Geschäftsreisen, Digitalisierung und Terrorgefahr: Eine neue Studie (Foto: Geralt, Pixabay)

Geschäftsreisen, Digitalisierung und Terrorgefahr: Eine neue Studie von Carlson Wagonlit Travel (Foto: Pixabay)

Das Sicherheitsrisiko auf Dienstreisen wird immer größer. Deshalb ist ein Notfallmanagement bei Geschäftsreisen besonders wichtig. Das ergab kürzlich die Mobilitätsstudie 2017 des Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF), die mit dem Geschäftsreisespezialisten Carlson Wagonlit Travel (CWT) und dem Marktforschungsinstitut Triconsult erstellt wurde.

242 Führungskräfte (54 Prozent aus der ersten Führungseben) wurden für diese Studie befragt.

Für unvorhergesehene Ereignisse während einer Geschäftsreise haben vor allem große Unternehmen ab 250 MitarbeiterInnen durch ein Notfallmanagement vorgesorgt. Kaum erstaunlich ist dabei die große Bedeutung für die unteren beiden Führungsebenen, vor allem aber die Befragten der 3. Ebene, in der 63 Prozent angeben in Notfällen Hilfe zu bekommen.

Im Jahresvergleich steigt die Existenz eines solchen Notfallmanagements um 4 Prozent. Dennoch geben 45 Prozent an, dass in ihrem Unternehmen keines existiere.

Buchungsverhalten läuft zunehmend professionalisiert ab

Die in der Vergangenheit sehr populären Buchungen auf Online-Plattformen haben – vor allem bei den Flugreisen – deutlich abgenommen (von 21 Prozent auf 12 Prozent), aber auch bei den Hotels sind die Anteile dieser Buchungsvariante deutlich zurückgegangen (von 32 Prozent auf 23 Prozent).

Rund die Hälfte aller Flugreisen wird über ein Geschäftsreisebüro oder dessen Plattform gebucht, bei den Hotels sind es bereits mehr als 40 Prozent. Für 59 Prozent der Befragten ist die Möglichkeit, persönliche Reiseinformationen über mobile Endgeräte abzurufen, sehr wichtig.

Irene Kothbauer, Country Manager von CWT Österreich, sieht folgende Gründe für die Zunahme der Buchungen über Geschäftsreisebüros: „Als Geschäftsreiseexperte bieten wir einen Single Point of Contact für alle Komponenten der Reise. Dies wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit aus, da Unternehmen eine deutliche Zeitersparnis gegenüber anderen Buchungswegen haben und das Angebot sowie die Tarife immer komplexer werden – da sind Profis gefragt.“

Als weitere Gründe für die zunehmende Zusammenarbeit nennt Kothbauer die verbesserte Sicherheit für die Reisenden als auch die den Reisenden und Reiseplanern zur Verfügung gestellten Technologien, wie z.B. die kostenlose App CWT To Go, die wichtige Reiseinformationen und Reiseplanänderungen jederzeit aufzeigt.

„Das Zeitalter der Digitalisierung ist auch bei den Geschäftsreisebuchungen längst angekommen. Online-Plattformen und umfassende Business-Travel-Apps von Geschäftsreiseanbietern werden vermehrt für Geschäftsreisebuchungen verwendet. Die Möglichkeiten neuer Technologien, alle relevanten Informationen vor und während der Reise zentral und überall zur Verfügung zu haben bzw. auch die Reise-Abrechnung darüber abzuwickeln, werden mehr und mehr als wesentlicher Nutzen für Reisende und Unternehmen gesehen“, so der Bundesvorsitzende des WdF, Gerhard Zeiner.

Das Buchungsverhalten bei Geschäftsreisen

Geschäftsreisen mit der Bahn und dem PKW ins Ausland legen zu. Im Schnitt verbrauchten die Führungskräfte knapp unter 60 Reisetage im Jahr 2016 und damit etwa so viele wie im Jahr davor. Noch vor drei Jahren waren es deutlich mehr als 60 Tage pro Jahr. Je größer das Unternehmen ist, desto mehr sind die ManagerInnen unterwegs. Grundsätzlich sind die Top-Führungskräfte mehr auf Achse als die MitarbeiterInnen der zweiten Ebene.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat das Flugzeug sowohl bei Auslands- vor allem aber bei Inlandsreisen deutlich verloren. Erste Wahl bei Inlandsreisen bleibt das Auto – mit steigender Frequenz; ebenso wird der PKW vermehrt für Reisen ins Ausland verwendet. Die Bahn kann bei Auslandsreisen leicht zulegen, die Inlandsanteile sind hingegen etwas gesunken.

Reiseverhaltenin Zeiten des Terrors

Deutliche Spuren im Reiseverhalten hinterlassen hat die unsichere Lage, die sich durch Terror bzw. Terrorgefahr ergeben hat. Immerhin ein Drittel der Führungskräfte hat daraus im abgelaufenen Jahr Konsequenzen gezogen.

29 Prozent der Befragten haben zuletzt bestimmte Destinationen gemieden, immerhin jeder vierte Befragte gibt an, Reisen durch Telefonate zu ersetzen und jede elfte Führungskraft verschiebt Reisen zu bestimmten Zeitpunkten.

Hier unterstützt CWT die Unternehmen und Reisenden mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen und aktuellen Informationen zu Sicherheitsrisiken vor, während und nach der Reise. Im Notfall können Reisende per Knopfdruck lokalisiert und ihnen dadurch direkt Hilfe geboten werden.

Irene Kothbauer von CWT: „Diese Leistungen bieten wir allen Kunden unabhängig der Unternehmensgröße an, so können gerade auch kleinere Firmen ohne eigenes Sicherheitsmanagement von unserer Expertise in diesem Segment profitieren.“

Reiseverhalten und Terror

Mobilität und Mobilitätsfaktoren: 60 Prozent der Top-ManagerInnen der ersten Führungsebene haben neben dem Unternehmenssitz auch weitere Unternehmensstandorte zu verantworten. Vor allem die Top-ManagerInnen sind auch für Niederlassungen in Ost- (19 Prozent) oder Westeuropa (15 Prozent) verantwortlich. Wer sehr wenig für das Unternehmen unterwegs ist, verdient in aller Regel auch sehr viel weniger als die mobileren Führungskräfte.

Weitere Details der Mobilitätsstudie:

  • Fernbusse sind (noch) eine kaum genutzte Möglichkeit für Geschäftsreisen.
  • Das Sekretariat spielt vor allem bei Vielreisenden und Unternehmen mit 50 bis 500 MitarbeiterInnen eine große Rolle.
  • Für 95 % der Befragten sind Reisezeit, Reisekomfort und Preis die zentralen Aspekte einer Reiseplanung.
  • 35 % bzw. 39 % empfinden verlorenes Gepäck und vor allem Flugverspätungen als sehr belastend.
  • In Summe sind es zwei Drittel der reisenden Führungskräfte, die sich einem Kostenregime des Unternehmens unterwerfen müssen.
  • In mehr als der Hälfte der Unternehmen ist die Nutzung von Angeboten der Sharing Economy erlaubt.
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