Auf der kroatischen Adriainsel Hvar herrschen seit Juni neue Sitten: Urlauber, die sich daneben benehmen, werden hart bestraft (Foto: Pixabay)

Auf der kroatischen Adriainsel Hvar werden Urlauber, die sich danebenbenehmen, streng bestraft (Foto: Pixabay)

Wer sich auf der Adria-Insel Hvar rüpelhaft und anstössig benimmt, wird bestraft! Der Bürgermeister von Kroatiens beliebter Party-Insel Hvar sieht rot: Er will mit Geldstrafen den nächtlichen Ausschweifungen junger Touristen Einhalt gebieten und ihnen Benehmen beibringen. Vor allem britische Urlauber sind der Schrecken auf der Insel.

„Spar dein Geld und genieße Hvar!“ So steht’s auf Schilder, die an den Eingängen zum Stadtzentrum von Hvar angebracht worden sind. Auf ihnen zeigen Grafiken Verstöße und die zugehörigen Strafgebühren. Die höchste Strafe beträgt 700 Euro. Zahlen muss, wer in der Öffentlichkeit trinkt, isst oder schläft.

Ebenfalls unerwünscht: Touristen, die in Badekleidung in Hvars Stadtzentrum herumlaufen. Sie riskieren eine Strafe von 600 Euro. Wer kein T-Shirt trägt, muss 500 Euro zahlen.

Haben britische Urlauber keine Manieren?

Der neu gewählte Bürgermeister von Hvar, Rikardo Novak, hatte laut Deutcher Welle erklärt, er wolle jungen Touristen, vor allem aus Großbritannien, „Benehmen beibringen“.

Novak: „Sie kotzen und urinieren an jeder Ecke unserer schönen Stadt, laufen ohne T-Shirts herum und torkeln durch die Straßen. Junge Touristen sind willkommen, aber sie werden lernen müssen, sich hier zu benehmen.“ Britische Boulevardblättern hatten bereits die beliebte Insel im Süden Kroatiens als „einen Ort von Sodom und Gomorrah“ bezeichnet.

In den vergangenen Jahren ist die kroatische Adria-Insel Hvar als Sommer-Party-Destination für junge Touristen bekannt geworden. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Kroatien. Besucher strömen vor allem an die Adriaküste mit mehr als 1.000 Inseln. Im vergangenen Jahr kamen fast 16 Millionen Besucher in das Land, in dem selbst nur 4,2 Millionen Menschen wohnen.

Auch in Dubrovnik, der Perle Adrias, rumort bereits die einheimische Bevölkerung angesichts der immer größer werdenden Touristenmassen und aufkommender Umweltprobleme für die Kommune wie zunehmender Feinstaub durch Motorisierung, wachsende Müllberge, enormer Energieverbrauch und Belastung des Abwassersystems.

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Drucken   Aktualisiert: 11.08.2017
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