Unternehmer und KMU-Inhaber sollten bei Planung von Geschäftsreisen die aktuellen Trends und Risiken beachten (Foto: Pixabay)

Unternehmer sollten bei Planung von Geschäftsreisen die aktuellen Trends und Risiken beachten (Foto: Pixabay)

Auf welche Trends und Risiken Export-Unternehmen bei Geschäftsreisen in diesem Jahr achten sollten, zeigt der „Global Travel Price Outlook 2017“ von GBTA Foundation und Carlson Wagonlit Travel. TRAVELbusiness stellt die sechs Themen-Schwerpunkte, die für die Planung und den Erfolg von Geschäftsreisen wichtig sein könnten!

Emerging Markets: Wirtschaftsexperten haben weiterhin ein Auge auf China, wo Politikstrategen die Wirtschaft in Richtung Konsum verlagern möchten. Eine harte Landung nach den Höhenflügen der letzten Jahre ist dabei durchaus nicht ausgeschlossen. Indien bleibt unter den Schwellen- und Transformationsländern der größte und vielversprechendste Markt, wird aber noch bis ins Jahr 2017 hinein weiterhin mit seinen durch Marktreformen angestoßenen Herausforderungen zu tun haben. Russland und Brasilien stecken beide inmitten einer Rezession, und am wahrscheinlichsten ist es, dass beide Wirtschaften auch 2017 weiter schrumpfen werden.

Turbulenzen an den Finanzmärkten: Im vierten Quartal 2015 und ersten Quartal 2016 ging es an den Finanzmärkten lebhaft zu. Die Lage hat sich im Laufe der letzten Monate zwar etwas stabilisiert, ist jedoch weiterhin so fragil, dass neue wirtschaftliche oder geopolitische Krisen jederzeit erneut für Chaos sorgen könnten.

Geopolitische Risiken: Die weltweit zunehmende Terrorgefahr erzeugt überall ein Klima der Unruhe, das durch konkrete Anschläge, wie sie in den vergangenen Monaten in Istanbul, Paris und Brüssel sowie an verschiedenen Schauplätzen in Asien, Nahost und Afrika verübt wurden, verstärkt wird. Ohne Frage wird das Jahr 2017 unter dem Einfluss potenziell kritischer politischer Geschehnisse und Entwicklungen stehen, u. a. der US-Präsidentschaftswahl, der politischen Lage in Brasilien und des Erstarkens von Anti-Establishment-Parteien in ganz Europa. Die wirtschaftliche Stabilität einiger Länder wird überdies von Flüchtlingsströmen und Epidemien bedroht.

Brexit-Referendum:
Der seit Ende Juni drohende Austritt Großbritanniens aus der EU erzeugt eine Ungewissheit, die mindestens die nächsten beiden Jahre betrifft. Am stärksten spürbar wird dies im westeuropäischen Wirtschaftsraum sein, indirekt könnte es aber auch die globale Wirtschaft berühren.

US-Notenbank und steigender US-Zinssatz: Vor dem Brexit-Referendum wurde allgemein davon ausgegangen, dass die US-Notenbank die Zinsen im Laufe der nächsten Jahre sachte weiter anheben würde. Die aktuelle Politik der US Fed erschwert die Prognose nun jedoch. In Anbetracht der hochprekären Weltwirtschaftslage und der seit der Weltwirtschaftskrise in den Zwanzigerjahren beispiellos expansionistischen Geldpolitik der US- Notenbank ist es ratsam, die globalen Kapitalmärkte und die globale Wirtschaftsentwicklung genau im Auge zu behalten.

Ölpreise: Ein weiterhin niedriger Ölpreis wird die Aussichten erdölexportierender Länder weiter trüben und könnte auch die globale Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Der Ölpreis wird 2017 voraussichtlich nur leicht anziehen und weiter deutlich unter seinem Langzeitdurchschnitt bleiben. Darauf müssen sich die vom Erdöl abhängigen Volkswirtschaften einstellen. Nettoimporteure von Erdöl und Konsumgütern profitieren vom derzeit niedrigen Preisniveau in Form höherer verfügbarer Einkommen bei Privathaushalten und niedrigeren Betriebskosten bei Unternehmen.

Umgekehrt analog dazu gehen bei Nettoexporteuren wie Russland und verschiedenen Schwellen- und Transformationsländern in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten die Einkommen und Investitionen zurück. Bei ihren Kalkulationen für das Jahr 2017 sollten Einkäufer die Ölpreisschwankungen und ihren Einfluss auf die Wirtschaft und Entwicklung der Reisepreise im Auge behalten. (Quelle: GBTA, CWT)

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Drucken   Aktualisiert: 27.03.2017
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