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Krakau: Größtes unterirdisches Museum in Polen

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Unter einem der schönsten Marktplätze der Welt öffnen sich Touristen und Geschäftsreisenden in Krakau völlig neue Erlebnisräume im größten unterirdischen Museum des Landes. Die vielen unterirdischen Gewölbe der einstigen Handels- und Königsstadt erzählen von der reichen Geschichte dieser Metropole.

Viele Kellergewölbe stammen noch aus dem Mittelalter und dienten einst Händlern als Warenlager. Künftig können Museumsbesucher durch die unterirdischen Gänge streifen. Über den Eingang in den frisch restaurierten Tuchhallen (Sukiennice) erreicht man Polens größtes unterirdisches Museum.

Auf rund 4.000 Quadratmeter Fläche können die Besucher in die 5.000-jährige Geschichte Krakaus eintauchen. Kernstück der neuen Einrichtung sind die archäologischen Ausgrabungen, die hier in teils langjähriger Arbeit konserviert wurden.

Krakau wurde in den ersten Jahrhunderten seines Bestehens mehrfach zerstört. Nach damaliger Sitte baute man die Stadt einfach auf den Trümmern der alten Gebäude wieder auf. So blieben auch Teile der sogenannten „Reichen Kramläden“ unter dem Pflaster des heutigen Marktes erhalten. Neben den aus dem 13. Jahrhundert stammenden ehemaligen „Luxusgeschäften“ und Überresten früherer Geschäfts- und Wohnhäuser können Touristen auch die alte Stadtwaage und mittelalterliche Gräber unter dem Marktplatz besichtigen.

In einer multimedialen Ausstellung erfahren die Museumsgäste die Geschichte der Stadt sowie ihre Bedeutung im Geflecht der Handelsstädte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die unterirdische Szenerie wird durch audiovisuelle Effekte in ihrer Wirkung ergänzt. In mehreren Filmen wird das Leben der slawischen Siedler rekonstruiert. Sie zeigen zum Beispiel ein heidnisches Begräbnis oder einen Goldschmied bei der Arbeit.

Wer Lust hat, kann sich auch auf einer mittelalterlichen Waage nach zeitgenössischen Maßeinheiten vermessen lassen.

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