Erste internationale Reisemesse auf den Malediven soll noch mehr Touristen in den islamischen Inselstaat bringen (Foto: Romaneau, Pixabay)

Erste internationale Reisemesse auf den Malediven soll noch mehr Touristen in den islamischen Inselstaat bringen (Foto: Romaneau, Pixabay)

Travel Trade Maldives (TTM) heißt die internationale Reisemesse, die am 12. und 13. Juli 2017 erstmalig in der maledivischen Hauptstadt Malé stattfindet. Danach soll die TTM regelmäßig einmal pro Jahr veranstaltet werden.

Auf der Messe haben Reiseveranstalter aus aller Welt die Möglichkeit, direkte Kontakte zu maledivischen Tourismusvertretern und Hoteliers zu knüpfen und Geschäftsbeziehungen auf- oder weiter auszubauen.

Jetzt haben die Malediven ihre eigene internationale Reisemesse mit mehr als 140 AUsstellern

Jetzt haben die Malediven ihre eigene internationale Reisemesse mit mehr als 140 AUsstellern

Über 100 Aussteller, darunter Top-Resorts, Hotels und Fluglinien, werden sich auf der TTM präsentieren.

Das Messe-Programm wird abgerundet durch den parallel stattfindenden Hotelier Summit Maldives, die Vergabe der Maldives Travel Awards: People’s Edition und die TTM Gala Night am tropischen Strand des Adaaran Select Hudhuranfushi Hotels.

Die Malediven (Republik Malediven) sind ein islamischer Inselstaat im Indischen Ozean westlich von Sri Lanka und bestehen aus mehreren Atollen und 1196 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und 87 weitere für touristische Zwecke genutzt werden.

Die Inseln liegen alle rund einen Meter über dem Meeresspiegel, was sie besonders anfällig für den stetig ansteigenden Meeresspiegel macht. Die höchste Erhebung mit 2,4 Meter befindet sich auf der Insel Vilingilli im Addu-Atoll.

Die Malediven lassen sich in Inseln für Einheimische („local islands“) und Inseln für Touristen unterscheiden (wie Kuramathi, Bandos, Vabbinfaru oder Meerufenfushi). Malediver sind auf den Touristeninseln nur als Personal zugelassen. Seit 2009 ist es für Touristen möglich, auch auf Einheimischeninseln zu urlauben.

Ein Drittel der maledivischen Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel Malé, die zugleich einzige richtige Stadt der Malediven ist.

Malé ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt: Auf gerade einmal 5,7 Quadratkilometern drängt sich Hochhaus an Hochhaus, um über 134.000 Menschen zu beherbergen. Aus diesem Grund wurde 1997 eine Planung begonnen, um rund drei Kilometer entfernt von Malé durch Landgewinnung eine neue Insel zum Wohnen und Arbeiten zu schaffen. Die Insel Hulhumalé soll nach Abschluss von rund 60.000 Menschen bevölkert sein.

Umweltschutz ist auf den Malediven in der Praxis nicht vorhanden. Gesetze zum Umweltschutz gibt es zwar auf dem Papier, aber ihre Einhaltung wird nicht überwacht, Verstöße werden nicht geahndet. Beispielsweise darf die bebaute Fläche eines Resorts 20 Prozent der Inselfläche nicht übersteigen.

Die Praxis sieht ganz anders aus, was für den Besucher beim An- oder Abflug meist gut sichtbar wird. Die Regierung überprüft weder die Einhaltung der Baupläne, noch erfolgen Sanktionen betreffend der üblichen Korruption.

Das Interesse der Regierung besteht in möglichst vielen ausgelasteten Touristenbetten. Die meisten neuen Hotelinseln sind durch „landscaping“ in die gewünschte Form gebracht. Dies geschieht durch „Ausbaggern“ und Sandpumpen, was ungeheure Schäden an den Riffen hervorruft. Auch Privatflughäfen für einzelne Resortketten, zum Beispiel Maamingili im Süd-Ari-Atoll, werden durch Aufschütten des Riffdaches gewonnen.

Der Islam ist die alleinige Staatsreligion. Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen: Die öffentliche Religionsausübung jeder anderen Religion ist verboten und unterliegt strafrechtlicher Verfolgung.

Das muslimische Glaubensbekenntnis ist Bedingung für die maledivische Staatsbürgerschaft, seit der Verfassungsrat im Dezember 2007 eine Verfassungsänderung verabschiedete (Artikel 9 Absatz D der neuen Verfassung). Auf dem aktuellen christlichen Weltverfolgungsindex der privaten Organisation Open Doors stehen die Malediven auf Platz 11 (Stand 2015, im Vergleich 2008: Platz 4, 2009: Platz 6, 2010: Platz 5, 2014: Platz 7).

Nicht-Muslime werden diskriminiert und die gesellschaftliche Kontrolle ist enorm. Zum 1. Januar 2008 wurde vielen Staatsbürgern, die Christen sind, die Staatsbürgerschaft entzogen. Mehr als 700 Christen wurden so zu Staatenlosen. Kirchen sind verboten; der Import christlicher Literatur ist untersagt; Staatspräsident Mohamed Nasheed bat deutsche Islam-Gelehrte darum, ihm bei der Durchsetzung der Scharia auf den Malediven zu helfen.

In Relation zur Einwohnerzahl hat die Terrororganisation Islamischer Staat nirgendwo so viele Anhänger wie auf den Malediven. Den ideologischen Nährboden hierfür bereiten unter anderem von Saudi-Arabien finanzierte radikale Prediger. (Quelle: Wikipedia, Der Spiegel, Kaus Media Services)


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Drucken   Aktualisiert: 19.04.2017
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