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Erste Hilfe-Apps für gestrandete Fluggäste

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Seit Mittwoch streiken die Piloten der Lufthansa – was tun, wenn nichts mehr geht? Wie Reisende sich in großen und kleinen Extremsituationen dank praktischer Apps für unterwegs schnell selbst helfen und ihren Trip trotz allem so komfortabel wie möglich fortführen, weiß Europas führendes Hotelportal HRS. Hier 20 „lebensrettende“ Must-have-Helferlein für spontan Gestrandete.

Flieger annulliert? Echtzeit-Überblick und schnell alternative Flüge finden. Die App Flightboard funktioniert wie eine Anzeigetafel und zeigt Ankunfts- und Abflugzeiten für jeden beliebigen Flughafen weltweit. Einfach den aktuellen Flughafen eingeben und dank der Aktualisierung alle fünf Minuten quasi in Echtzeit den Status verfolgen. Eine hilfreiche Informationsquelle für mögliche Verspätungen, Ausfälle oder auch Alternativflüge!

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Wenn am Himmel nichts mehr geht – Alternative Bahnfahren. Ob man bei abgesagtem Flug auch schnell auf den Zug ausweichen kann, zeigt in Sekunden der praktische DB Navigator. Wer sicherstellen möchte, ob eventuelle Verspätungen am Bahnhof anstehen, findet es mit der App „Ist mein Zug pünktlich“.

Die Dinge selbst in die Hand nehmen: Auto mieten oder sharen. Wer lieber selbst fährt, verschafft sich mit der Check24 Mietwagen Vergleichs-App einen blitzschnellen Überblick über Preise und Ausleihstationen. Am Zielort angekommen, können Vielreisende dann freie Parkplätze einfach über die ADAC Parkinfo-App finden – inklusive Parkpreise, Öffnungszeiten und Belegungsstatus. Die Mietwagen-Anbieter an Flughafen oder Bahnhof sind komplett ausgebucht? Dann kann man sich mit einem Carsharing-Dienst behelfen. Die App Mobility Map verschafft einen Überblick aller vor Ort verfügbaren Angebote, indem sie einzelne Anbieter wie Car2Go oder DriveNow integriert. Wer es sportlicher mag, greift auf Bikesharing zurück, denn die App enthält auch Angebote von Sharingdiensten wie Call a Bike oder Flinkster.

Taxistand überfüllt – Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn nichts mehr geht, kann auch ein Taxi für kurze bis mittellange Strecken eine Alternative sein. Um dem hoffnungslosen Gedränge in der Warteschlange zu entfliehen, mit der App myTaxi schnell das nächstgelegene Taxi bestellen und die Anfahrt live verfolgen. Kein Bargeld dabei? Nach der Fahrt kann ganz praktisch per Smartphone bezahlt werden.

Vergleichen lohnt sich – auch wenn’s stressig ist. Wer nicht einfach blind umbuchen will, der vergleicht am besten. Etwa mit der App Allryder – die App findet, sucht und vergleicht zahlreiche Transportmöglichkeiten im Nahverkehr in ganz Deutschland samt Verfügbarkeit, Preis und Dauer. Oder auf den Dienst moovel setzen. Dieser zeigt alternativ den schnellsten, günstigsten oder bequemsten Weg von A nach B und ermittelt deutschlandweit die optimale Fortbewegungsmöglichkeit für verschiedene Verkehrsmittel und -wege.

Hotels in der Nähe finden. Wenn der nächste Flug oder Zug erst am Tag danach verfügbar ist, gilt es so schnell wie möglich ein Zimmer zu reservieren. Wer spontan übernachten muss, findet mit der HRS App schnell und einfach ein Zimmer in unmittelbarer Nähe. Aus über 250.000 Hotels sucht die App das passende Angebot heraus und zeigt mit der Funktion „Hotels Around Me“ auf einem „Radar“ in der realen Umgebung die nächstgelegenen Hotels samt Preis an.

Das Notwendigste finden: Geldautomaten oder Apotheken lokalisieren. Mal wieder nicht ausreichend Bargeld dabei oder wichtige Medikamente vergessen? Ganz klassisch hilft da die App Around Me, die zum Beispiel auch Krankenhäuser, Tankstellen oder Bars in der Nähe samt Entfernung anzeigt. Wer lieber auf Einzellösungen setzen möchte, ist mit der App „Geldautomaten in der Nähe“ oder „Apotheke vor Ort“ gut beraten.

Nicht in Deutschland gestrandet?
Wer wider Erwarten im Ausland strandet und dringend wichtige Auskünfte zu seinem Flug, über ein naheliegendes Hotels oder die nächste Taxistation erfahren möchte, der kann dank Apps wie iTranslate seine Frage in das Smartphone sprechen und schon übersetzt die Anwendung schriftlich in die ausgewählte Sprache und liest dies laut vor. Auch wenn man kein Mandarin, Finnisch, Russisch oder Arabisch spricht, dank der App kein Problem. Denn iTranslate übersetzt von und in über 50 Sprachen.

Wenn auch noch das WWW streikt: offline verfügbare Karten helfen. Eine digitale Landkarte mit weltweiter Abdeckung, immer verfügbar? Mit der „Forever Map 2“-App ist das möglich. Die Karte ist auch offline nutzbar, sogar ganze Länder, inklusive Routenanzeige für Auto, Fußgänger oder Fahrrad. Wenn das Internet also einmal nicht erreichbar ist, hilft diese App garantiert aus der Klemme und lotst zum gewünschten Zielort. Dafür einfach vorab die benötigten Länder herunterladen. Auch ein Vorteil: Im Ausland umgeht man dank der Offlinekarten hohe Roamingkosten.

Im Ausland gestrandet – Notfallreserven. Etwas Geld in Landeswährung in der Tasche zu haben, empfiehlt sich für alle Reisen in Länder außerhalb der Eurozone. Der Bundesverband Deutscher Banken bietet die Währungsrechner-App „Reise + Geld“ mit tagesaktuellen Umtauschkursen an.

Ihr gutes Recht – Rechtslage prüfen lohnt. Der Flug wurde aufgrund außergewöhnlicher Umstände wie Streik oder Wetterkapriolen storniert, verspätet sich oder ist überbucht? Welche Rechte Reisende in diesen Situationen haben, zeigt die kostenfreie App Your Passenger Rights der Europäischen Kommission. Für alle, die einen Rechtsanwalt benötigen, hilft zum Beispiel die App AnwaltMap.

Und zu guter Letzt: Ein Ladekabel oder einen geladenen Ersatz-Akku parat zu haben, empfiehlt sich immer. Auch auf geduldigem Papier ausgedruckte Kontaktdaten der eigenen Firma sowie aller Zieladressen retten den Reisenden im technischen Notfall. Ist kein Zugang zum Internet möglich, kann ein vorher informierter Backup-Kontakt im Büro das Reisecoaching übernehmen.

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