Start Airlines Neue Streiks sorgen für Flugverspätungen!

Neue Streiks sorgen für Flugverspätungen!

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Wieder müssen Passagiere mit Verspätungen rechnen, weil Streiks angesagt sind (Foto: Flughafen München GmbH)
Passagiere müssen mit Flugverspätungen rechnen, weil Streiks angesagt sind (Foto: Flughafen München GmbH)

Und wieder einmal Streiks bei der Lufthansa. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), Gewerkschaft des Kabinenpersonals in Deutschland, macht mobil. Alle zur Wahl aufgerufenen Belegschaften haben sich auf der UFO-Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit für die Ausweitung von Streiks in den fünf Lufthansa-Betrieben entschieden. Gestreikt wird von Donnerstag, den 07.11.2019 ab 0 Uhr bis 08.11.2019 um 24 Uhr.

UFO hatte sich in einem Brief an den Konzern gewandt, um in dem festgefahrenen Konflikt eine Brücke zu bauen. Außerdem schickte UFO bereits am Freitag eine vertrauliche Streikankündigung an Lufthansa. Beides blieb ohne nennenswerte Reaktion, sodass UFO weiterhin von einer bewussten Eskalation seitens des Arbeitgebers ausgeht.

Wenige Minuten vor dem Streikaufruf hat UFO einen Brief erhalten, in dem der Konzern betont, erst im nächsten Jahr mit UFO zu sprechen. Auch die Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di werden nach Informationen, die UFO vorliegen, nach wie vor im Hintergrund weitergeführt. Wie schon bei den letzten Warnstreiks, wird der gesamte Konzern von diesem erneuten Arbeitskampf betroffen sein.

„UFO hat sich in den letzten Monaten mit viel Geld und Geduld sachlich gegen die Vorwürfe des LH-Konzerns gewehrt. Wir haben unsere Hausaufgaben also gemacht, doch jede Woche kamen neue Hiobsbotschaften für UFO und Airline-Mitarbeiter, während unsere Forderungen schon seit Monaten auf dem Tisch liegen. Jetzt ist es Zeit, mit gutem Gewissen das Grundrecht zu nutzen, um den Arbeitgeber zur Vernunft zu bringen. Vorstand und Aufsichtsrat schädigen das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Kunden vorsätzlich – das ist nicht hinnehmbar“, sagt Nicoley Baublies, Beauftragter des UFO-Vorstands.

„Wir haben Lufthansa gegenüber den Streik bereits vertraulich am Freitagabend angekündigt. Lufthansa hatte also die Möglichkeit den Streik abzuwenden, bevor dieser überhaupt bekannt gegeben wird. Eine Politik von Aufrüstung, haltlosen Behauptungen, Prozessflut und Verleumdungskampagnen hat bisher und wird auch künftig niemandem in diesem Konflikt helfen. Kunden, Aktionäre und vor allem die Mitarbeiter verlangen nach Lösungen“, meint Daniel Flohr, stellvertretender UFO-Vorstandsvorsitzender.

Streiks bringen Reisepläne wieder durcheinander

„Nach wie vor führt der Lufthansa-Konzern einen Machtkampf gegen die eigene Belegschaft, indem sie die fügsamere Gewerkschaft ver.di hofiert. Zudem gibt es in keinem Betrieb des Konzerns das geringste Interesse an den Forderungen der Mehrheitsgewerkschaft UFO, sodass wir zur Durchsetzung in den einzelnen Betrieben wieder zu Arbeitskämpfen greifen müssen“, zeigt sich Daniel Flohr enttäuscht. Und: „Der Lufthansa-Konzern hat sicherlich auch etwas auf unsere Mitgliederversammlung geschielt. Eine Handlungsunfähigkeit bei einer Abwahl wäre sicher ganz im Sinne von Herrn Carsten Spohr gewesen.“

Der unendliche Tarifstreit im Lufthansa-Konzern findet wie eh und je erneut auf dem Rücken der Passagieren statt. Die Flugbegleiter bei Lufthansa legen von Donnerstag, den 07.11.2019 ab 0 Uhr bis 08.11.2019 um 24 Uhr, für insgesamt 48 Stunden ihre Arbeit nieder. Es sind alle LH-Flüge betroffen, die in dieser Zeit in und aus Deutschland starten. Es sind alle LH-Flüge betroffen, die in dieser Zeit in und aus Deutschland starten. Geschäftsreisende und Urlauber müssen daher mit erheblichen Flugverspätungen auf den deutschen Flughäfen rechnen.

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation ist die Gewerkschaft des Kabinenpersonals in Deutschland. Sie vertritt bundesweit die berufs- und tarifpolitischen Interessen von mehr als 30.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern.

Muss Austrian Airlines 500 Arbeitsplätze streichen?

Auch bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines herrscht dicke Luft: Der Preiskampf gegen Billig-Fluggesellschaften zehrt an der wirtschaftlichen Substanz des Unternehmens. Jetzt sollen 100 Millionen Euro eingespart und rund 500 Arbeitnehmer gekündigt werden. Das Anfang des Jahres verkündete Strategieprogramm DiveTo25 greift offenbar nicht und muss jetzt runderneuert werden. Die wichtigsten Eckpunkt dieses 10-Punkte-Programm sind unter anderem:

• Vergrößerung der Airbus-Flotte;
• Ausflottung der Dash-Turboprops;
• Ausbau des Drehkreuzes Wien und
• Neuordnung des „dezentrale Flugverkehrs“.

Laut der Tageszeitung „Die Presse“ sollen 50 Millionen Euro weniger Personalkosten durch den Abbau von mehr als 500 Mitarbeitern – Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal – erzielt weden. Das bedeute, dass ein Großteil der 1.200 Stellen, die in den vergangenen Jahren aufgrund der Expansion geschaffen worden seien, wieder gestrichen würden. Eine genaue Zahl stehe noch nicht fest. Aktuell beschäftigt die AUA über 7.000 Mitarbeiter.


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