Start Business Sind Apps ein Risiko auf Geschäftsreisen?

Sind Apps ein Risiko auf Geschäftsreisen?

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Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads und iPhones (Foto: Archiv/Apple)
Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads und iPhones (Foto: Archiv/Apple)

Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads und iPhones (Foto: Archiv/Apple)
Viele Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads sind nützlich, informativ und unterhaltsam (Foto: Archiv/Apple)
Mobile Endgeräte sind ein fester Bestandteil von Geschäftsreisen. Smartphone-Apps helfen bei Fragen und Problemen vor Ort schnell weiter. Allerdings machen 65 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern keine Vorgaben bei der Nutzung mobiler Angebote. Damit gefährden sie die Sicherheit der auf den mobilen Endgeräten enthaltenen sensiblen Firmendaten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage von Travel Management Companies („Chefsache Business Travel“) im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Grundsätzlich sind mobile Endgeräte ein nützlicher Helfer auf Geschäftsreisen. So gibt es spezielle Reise-Apps, die über Flugausfälle oder Verspätungen informieren und alternative Reiserouten bereitstellen. Allerdings birgt eine unkontrollierte Nutzung auch Risiken. Denn gerade unbekannte Apps können Schad- oder sogar Spionagesoftware enthalten, die es Dritten ermöglicht, Zugriff auf sensible Unternehmensdaten zu bekommen.

„Wer seinen Mitarbeitern keine klaren Vorgaben bei der Verwendung mobiler Angebote macht, handelt fahrlässig“, warnt Stefan Vorndran, Vorsitzender des DRV-Ausschusses Business Travel.

Für die Experten ist der sorglose Umgang mit Apps auf Geschäftsreisen auch ein Zeichen dafür, dass die mobile Kommunikation für viele Unternehmen noch ein weitgehend unbekanntes Terrain darstellt.

Der Deutsche ReiseVerband empfiehlt Unternehmen daher, sich von Geschäftsreisebüros unterstützen zu lassen. Diese stellen Anwendungen zur Verfügung, die optimal auf die Bedürfnisse der Geschäftsreisenden zugeschnitten sind und gleichzeitig die Datensicherheit gewährleisten.

Apps können auf dem iPhone auch als reiner Text dargestellt werden
Apps können auf dem iPhone auch als reiner Text dargestellt werden
Darüber hinaus helfen die Spezialisten dabei, das Thema Datenschutz stimmig in die Reiserichtlinien zu integrieren. Mitarbeiter erhalten damit klare Vorgaben, an denen sie sich auf Geschäftsreisen orientieren können ohne auf wichtige Informationen verzichten zu müssen. Und die Firmen verhindern, dass der falsche Klick eines Mitarbeiters auf Reisen zur Gefahr für das gesamte Unternehmen wird.

Background: Die Studie „Business Travel 2013“ wurde im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt. 100 Geschäftsführer, die selber regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 100 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt.

Chefsache Business Travel: Auf Geschäftsreisen setzen Unternehmen ihre wichtigste Ressource ein: den hochqualifizierten Mitarbeiter. Knapp 90 Prozent schicken ihre Mitarbeiter mit dem Ziel auf Reisen, Geschäftsabschlüsse unter Dach und Fach zu bringen oder zumindest vorzubereiten.

Der effizienten Gestaltung von Geschäftsreisen im Unternehmen misst die Chefetage jedoch trotzdem oft keine strategische Bedeutung zu. Dabei wird diese Aufgabe immer komplexer.

Nicht nur Kosten, sondern auch andere Kriterien wie zum Beispiel Nachhaltigkeit oder Sicherheit gilt es zu beachten. Ziel der Initiative von Travel Management Companies im DRV ist es, Geschäftsreisen als strategisches Managementthema zu verankern und den Nutzen eines professionellen Geschäftsreisemanagements in Zusammenarbeit mit den Geschäftsreisebüros auf Entscheiderebene besser bekannt zu machen.

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