Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura: Seit 2017 Welterbestätte, Skulptur eines Höhlenlöwen aus Mammutelfenbein, circa 40 000 Jahre alt, im Museum der Universität Tübingen (MUT) ausgestellt (Foto: Museopedia)

Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura: Seit 2017 Welterbestätte, Skulptur eines Höhlenlöwen aus Mammutelfenbein, circa 40 000 Jahre alt, im Museum der Universität Tübingen (MUT) ausgestellt (Foto: Museopedia)

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner jüngsten Sitzung Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura in Baden-Württemberg in die Welterbeliste aufgenommen. In den sechs Höhlen im Ach- und Lonetal wurden die ältesten mobilen Kunstwerke der Menschheitsgeschichte gefunden – insgesamt über 50 meist aus Elfenbein aber auch aus Knochen gearbeitete Figuren sowie acht Flöten.

Die archäologischen Fundstellen und die prähistorischen Kunstwerke aus der Eiszeit erlauben den Forschern Rückschlüsse auf die ältesten Spuren der Besiedlung Europas durch den Menschen.

Außerdem beschloss das Gremium die Erweiterung der Welterbestätte Bauhaus. Zusätzlich zu den bereits 1996 aufgenommenen Bauten zählen jetzt die auch die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau und fünf Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau zum UNESCO-Welterbe.

So entdecken Urlauber Deutschlands UNESCO-Welterbestätten

Deutschlandreisende erleben die Kunstwerke der Eiszeit in verschiedenen historischen Museen in Baden-Württemberg. Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren als zentrales Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit des Landes Baden-Württemberg beherbergt neben anderen Original-Funden die „Venus vom Hohle Fels“ und drei der eiszeitlichen Flöten.

An verschiedenen Stationen können die Besucherinnen und Besucher dort nicht nur die Objekte bestaunen, sondern auch selbst das Arbeiten mit steinzeitlichen Werkzeugen ausprobieren.

Im Museum der Universität Tübingen ist unter anderem das 40.000 Jahre alte Vogelherdpferd aus Mammutelfenbein ausgestellt. Die Vogelherdhöhle selbst ist Teil des Archäoparks Niederstotzingen. Weitere Artefakte aus der Zeit der Jäger und Sammler beherbergt die steinzeitliche Dauerausstellung des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart.

Das Außengelände des Bauhaus-Denkmals Bundesschule Bernau, nördlich von Berlin ist ganzjährig öffentlich zugänglich. Die einzelnen Gebäudeteile werden auf Informationstafeln vorgestellt. Besichtigungen der Innenräume sind im Rahmen von Führungen möglich, die der Verein baudenkmal bundesschule bernau e.V. nach vorheriger Anmeldung organisiert.

Durch die Siedlung Dessau-Törten, zu der die Laubenganghäuser gehören, werden täglich Besucherführungen angeboten. Im einstündigen Rundgang ist auch die Besichtigung von Musterwohnungen in den Laubenganghäusern eingeschlossen.

Mehr Informationen zu UNESCO-Welterbestätten in Deutschland gibt es auf der Webseite der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT: „Deutschland ist heute bereits Kulturreiseziel Nummer 1 der Europäer. Mit unserer Themenkampagne „UNESCO-Welterbestätten in Deutschland – Nachhaltiger Kultur- und Naturtourismus“ haben wir 2014 die verantwortungsvolle touristische Erschließung dieses besonderen kulturellen Erbes weltweit kommuniziert. Die Aufnahme weiterer einzigartiger Zeugnisse der Kulturgeschichte der Menschheit auf die UNESCO-Welterbeliste wird dem Reiseland Deutschland zusätzliche Impulse geben. Zum 100-jährigen Bestehen des Bauhauses 2019 bereiten wir eine weitere Themenkampagne vor.“

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