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Dos & Don’ts: Was Briten im Business mögen und nicht mögen

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Londoner Taxi vor der Börse
In London sitzt die Finanzwelt. Wer hier Geschäfte machen will, muss einige Verhaltensregeln im Umgang mit den Briten beachten (Foto: Visitibritain)

Londoner Taxi vor der Börse
Wer in Großbritannien Geschäfte machen will, sollte unbedingt einige Verhaltensregeln beachten (Foto: Visitibritain)
Nicht alle Briten sind Engländer: Großbritannien besteht aus England, Wales und Schottland; Großbritannien und Nordirland bilden das VK. Man sollte im persönlichen Umgang auf diese unterschiedlichen Identitäten Rücksicht nehmen. Um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Bei erstmaliger Korrespondenz mit Großfirmen ist es wichtig, den gewünschten Empfänger genau zu definieren (z. B. Purchasing Department for ….) oder nach Möglichkeit den Namen des Ansprechpartners ausfindig zu machen.

Briefansprachen wie „Dear Sir/Madam“, sind wenig zielführend. Bei namentlicher Ansprache hat die Briefschlussformel „Yours sincerely“, zu lauten, sonst verwendet man „Yours faithfully“. Beachten Sie, dass Sie in Briefen statt der üblichen Anführungszeichen die Zollzeichen („) verwenden.

Obwohl es im Geschäftsleben in Großbritannien üblich ist, den Vornamen zu verwenden, sollte man den ersten Schritt dieser Vertraulichkeit dem heimischen Geschäfts-partner überlassen.

Bei geschäftlichen Kontakten wird von den Briten auch auf persönliche Beziehungen großer Wert gelegt. Im Umgang mit Geschäftspartnern vom VK sollte man zunächst versuchen, eine lockere Verhandlungsatmosphäre zu erreichen.

Bei der Begrüßung sind Körperkontakt und Gestik für den Briten ungewohnt. Das Reichen der Hand zur Begrüßung ist im Vergleich zu Österreich weniger häufig. Beim erstmaligen geschäftlichen Kontakt werden in der Regel nach einem kurzen, kräftigen Handschlag Visitenkarten ausgetauscht.

Die Anrede „How do you do?“ ist keinesfalls als Nachfrage nach dem Befinden zu verstehen, sondern lediglich als Floskel zur Einleitung eines Gesprächs. Man antwortet ebenfalls mit „How do you do?“. Die Frage „How are you?“ hingegen wird kurz beantwortet und mit der Gegenfrage „… and how are you?“ beendet.

Smalltalk ist wichtig, wobei sich jedoch sichere und politisch korrekte Themen empfehlen (Wetter, Sport, Freizeit). Politische und weltanschauliche Themen, sowie Fragen nach der Familie gehören nicht dazu. Auch der Euro oder die königliche Familie sind keine guten Gesprächsthemen.

Sinn für Humor wird auf der Briten-Insel geschätzt, mehr als in anderen Ländern Europas. Aufgrund ihres Klanges wird die deutsche Sprache oft als zu direkt empfunden.

Es empfiehlt sich daher, klar und deutlich zu sprechen, jedoch nicht lauter als normal oder im Dialekt. Ebenso gilt es als unhöflich, Widerspruch oder klare Ablehnung offen kundzutun.

Nonverbale Kommunikation – obgleich im United Kingdom schwächer ausgeprägt – ist ein guter Indikator für die Einstellung bzw. den Standpunkt des Gesprächspartners.

Generell ist der Brite eher reserviert und zeigt wenig Emotion. Daher ist auf die wenigen, aber vielsagenden Zeichen und Zwischentöne umso mehr zu achten.

Hauseinladungen seitens eines Geschäftspartners kommen eher selten vor, meist wird ein Restaurantbesuch vorgeschlagen. Bei Geschäftsessen wird aus Zeitgründen das so genannte Business Lunch dem Dinner vorgezogen.

Pünktlichkeit ist wichtig, da Tischreservierungen in Restaurants oft nicht lange gehalten werden. An die Tagesordnungspunkte wird sich niemand halten. Sollten Themen noch offen oder nicht bis zum Ende geführt worden sein, dann wird dies per Mail oder in einem Telefonat nachgeholt. Kritische Situationen oder geschäftliche Probleme werden in Großbritannien gerne etwas herunter gespielt.

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