Start Airlines Im August will der „Falke“ in Ungarn abheben

Im August will der „Falke“ in Ungarn abheben

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Die „Sólyom Hungarian Airways“ startet mit drei Maschinen vom Typ Boeing B737-500
Die „Sólyom Hungarian Airways“ startet mit drei Maschinen vom Typ Boeing B737-500 (Foto: Sólyom)

Die „Sólyom Hungarian Airways“ startet mit drei Maschinen vom Typ Boeing B737-500
Die „Sólyom Hungarian Airways“ startet mit drei Maschinen vom Typ Boeing B737-500 (Foto: Sólyom)
Ungarn bastelt an einer neuen nationalen Fluggesellschaft. Im August soll Solyom Hungarian Airways zunächst mit sechs Flugzeugen an den Start gehen und Flüge zu Destinationen in Europa und im Mittleren Osten aufnehmen. Finanzstarke Investoren aus dem Nahen Osten machen Solyom, den „Falken“, flügge: Stecken Etihad Airways oder Emirates dahinter? Oder will Qatar Airways sich die Flugrechte von Malev sichern? CEO der neuen Gesellschaft wird József Vágó, ehemals für den Flugverkehr zuständiger Direktor der Nationalen Verkehrsbehörde.

Die Wachstumspläne für die neue Fluggesellschaft, die kein Lowcost-Flieger werden soll, sind nicht gerade bescheiden. Wie die ungarische Tageszeitung „Magyar Nemzet“ berichtet, soll Solyom (auf Deutsch „Falke“) bereits im nächsten Jahr drei Millionen Passagiere befördern und damit etwa die Größe von Malev erreichen. Für 2017 werden fünf Millionen Passagiere angepeilt.

Solyom soll die Nachfolge der staatseigenen Fluggesellschaft Malev antreten, die im Februar 2012 nach 66 Jahren Betrieb Pleite machte. In den Medien hieß es, die Insolvenz sei gewollt herbeigeführt worden, um sich der Schulden zu entledigen und die Filetstücke später an einen strategischen Investor veräußern zu können.

Solyom Hungarian Airways wurde am 13. Juni 2013 im Budapester Firmengericht (Handelsregister) eingetragen. Die Flotte wird zum Start über sechs Maschinen verfügen, die in den ungarischen Landesfarben Rot-Weiß-Grün lackiert sind. Bereits 2017 soll die Flotte auf 50 Flugzeuge erweitert werden. Noch im ersten Geschäftsjahr will Solyom 700 Mitarbeiter einstellen, innerhalb von drei Jahren sollen 3.000 Angestellte beschäftigt werden.

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