Start Business Workation: Arbeitsmodell mit Urlaubsfeeling

Workation: Arbeitsmodell mit Urlaubsfeeling

342
0
Workation am Strand: Ein Paar sitzt im Schatten und auf dem Tisch stehen Laptops
Workation am Sehnsuchtsort: Arbeiten am schattigen Ufer eines Strandes (Bild: Annie Spratt, Unsplash)

Schluss mit dem öden Arbeitsalltag, her mit der Workation in der Natur. Immer mehr Geschäftsreisende träumen davon, einmal den täglichen Arbeitsplatz in der Firma oder im Homeoffice gegen eine Traum-Destination einzutauschen? Was man dazu braucht, ist nicht viel: ein Laptop, eine Kamera für Online-Konferenzen, schnelles Internet – mehr braucht man meist nicht für eine Workation, ein neues Arbeitsmodell, das Arbeit und Reisen miteinander kombiniert. 

Das Kofferwort Workation setzt sich aus den englischen Begriffen Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) zusammen. Was sich auf den ersten Blick widerspricht, ist dank wachsender Digitalisierung in immer mehr Branchen möglich.

Es handelt sich um eine bewusste, geplante und vorab beidseitig kommunizierte Vereinigung aus Job im Heimatland und Urlaub im Ausland, sozusagen Remote Working auf Reisen. Die Dauer kann variieren. Es ist dabei wichtig zu betonen, dass Workation nicht mit Auswanderung gleichzusetzen ist; der Hauptarbeitsplatz befindet sich weiterhin in Deutschland , während man zeitweise im Ausland arbeitet.

Bei der Wahl des Arbeitsmodells auch im Ausland flexibel zu sein, ist für immer mehr Mitarbeiter ein Muss. Nicht nur deswegen hat Prozessoptimierung im Travel-Management derzeit eine besonders hohe Bedeutung. Hier einige Daten und Fakten aus dem aktuellen Workation Index mit den Top 50 Destinationen für Remote Work weltweit:

  • Für 64% der Arbeitnehmer kommt Workation in Frage.
  • +2.348%mehr Suchanfragen für Workation in nur vier Jahren.
  • Nah & günstig: Rumänien, Bulgarien & Ungarn sind die Workation-Preis-Champions
  • Top-Gründe: Längerer Auslandsaufenthalt, bessere Work-Life Balance, höhere Jobzufriedenheit
TUI-Workation Index/Daten von Workation.de

Welches Arbeitsumfeld darf es also künftig sein? Eine einsame Hütte mit Fernsicht und frischer Höhenluft in den Bergen; in einem ausgebauten Stall auf einem alten Bauernhof; in einem Tiny House mit eigener Sauna; im Hotel mit Wellness-Angeboten und Gourmetküche; oder doch lieber in einem stylischen Loft in der Großstadt mit Nachtleben? Dank Workation – der Verbindung von Arbeit und Urlaub – bleiben keine Wünsche offen. 

Neue Kontakte und kollegialen Austausch findet man dagegen, wenn man Unterkunft mit einem Arbeitsplatz in einem der Coworking Spaces kombiniert, die oft zusätzliche Infrastruktur wie Telefonboxen, Besprechungsräume und besonders schnelle Datenleitungen bieten.

Wie wär’s mal mit Workation in Deutschland?

Auch auf dem Land gibt es originelle Workation-Konzepte, zum Beispiel im brandenburgische Fläming. Dort wurde ein Konzept für digitale Nomaden mit dem Deutschen Touriusmuspreis ausgezeichnet. Es kann zwischen verschiedenen Unterkünften gewählt werden und abends trifft man sich am Kamin zum Spieleabend oder Austausch.

Auch an Ost- und Nordsee finden Mitarbeiter ein breites Workation-Angebot: ob auf dem Zeltplatz am Strand, wo man in den Arbeitspausen kurz ins Wasser springen kann, oder in einer Villa auf Rügen. Es gibt Optionen in einem ungenutzten Industriebau auf Sylt, auf einem Hausboot auf Fehmarn oder tageweise zu buchende Arbeitsplätze in St. Peter-Ording, nur wenige Meter von der Nordsee entfernt. 

Ist es nicht wunderbar den Arbeitstag auf einer der idyllischen deutschen Inseln zu beginnen, wo die sanften Meeresbrisen und inspirierende Naturkulissen den idealen Rahmen für produktives Arbeiten schaffen

Einen Workation-Tag mit Sonnenaufgang starten

Morgens früh aufstehen, mit dem ersten Kaffee bereits einen farbenfrohen Sonnenaufgang am Meer genießen – ein Glückserlebnis. Dann gemütlich in den Tag starten und bereit sein für morgendliche Meetings mit Meerblick oder sogar direkt am Strand.

Workation ist das Zauberwort für mobiles Arbeiten an einem Urlaubsort
Workation ist das neue Zauberwort für mobiles Arbeiten an einem Lieblingsort in der Natur (Foto: ETI)

In der Mittagspause kann sich der Workation-Tätige in einem gemütlichen Lokal mit regionalen Köstlichkeiten wie Krabben oder Fisch. Am Nachmittag erkundet man die Umgebung: auf Rügen beispielsweise die Kreidefelsen, die schon den berühmten Künstler Caspar David Friedrich faszinierten, auf Sylt erkunden Sie ein Schiffswrack oder Sie besteigen den Leuchtturm Flügge auf Fehmarn und genießen den Ausblick von ganz oben.

Bergliebhaber kommen unter anderem im Allgäu auf ihre Kosten: Hier wacht man mit dem Blick auf ein beeindruckendes Bergpanorama auf. Nach der Arbeit brechen Sie zu einer Wanderung auf, wenn Sie gerne den Körper wieder in Bewegung bringen wollen.

Sind Sie eher auf der Suche nach Entspannung, leihen Sie sich ein SUP-Board aus und genießen die Stille beim Gleiten über den See. Wer es geselliger mag, schließt sich einer offenen Klettergruppe an oder besucht einen der Stammtische, die es in der Region gibt, zum Beispiel für Zugezogene oder Existenzgründer. So findet man nicht nur berufliche Inspiration, sondern vielleicht auch neue Freundschaften!

Mehr zum Thema

Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus?
Bleisure Work statt Homeoffice in der Kälte?
Bleisure wäre super, aber was sagt der Chef?
Business-Trends: AI und Smart Office gefragt
In Tirol arbeiten, wo andere Urlaub machen

Sie möchten mehr über Bleisure erfahren? Sie interessieren sich für ReisetippsHier klicken und Sie bleiben mit dem TB-Newsletter up to date!