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ANA-Dreamliner dürfen ab 1. Juni wieder abheben

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ANA Dreamliner
Der Dreamliner, das modernste Flugzeug von Boeing, wird von der japanischen Fluggesellschaft ANA, Asiens größter Airline, verstärkt für Flüge von Tokio nach Nordamerika und Asien eingesetzt (Foto: ANA)

ANA Dreamliner
Anfang Juni ist es soweit: Dann dürfen die 17 Dreamliner von ANA nach Austausch von Batterien wieder fliegen (Foto: ANA)
Die japanischen Zivilluftfahrtbehörde JCAB gab jetzt grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme der Boeing 787: Der Dreamliner kann ab 1. Juni wieder starten. Derzeit arbeitet ANA mit fünf Support-Teams von Boeing noch daran, ihre insgesamt 17 Boeing 787 Dreamliner auf neue Batterien umzurüsten. Dabei werden die bestehenden Batterien durch neue Batteriesysteme ausgetauscht sowie neue Batterieladegeräte, neue Gehäuse und Entlüftungssysteme installiert.

Die Nachbesserungen nehmen pro Flugzeug etwa eine Woche in Anspruch. Bis Ende Mai werden dann alle Arbeiten an sämtlichen 17 Flugzeugen abgeschlossen sein.

Zusätzlich zu diesen technischen Änderungen wird ANA weitere Prüfungen und Tests durchführen, um so die Sicherheit des Flugzeugtyps zu gewährleisten. Und so sieht der Ablauf für den Neustart der Dreamliner aus:

1. Beobachtungsflüge:
 Jedes der 17 Boeing 787 Flugzeuge in der Flotte von All Nippon Airways wird nach der Umrüstung auf die neuen Batteriesysteme einen Beobachtungsflug absolvieren. Der erste Beobachtungsflug, der in Haneda starten und landen wird, findet am 28. April statt. Die Beobachtungsflüge dienen dazu, potenzielle Ausfälle im Zusammenhang mit der Batterie auszuschließen.

2. Bestätigung der Batterieleistung: Nachdem die Batterien für einen bestimmten Zeitraum in Betrieb waren, werden stichprobenartig Batterien ausgebaut und überprüft, um die Effizienz der neuen Batterien nachzuweisen.

3. Batterie-Überwachung: Batterie-Kontrollsysteme werden in allen Flugzeugen vom Typ Boeing 787 installiert, um die Batterieleistung zu überwachen.

4. Cockpit Crew Training:
 Die Cockpit-Besatzung, die für den Flugbetrieb der 787 vorgesehen ist, erhält eine intensive zusätzliche Flugschulung. Neben etwa 230 Flügen muss die Besatzung auch ein spezielles 787 Simulatortraining durchlaufen, bevor sie im eigentlichen Passagierflugverkehr eingesetzt wird.

5. Fortschritt öffentlich kommunizieren: 
Um das Vertrauen der Passagiere in die Boeing 787 zurückzugewinnen, hat ANA eine spezielle Website eingerichtet, auf der die Fluggesellschaft die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Umrüstung sowie über andere Sicherheits- und Zertifizierungsinitiativen informiert.

ANADreamlinerInnen200x112pixSobald alle nötigen Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird ANA den Flugplan für die Wiederaufnahme der Boeing 787 bekanntgeben.

ANA arbeitet weiterhin eng mit der japanischen Verkehrssicherheitsbehörde zusammen, um die Ursache der Vorfälle auf dem Flug NH 692 zu identifizieren, der zu einem weltweiten Grounding dieses Flugzeugtyps geführt hatte.

Osamu Shinobe, Präsident und CEO der ANA, dazu: „Die Sicherheit unserer Passagiere steht für ANA immer an erster Stelle. Wir sind sehr erfreut, dass die FAA und die JCAB mit den Plänen von Boeing einverstanden sind, eine Lösung für die Batterieprobleme der 787 zu finden. Wir arbeiten eng mit Boeing und unseren eigenen Ingenieuren daran, die Verbesserungen an den Batteriesystemen vorzunehmen. Nur wenn wir hundertprozentig von der Sicherheit unserer Boeing 787-Flotte überzeugt sind, werden wir den Flugzeugtyp wieder im regulären Passagierverkehr einsetzen.“

ANA-CEO Osamu Shinobe
ANA-CEO Osamu Shinobe: „Die Sicherheit unserer Passagiere steht für ANA immer an erster Stelle.“ (Alle Fotos: BPRC/ANA)
Background: ANA ist die japanische Fluggesellschaft im weltumspannenden Netz der Star Alliance und gemessen an der IATA-Passagierstatistik weltweit eine der zehn größten Fluggesellschaften.

Die Airline war weltweit die erste Fluggesellschaft, die die neue Flugzeuggeneration Boeing 787 „Dreamliner“ im Linienverkehr eingesetzt hat – unter anderem ist das Flugzeug auch auf der Strecken zwischen Frankfurt und Tokio/Haneda im Einsatz.

In Europa verbindet ANA täglich neben Frankfurt auch München, Paris und London im Direktflug mit Tokio und von dort aus mit zahlreichen weiteren Zielen innerhalb von Japan und ganz Asien.

Darüber hinaus bietet ANA Codeshare-Flüge mit Lufthansa nach Tokio, Osaka und Nagoya an. Für alle ANA-Flüge sind in Zusammenarbeit mit Lufthansa ab allen Flughäfen in Deutschland und von vielen Airports in Europa Zubringerflüge buchbar.

An Bord verfügt ANA über ein mehrfach ausgezeichnetes Vier-Klassen-Konzept: So bietet die Airline zum Beispiel in ihrer Business Class einen Komfort-Liegesitz mit einer Sitzplatzbreite von 65 und einem Sitzabstand von 165 Zentimetern.

ANA bietet auf der Strecke Frankfurt–Tokio mit dem neuen Bordprodukt „Inspiration of Japan“ eine First-, eine Business-, eine Premium Economy und eine Economy Class an, die in ihrer Klasse jeweils Maßstäbe setzen.

Auf allen ANA-Flügen können Teilnehmer eines der Vielfliegerprogramme von Star Alliance (etwa Miles & More) volle Status- und Prämienmeilen sammeln.

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