Start Business Schlechte Zahlungsmoral in Mazedonien

Schlechte Zahlungsmoral in Mazedonien

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Skopje: Hauptstadt der Republik Mazedonien Foto: Novica Nakov/Wikipedia

Das sollten österreichische Investoren in der Republik Mazedonien berücksichtigen: Mazedonische Firmen sind beim Zahlen säumig. Sie zahlten zum Beispiel 2011 durchschnittlich erst nach 171 Tagen und erhielten ihre eigenen Forderungen im Schnitt nach 120 Tagen.

Mikro-Unternehmen (bis zu 10 Beschäftigte) warteten auf die Bezahlung ihrer Forderungen durchschnittlich sogar 339 Tage, sie selber zahlten erst nach 609 Tagen. Dies geht aus der neuesten Statistik der mazedonischen Nationalbank hervor.

Am Ende des Jahres 2011 hatten 28,3 Prozent der mazedonischen Firmen aus irgendeinem Grund blockierte Konten, nach neuesten Pressemeldungen sollen es inzwischen ca. 50 Prozent sein.

So sind der Wirtschaftskammer Österreich immer wieder mehrere Fälle von Zahlungsverspätungen gegenüber österreichischen Firmen bekannt geworden.

Die WKO weist darauf hin, dass beim Abschluss von Verträgen mit öffentlichen Institutionen in Mazedonien besonders auf Besicherungen geachtet werden sollte.

Aufgrund der in der ganzen Region aktuell schwierigen Liquiditätssituation kann es (zumindest) zu erheblichen Zahlungsverspätungen kommen.

Die Regierung gibt keine Daten über die Schulden der Öffentlichen Institutionen an Firmen bekannt. Die Schätzungen belaufen sich jedoch auf bis zu mehrere 100 Millionen EUR.

Die Auslandsverschuldung Mazedoniens gehört mit ca. 30 Prozent des BIP dennoch zu den geringsten in der Region.

Gehälter und Pensionen werden regelmäßig bezahlt, Kreditaufnahme des Staates über die internationalen Finanzmärkte ist nach wie vor möglich. Mehr Informationen gibt es bei der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Foto: Novica Nakov/Wikipedia