunft, die Lebensfreude der Menschen und der Charme des Unfertigen. Es gelten daher immer noch die Worte Sali Berishas, die dieser zur Eröffnung der Autobahnstrecke von Durrës nach Kukë im Jahre 2009 wählte: „Shipëria po dryshon – Albanien ist im Wandel begriffen.“

Reisebuch Albanien
Renate Ndarurinze stellt in ihrem Reisebuch auf 336 Seiten „Albanien.
Mit Tirana, Adriaküste und albanischen Alpen“ das Land der Skipetaren vor – mit 200 Farbfotos und historischen Abbildungen (Verlag Trescher)
Buchtipp: Entgegen allen Vorurteilen ist das kleine Land an der südlichen Adria nicht nur ein faszinierendes, sondern auch ein sicheres Reiseland, das dem aufgeschlossenen Touristen vieles zu bieten hat: die bunte Hauptstadt Tirana, unberührte Natur in den Albanischen Alpen, lange Sandstrände an der Adria sowie zahlreiche Burgruinen und antike Ausgrabungen.

Diejenigen, die sich auf das Abenteuer einer Albanienreise einlassen, werden großartige Landschaften und herzliche Gastfreundschaft finden. Um das Land und seine Bewohner zu verstehen, sollte man sich aber vorab mit der Geschichte der Region und den Traditionen der Menschen beschäftigen.

Im Berliner Trescher Verlag ist der deutschsprachige Standard-Reiseführer über „Albanien“ von Renate Ndarurinze in neuer und erweiterter Auflage erschienen. Die Autorin beschreibt nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern bietet neben ausführlichen Informationen zu Geschichte, Kultur, Wirtschaft und Politik des kleinen Balkanstaates auch viele praktische Tipps und Hinweise zur Reisevorbereitung. Mögliche Anreisewege, die Fortbewegung im Land sowie Unterkunftsmöglichkeiten werden detailliert beschrieben.

Der Guide „Albanien“ ist ein idealer Begleiter für Geschäftsreisende, sich vor und während der Reise über das Land der Skipetaren ausführlich informieren wollen.

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