Traumhafte Strände mit zahllosen Hotelanlagen eröffnen sich den Reisenden beim Landeanflug auf Hurghada (Foto: Mathias Thunemann, Pixabay)

Zahllose Hotelanlagen erstrecken entlang des Sandstrands in Hurghada (Foto: Mathias Thunemann, Pixabay)

Der Messerangriff auf ausländische Urlauber an einem Hotelstrand in Hurghada hat jetzt ein drittes Opfer gefordert. Eine 36 Jahre alte Tschechin ist in der Nacht zu Donnerstag gestorben. Am 14. Juli 2017 waren dem Attentäter zwei deutsche Urlauberinnen zum Opfer gefallen.

Laut dem Auswärtigen Amt in Berlin besteht landesweit nach wie vor ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge und die Gefahr von Entführungen. Diese können sich auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger richten.
So rät das AussenamtbBei Reisen nach Ägypten, einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer, generell zu Vorsicht. Demonstrationen und Menschenansammlungen, insbesondere vor religiösen Stätten, Universitäten und staatlichen Einrichtungen, sollten unbedingt gemieden werden.

Der seit April landesweit verhängte Ausnahmezustand wurde durch Parlamentsbeschluss um weitere drei Monate bis zum 10. Oktober 2017 verlängert. Die Maßnahme geht mit erhöhten Eingriffsbefugnissen für Sicherheitskräfte und Militär einher.

Hafen von Hurghada am Roten Meer (Foto: Pixabay)

Hafen von Hurghada am Roten Meer (Foto: Pixabay)

Ägypten befindet sich seit der Januar-Revolution von 2011 in einer Umbruchphase, die wiederholt zu Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen geführt hat.

Es kommt immer wieder zu Anschlägen auf Einrichtungen ägyptischer Sicherheitsbehörden, wie am 14. Juli 2017 auf einen Polizeiposten, rund 40 km südlich von Kairo, bei dem 5 Polizisten getötet wurden.

Seit dem 11. Dezember 2016, als Teilnehmer an einem Gottesdienst in der koptischen Kirche Peter und Paul in Kairo einem Attentat zum Opfer fielen, kam es wiederholt zu Anschlägen auf koptische Christen und koptische Kirchen mit zahlreichen Toten und Verletzten.

Am 31. Oktober 2015 stürzte ein Passagierflugzeug nach dem Start in Sharm el-Sheikh über dem Sinai ab. Als Absturzursache wurde ein Sprengsatz an Bord ermittelt. Im Norden der Sinai-Halbinsel kam es wiederholt zu schweren Anschlägen.

Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird gewarnt.
Dies gilt auch für den Reiseort Taba. In diesen Regionen finden militärische Operationen statt, und es kam zu terroristischen Anschlägen.

In allen anderen Regionen der Sinai-Halbinsel wird insbesondere von individuell organisierten und nicht durch staatliche Sicherheitskräfte begleiteten Überlandfahrten abgeraten, ebenso von unbegleiteten Busfahrten im Großraum Sharm el-Sheikh in Richtung Nuweiba.

Von Fahrten abseits des Küstenstreifens wie zum Berg Sinai und dem Katharinenkloster wird gänzlich abgeraten. Bei Angriffen der Terrormiliz IS gegen Stellungen der ägyptischen Sicherheitskräfte im Raum Sheikh Zuwayd auf der nördlichen Sinai-Halbinsel am 1. Juli 2015 kam es zu einer Vielzahl von Todesopfern.

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Drucken   Aktualisiert: 31.07.2017
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