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Betrug, Betrüger und Datendiebe: Was tun?

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Wie man Betrug verhindert
Betrug auf Dienstreisen kann man vermeiden. Ein Experte gibt wichtige Tipps (Foto: ThisIs Engineering, Pexels)

Geschäftsreisende werden immer wieder Opfer von Datendieben und Betrügern. Während der Pandemie stand und steht so einiges im Business still, Betrug gehört aber nicht dazu. Frank Schuchard, Experte für Informationssicherheit bei BCD, zeigt im folgenden Beitrag auf, wie Reiseteams und Reisende ihre Daten am besten schützen, wenn sie unterwegs sind. Denn Betrüge und Datendiebe kennen keinen Ruhetag.

Die meisten Reisenden sind sich gar nicht bewusst, was mit ihren Reisedaten passiert, wenn sie eine Geschäfts- oder Urlaubsreise buchen. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass die Reise im Reisebüro gebucht wird und damit die Reise der Daten beendet ist.

In Wirklichkeit können Daten an diverse Anbieter weitergeleitet werden, darunter Fluggesellschaften, Hotels, Mietwagenfirmen, Bahnunternehmen, Anbieter von Bonusprogrammen und, und und.

Wenn Sie zum Beispiel ein Ticket mit einer Kreditkarte buchen, werden die entsprechenden Informationen an das Kreditkartenunternehmen und die Abrechnungsstelle weitergegeben.

Wenn Sie im Flughafen einen Duty-Free-Einkauf tätigen, erfasst das Geschäft Ihren Namen, Informationen zum Flugticket (z.B. Abflug- und Ankunftsort und -zeit), Ihre Kreditkartennummer und den Inhalt Ihres Einkaufs.

Wenn Sie in ein Land reisen, in dem Ihre Reisedaten im Voraus übermittelt werden müssen, damit Sie einreisen dürfen, werden Ihre Daten an die Behörden und Organisationen des jeweiligen Landes weitergegeben.

Der Punkt ist, dass Ihre Daten mehrfach erfasst, verarbeitet, verwendet und gespeichert werden. Und in jeder Situation sind sie anfällig für Angriffe.

Was können Unternehmen gegen Betrug tun?

Ein bewährtes Verfahren für Unternehmen im Kampf gegen Betrug und Datenklau besteht darin, sich stets darüber zu informieren, wie das Reisebüro Daten gegen drei grundlegende Bedrohungen schützt: Verlust der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit. Unternehmen sollten von Reisebüros erwarten, dass sie ein vollständig integriertes und geprüftes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) zum Schutz vor Bedrohungen bereitstellen.

Frank Schuchard, Sicherheitsexperte bei BCD

Unternehmen sollten sich auch vor so genannten CEO Fraud-Meldungen hüten. Der Absender gibt sich als Mitglied der Geschäftsleitung aus und versucht, „seinen Mitarbeiter“ zu einer bestimmten Handlung zu bewegen, z. B. ihn anzuweisen, einen Geldbetrag auf ein Konto zu überweisen.

Anfang 2021 gab sich ein betrügerischer Anrufer als Geschäftsführer aus und überzeugte mit einer Phishing-E-Mail einen BCD Travel Agent, mehrere Hin- und Rückflüge zu buchen. Oft wird erfolgreich versucht, die Bereitschaft eines Mitarbeiters auszunutzen, seinem Chef zu helfen.

BCD prüft Buchungen auch mit IATA Perseuss, der weltweit führenden Plattform für Betrugsinformationen, die es Fluggesellschaften und anderen Anbietern ermöglicht, zusammenzuarbeiten, um betrügerische Machenschaften zu erkennen und zu bekämpfen.

Sollte die Prüfung eine betrügerische Buchung entdecken, wird ein definierter Stornierungs- und Kommunikationsprozess eingeleitet.

Vier hilfreiche Tipps für Geschäftsreisende

Wenn Sie also auf eine Geschäftsreise gehen, dann sollten Sie diese vier wichtigen Tipps unbedingt beachten, um nicht Opfer eines Betrugs oder Datendiebstahls werden:

  • Melden Sie sich nicht über kostenlose öffentliche Wi-Fi-Hotspots bei Firmenkonten an. Die Informationen sind anfällig fürs Ausspionieren.
  • Arbeiten Sie papierlos: Bewahren Sie Reiserouten und Reisedokumente auf Ihrem passwortgeschützten Mobilgerät auf.
  • Geben Sie keine Reisedaten und -orte in den sozialen Medien bekannt. Diese Informationen können von Betrügern für Social-Engineering-Angriffe verwendet werden.
  • Sprechen Sie an öffentlichen Orten wie der Hotelbar oder im Zug nicht lautstark am Telefon über Geschäftliches. Sie wären erstaunt, welche Informationen man allein durch Zuhören abgreifen kann. Und halten Sie Ausschau nach Schulter-Surfern, also Personen, die Ihnen über die Schulter schauen, um Informationen zu stehlen.

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