Schlechtes Urteil für den Hauptbahnhof Frankfurt am Main von Geschäftsreisenden (Foto: Jürgen Heegmann, Wikipedia)

Schlechtes Urteil für Hauptbahnhof Frankfurt am Main von Geschäftsreisenden (Foto: Jürgen Heegmann, Wikipedia)

Wer hätte das gedacht! Mangelnde Sauberkeit und unangenehme Gerüche (95 Prozent), fehlende Informationen bei Verspätungen (92 Prozent), zuwenig Sitzgelegenheiten (90 Prozent), hohe Parkgebühren (72 Prozent), kein kostenloses W-LAN (68 Prozent) und überhöhte Preise für Lebensmittel und Getränke (84 Prozent) – das sind die Hauptärgernisse für Geschäftsreisende an großen deutschen Bahnhöfen.

Besonders schlecht beurteilt werden die Hauptbahnhöfe Frankfurt am Main und Stuttgart. Viel Lob gibt es für den Berliner Hauptbahnhof. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage von American Express Global Business Travel (GBT) unter deutschen Geschäftsreisenden.

Bei der Ankunft am Bahnhof ärgern sich Geschäftsreisende über nicht ausreichende Parkmöglichkeiten direkt am Bahnhof (60 Prozent) und hohe Parkgebühren (73 Prozent). Auch lange Wege zu den Gleisen werden bemängelt (58 Prozent).

Im Bahnhof bekommen die Sanitären Anlagen sehr schlechte Noten:

  • 92 Prozent der Befragten ärgern sich über die Zustände auch auf Bahnhöfen mit Bezahl-WCs.
  • Ferner ist die Größe der Toiletten für 78 Prozent der Befragten ein Ärgernis, da zu klein für Mensch und Gepäck.
  • Über 95 Prozent der Geschäftsreisenden bemängelt die generelle Sauberkeit der Bahnhöfe und schlechte Gerüche.
  • Wie sind die Bahnhöfe ausgestattet, wie funktioniert die Information?

    In Sachen Bahnhofsausstattung fehlen den Befragten vor allem Sitzgelegenheiten (91 Prozent) und günstige Einkaufsmöglichkeiten. 84 Prozent der Befragten empfinden die Preise für Lebensmittel und Getränke als überhöht.

    Logistik am Bahnhof: Mehr als 90 Prozent der Befragten findet Ticketschalter überflüssig und kommt mit den Automaten gut zurecht. Kostenloses W-LAN würden 68 Prozent der Geschäftsreisenden begrüßen, und immerhin 59 Prozent fehlt es an Geldautomaten.

    Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der Informationspraxis der Bahnhöfe bei Verspätungen, Gleisänderungen und Änderungen der Wagenreihung unzufrieden. Fast 90 Prozent der Befragten gibt an, sich schlecht oder nicht frühzeitig genug informiert zu fühlen.

    Auch der Hauptbahnhof Stuttgart bekommt von Geschäftsreisenden eine schlechte Beurteilung (Foto: Payton Chung, Wikipedia)

    Auch der Hauptbahnhof Stuttgart hat eine schlechte Beurteilung erhalten (Foto: Payton Chung, Wikipedia)

    Im bundesdeutschen Vergleich schneidet der Berliner Hauptbahnhof in der Befragung am besten ab, gefolgt von Hamburg und Hannover. Sehr in der Kritik hingegen stehen die Hauptbahnhöfe von Frankfurt am Main und Stuttgart.

    „Die Bahnhöfe in Deutschland sind leider immer noch keine Wohlfühl-Orte für die Reisenden. Unsere Befragung legt den Finger direkt in die offenen Wunden, denn wir haben gezielt nach den Ärgernissen gefragt. Der Grad der Unzufriedenheit hat aber auch uns überrascht“, sagt Florian Storp, Vice President Central Europe von American Express Global Business Travel.

    Und: „Das Reiseerlebnis einer Bahnfahrt beginnt immer bereits am Bahnhof. Dort verbringen unsere Geschäftsreisenden oft mehr Zeit, als ihnen lieb ist. Wir hoffen, dass der Stuttgarter Bahnhof dem Berliner Vorbild folgt und mit Fertigstellung an dessen Niveau anknüpfen wird.“

    TRAVELbusiness-Background: Die Online-Trendumfrage unter Geschäftsreisenden der deutschen Kunden von American Express Global Business Travel fand im Juli/August 2017 statt. Rund 200 Reisende haben geantwortet. Mit 25 Prozent männlichen Teilnehmern und 75 Prozent Frauen zeigt diese Umfrage eine ungewöhnliche Verteilung. Offenbar fühlten sich die Frauen unter den Geschäftsreisenden von dieser Umfrage mehr angesprochen.

    Sie verteilen sich zu 45 Prozent auf die Altersgruppe 40–49, zu etwa je einem Fünftel auf die Altersgruppen 30–39 Jahre (20 Prozent) und 50–59 Jahre (20 Prozent). Elf Prozent ist 20–29 Jahre alt.

    Die Umfrage erfasst Viel- und Wenigreisende: Knapp 35 Prozent sind einmal im Quartal mit der Bahn unterwegs, 25 Prozent einmal im Monat, 20 Prozent zwei- bis viermal im Monat und knapp 20 Prozent mehrmals die Woche. 15 Prozent der Befragten geben als Heimatbahnhof Frankfurt am Main an, darauf folgen Berlin (14 Prozent), München (13 Prozent), Düsseldorf (8 Prozent) und Hamburg (5 Prozent) sowie weitere Bahnhöfe in ganz Deutschland.

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    Drucken   Aktualisiert: 06.09.2017
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