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Wohlbefinden wichtig für Geschäftsreisende

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Wohlbefinden
Wie wichtig ist Wohlbefinden für Geschäftsreisende? Ein Studie zeigt Prioritäten (Foto: Alfonso Cerezo, Pixabay)

Nur zufriedene Geschäftsreisende sind gute Geschäftsreisende. Darum sind Travel Manager und Einkäufer der Meinung, dass Zufriedenheit und Wohlbefinden von Reisenden nach der Fürsorgepflicht die zweitwichtigste Priorität in Firmenreiseprogrammen haben. Anlässlich einer weltweiten Umfrage von BCD im März unter 118 Teilnehmern stuften 92 Prozent der Befragten das Thema als äußerst oder sehr wichtig ein. 

Trotz dieses hohen Stellenwerts gaben nur 62 Prozent der befragten Travel Manager und Einkäufer an, dass ihre Unternehmen das Wohlbefinden der Reisenden fördern. Nur 14 Prozent meldeten, dass ihr Unternehmen plane, das Budget für das Wohlbefinden der Reisenden 2022 zu erhöhen.  

Im Februar hatte BCD bereits eine Umfrage zum Thema Wohlbefinden unter 875 Geschäftsreisenden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede bei den Angaben von Einkäufern und Reisenden:

Die Kenntnis über unterstützende Maßnahmen zum Wohlbefinden von Geschäftsreisenden ist unterschiedlich ausgeprägt. Während 62 Prozent der Travel Manager und Einkäufer von Angeboten in ihrem Unternehmen berichten, ist diese Zahl bei Reisenden niedriger (51 Prozent).

Sowohl Travel Manager als auch Reisende zählen eine günstige Lage des Hotels (73 Prozent bzw. 58 Prozent), Direktflüge (71 Prozent bzw. 70 Prozent) und Business Class für Langstreckenflüge (57 Prozent bzw. 54 Prozent) zu den fünf wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Reisenden.

Travel Manager bewerteten auch die Entscheidungsfreiheit zu reisen oder nicht (55 Prozent) und ein einfaches Reisegenehmigungsverfahren (55 Prozent) als wichtige Optionen, die zum Wohlbefinden der Reisenden beitragen. Bei den Geschäftsreisenden schafft es keine dieser beiden Optionen in die Top Five; sie schätzen stattdessen die Auswahl des Sitzplatzes im Flugzeug (59 Prozent) und schnelle Sicherheitskontrollen (Fast Track Security) am Flughafen (58 Prozent).

Während 43 Prozent der Einkäufer nachhaltige Reisemöglichkeiten für ein besseres Reiseerlebnis anbieten, haben nur 20 Prozent der befragten Reisenden das Gefühl, dass dies ihr Wohlbefinden fördert.

Die Meinungen von Einkäufern und Reisenden liegen bei den Maßnahmen zur psychischen Unterstützung (Schulungen zur Stressbewältigung, Beratung zur psychischen Gesundheit) und zum physischen Wohlbefinden (Restaurantempfehlungen, Ernährungs-, Schlaf- und Erholungsberatung sowie den Zugang zu Fitnessstudios unterwegs) am meisten auseinander. Anders als Travel Manager legen Reisende mehr Wert auf Maßnahmen, die das körperliche Wohlbefinden fördern.

Was die Unterstützung der Work-Life-Balance angeht, legen Travel Manager mehr Wert auf die Möglichkeit, vor oder nach einer Reise von zuhause zu arbeiten (64 Prozent gegenüber 48 Prozent bei Reisenden). Beide Zielgruppen schätzen auch die Möglichkeit, an jedem Ort zu arbeiten sowie Bleisure (Kombination aus „Business“ und „Leisure“) hoch ein.

Darüber hinaus sind die Reisenden interessierter an zusätzlicher Freizeit, um Geschäftsreisen außerhalb der üblichen Arbeitszeiten auszugleichen (53 Prozent gegenüber 20 Prozent bei Travel Managern), an der Möglichkeit, eine Begleitung mitzunehmen (50 Prozent gegenüber 19 Prozent) und an Freizeit nach langen Reisen (48 Prozent gegenüber 7 Prozent).

Travel Manager können sich der oben genannten Unterschiede annehmen, indem sie das Bewusstsein der Reisenden für Maßnahmen im Unternehmen schärfen und die entsprechenden Richtlinien auf die Bedürfnisse der Reisenden abstimmen. Es bieten sich u.a. folgende Taktiken an:

  • Umfragen unter Reisenden zur Messung des Status quo;
  • Traveler Engagement Strategien zur Schärfung des Bewusstseins;
  • Kommunikation mit Reisenden und Einsatz von TripSource Messaging zum Weiterleiten von Risikowarnungen, Mitteilungen zu Flügen, Benachrichtigungen in Notfällen, Richtlinieninformationen und Reiseerinnerungen 

„Unsere Umfrage zeigt eine erhebliche Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage im Bereich Wohlbefinden. Es gibt außerdem unterschiedliche Ansichten, welche Maßnahmen das Wohlbefinden von Geschäftsreisenden am besten fördern“, so Mike Janssen, Global Chief Operating Officer und Chief Commercial Officer bei BCD.

„Travel Manager sollten ihre Richtlinien auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Reisenden ausrichten. Gleichzeitig müssen sie möglicherweise mehr Zeit darauf verwenden, die Vorteile von mentaler Unterstützung klar zu kommunizieren, da sie von Reisenden bislang weniger geschätzt wird als die Förderung des körperlichen Wohlbefindens.“

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