Eine Ausstellung im Historischen Museum Bern gibt Auskunft über die Freimaurer

Eine Ausstellung in Bern gibt Auskunft über die Freimaurer: Was steckt hinter der Geheimgesellschaft?

Um Freimaurer ranken sich viele Gerüchte und Geheimnisse: Sie gelten als einflussreich, als Anhänger einer globalen Ersatzreligion, werden oft mit Verschwörungen in Verbindung gebracht und ihre Rituale und Symbole sind geheimnisumwittert.

Im Historischen Museum Bern befasst sich die Ausstellung Top Secret. Die Freimaurer (15. Juni 2017 – 03. September 2017) mit Geschichte und Gegenwart dieser Bruderschaft und bietet ungewohnte Einblicke in die fremde Welt dieser Geheimgesellschaft, thematisiert ihre Ziele, Rituale und Symbole und lädt ein, sich mit den Geheimnissen der Logen und mit den Vorurteilen gegenüber den Freimaurern auseinanderzusetzen.

Höhepunkt der Ausstellung ist das Erleben eines Rituals im mit originaler Ausstattung nachgebauten Tempel der der Berner Freimaurerloge zur Hoffnung.

Die organisierte Freimaurerei entstand vor 300 Jahren in London: Am 24. Juni 1717 schlossen sich vier Londoner Logen zu einer Großloge zusammen.

Die Entstehung der organisierten Freimaurerei ist eng mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert und mit der Ausbreitung des Liberalismus im 19. Jahrhundert verbunden.

Die Ausstellung bietet auch Einblicke in das Leben als Freimaurer. So erzählen Mitglieder der Berner Freimaurerloge zur Hoffnung in Interviews, was ihnen die Freimaurerei, das Freimaurersein und die damit verbundene Arbeit an sich selbst bedeutet.

Auch in Wien gibt es seit eine Freimaurer-Ausstellung. Vor 300 Jahren wird der Überlieferung nach die Großloge von England gegründet: Damit beginnt die Geschichte der modernen Freimaurerei, die seither aus der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken ist. In der Ausstellung 300 Jahre Freimaurer (23. Juni bis 7. Januar 2018) präsentiert die Österreichische Nationalbibliothek einen Blick hinter die Kulissen dieser ebenso bekannten wie geheimnisvollen Bruderschaft.

Über 150 einzigartige Objekte und zahlreiche Installationen und Medienstationen lassen im Prunksaal ihre Geschichte, ihre oft kontroverse öffentliche Wahrnehmung und so bekannte Freimaurer wie Wolfgang Amadeus Mozart – er gehörte mehreren Freimaurerlogen in Wien an und komponierte auch Freimaurermusik für spezielle Anlässe wie die berühmte „Zauberflöte“ – oder Helmut Zilk, der ehemalige sozialdemokratische Bürgermeister von Wien, Revue passieren.

Heute suchen rund 3000 Österreicher „das wahre Geheimnis“ der Freimaurerei. Im Gegensatz zu amerikanischen oder deutschen Brüdern halten sie sich bedeckt über ihre Logen-Mitgliedschaft. Mit wenigen Ausnahmen scheuen sie das Licht der Öffentlichkeit und wollen ihre Zugehörigkeit nicht zugeben. Ob das in einer offenen Gesellschaft und Transparenz noch zeitgemäß ist, ist eine andere Geschichte.


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Drucken   Aktualisiert: 11.07.2017
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