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Gefährliche Hygienefallen am Airport!

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Wer viel unterwegs ist, setzt sich rund ums Jahr einer Infektionsgefahr aus. Angesichts des wachsenden internationalen Flugverkehrs reisen auch zahllose Krankheitserreger immer öfter um die ganze Welt: An Flughäfen tummeln sich nicht nur viele Menschen, sondern auch Viren und Bakterien. Wo aber sind die größten Hygienefallen am Flughafen?

Das US-Versicherungsportal Insurancequotes hat einen stichprobenartigen Hygienetest an Flughäfen durchgeführt. Das Ergebnis war echt „pfui“: Den Experten nach war die Keimbelastung an den Bildschirmen der Check-In-Automaten am höchsten – hier wurden die meisten Bakterien und Pilze entdeckt.

So kamen die Touchscreens, auf denen Reisende ihre Daten mit Fingern eingeben, im Schnitt auf 253.857 CFU (Colony Forming Unit) pro Square Inch (6.45 Quadratzentimeter). Die Klobrillen in den Flughafen-Toiletten waren da wesentlich sauberer und boten mit 172 CFU pro Square Inch weniger gefährliche Keime. CFU ist eine Größe, die bei der Quantifizierung von Mikroorganismen eine Rolle spielt, und zwar wenn die Lebendzellzahl von Mikroorganismen in einem Material auf kulturellem Weg bestimmt wird.

Der Untersuchung von Insurancequotes zufolge variierte die Verteilung unterschiedlicher Keime auf den einzelnen untersuchten Stellen. So waren an den Knöpfen von Trinkwasserspendern überwiegend harmlose Bakterien, während die Check-in-Automaten besonders viele Krankheitserreger aufgewiesen haben.

Wer selber eincheckt, hat unter Umständen also ein höheres Ansteckungsrisiko als beim Check-in am Schalter. „Check-in-Automaten mögen für viele Passagiere zwar schneller und komfortabler sein, aber zu welchem Preis?“, fragen die Tester.

Auch an Bord der Airlines lauern gefährliche Keime: Die meisten stellten die Tester jeweils an den Spülknöpfen in den Toiletten fest, gefolgt vom Ausklapptisch am Sitzplatz. Am wenigsten belastet war hingegen die Schnalle des Sicherheitsgurts. Ob Toiletten auf Flughäfen, Armlehnen im Zug, Liftknöpfe, Türklinken oder Einkaufswagen vor dem Supermarkt – alle diese Hygienefallen haben eine Sache gemeinsam: Sie sind übersät mit Keimen.

Auch im Zug gibt’s Hygienefallen!

Forscher der University of Nottingham führten eine Studie während der Grippesaison durch und fanden einen Zusammenhang zwischen der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und dem Auftreten der Krankheitssymptome. Passagiere von öffentlichen Transportmitteln wie Zügen, Bus, Tram und Co. müssten sechsmal häufiger mit einer akuten Erkältungserkrankung zum Arzt.

Dabei ist das Risiko für Gelegenheitsfahrer am größten, da deren Immunsystem die Fülle an verschiedensten Krankheitserregern nicht gewöhnt sei. Insbesondere die Haltestangen, Türöffner und Sitze sind dabei die größten Keimzellen. Aber bei trockener Luft ist die Ansteckung durch Tröpfcheninfektion allgemein sehr hoch, da die Keime weiter fliegen und der Platz zum Ausweichen nur sehr begrenzt ist.


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