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Werden in EU Flüge mit Privatjets verboten?

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Greenpeace fordert Verbot Flügen von Privatjets
Greenpeace fordert von der EU eine sofortige und strenge Besteuerung von Flügen mit Privatjets (Foto: Firefly)

EU-Verkehrsminister überlegen mögliche Beschränkungen für Privatjets. Nach Berechnungen von Greenpeace könnte ein entsprechendes Verbot den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU um 1,8 Millionen Tonnen pro Jahr verringern, was dem Ausstoß von über einer Million durchschnittlicher Autos entspricht. Denn ein einziger einstündiger Flug mit einem Privatjet verursacht rund ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen, die eine durchschnittliche Person in der EU pro Jahr ausstößt. Greenpeace fordert daher vor diesem Hintergrund ein Verbot von Privatjets in der EU.

Als Sofortmaßnahme zur Reduktion dieser exzessiven Energieverschwendung Superreicher in der Energiekrise fordert die Umweltschutzorganisation als ersten Schritt eine umgehende und strenge Besteuerung von Privatflügen in Österreich.

Denn während die Menschen in Europa aufgefordert werden, Energie zu sparen, etwa indem sie kürzer duschen oder die Heizung runterdrehen, setzen die Superreichen ihre exzessive Energieverschwendung ungebremst fort.

„Angesichts der globalen Energiekrise und der eskalierenden Klimakrise, ist es an der Zeit, dass Privatjets als umweltschädlichste Verkehrsmittel ein für alle mal abgeschafft werden. Ein Verbot von Privatjets in Europa wäre ein starkes Signal der Fairness gegenüber den Menschen in Europa,“ meint Klara Maria Schenk, Klima- und Verkehrsexpertin bei Greenpeace.

Sind Privatjets die wahren Luftverschmutzer?

Privatjets verursachen pro Passagierkilometer zehnmal mehr Treibhausgasemissionen als ein normaler Flug und sogar 50-mal mehr als eine durchschnittliche Zugfahrt in Europa. Der Reiseverkehr mit Privatjets hat in Europa in letzter Zeit zugenommen, obwohl die Treibhausgasemissionen aus dem Luftverkehr rasch sinken sollten, um das 1,5°C-Klimaziel zu erreichen.

Im Jahr 2018 wurden 50 Prozent aller Luftverkehrsemissionen von nur 1 Prozent der Weltbevölkerung verursacht. Insbesondere in der akuten Krisensituation soll diese ungerechte Energieverschwendung streng reguliert werden.

Als Notmaßnahme fordert Greenpeace umgehend eine strenge Besteuerung von Privatjets in Österreich einzuführen und zusätzliche Steuereinnahmen aus einer Privatjetsteuer gerecht umzuverteilen, beispielsweise als Transferleistungen an von Energiearmut betroffene Haushalte oder zur Förderung leistbarer, klimafreundlicher Mobilität.

Den verpflichtenden Einsatz von alternativen Kraftstoffen, den etwa Frankreich vor Beginn des Meetings als Lösung ins Spiel gebracht hat, lehnt Greenpeace klar ab.

Schenk: „Tatsächlich nachhaltig produzierte alternative Treibstoffe sind energieintensiv in der Produktion, teuer und ein rares Gut. Und das werden sie noch lange bleiben. Diese Treibstoffe werden in der Dekarbonisierung des kommerziellen Flugverkehrs benötigt, damit den völlig unnötigen Privatjets von Superreichen ein grünes Mäntelchen umhängen zu wollen, ist keine Lösung. Privatjets müssen der Vergangenheit angehören.”

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