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Landeverbot für neues Virus aus Südafrika

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Landeverbot für Airlines aus Südafrika
Landeverbot für Airlines aus Südafrika soll Verbreitung neuer Virus-Variante verhindert werden (Foto: Pixabay)

Die EU fordert Landeverbot für Airlines aus dem südlichen Afrika. Damit will die EU-Kommission die Ausbreitung der neuen in Südafrika aufgetretenen Corona-Virusvariante B.1.1.529 verhindern. Ziel sei es, so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, den Luftverkehr aus der südafrikanischen Region in die EU auszusetzen. Die Mitgliedstaaten beraten derzeit darüber. Österreich hat bereits ein Einreiseverbot für Passagiere aus südafrikanischen Ländern verhängt.

„Wir nehmen die Nachrichten über die neue, mehrfach mutierte COVID-Variante sehr ernst“, sagte von der Leyen in einer Presseerklärung. „Wir wissen, dass Mutationen zu neuen und noch schwereren Varianten des Virus führen können – mit der Gefahr, dass sich diese weiter verbreiten in wenigen Monaten. Es ist jetzt wichtig, dass wir alle in Europa sehr schnell, entschlossen und einig handeln.“

Die Kommissionspräsidentin: „Die Europäische Kommission hat den Mitgliedstaaten vorgeschlagen, die Notbremse zu aktivieren, was Reisen aus den Ländern im südlichen Afrika und anderen betroffenen Staaten angeht. Sämtliche Flugreisen in und aus diesen Ländern sollten unterbleiben bis wir ein klares Verständnis darüber haben, wie gravierend dieses neue Virus ist.“

Die weitaus gefährlichere Virus-Variante ist neben Israel bereits auch in Belgien aufgetaucht. Das EU-Mitglieder hat als ehemalige Kolonialmacht sehr enge Verbindungen zu Afrika. Brussels Airlines, ein Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance, hat einen regen Flugverkehr mit Afrika.

Landeverbot soll Verbreitung des Virus verhindern

Reisende, die aus diesen Regionen zurückkehren, sollten strenge Quarantänevorschriften einhalten. Ursula von der Leyen: „Ich habe heute mehrfach mit Wissenschaftlern und Impfstoffherstellern über die Situation gesprochen. Auch sie unterstützen diese Vorsichtsmaßnahmen voll und ganz um eine weltweite Verbreitung dieser besorgniserregenden Variante zu verhindern.“

Das Europäische Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (ECDC) hatte die neue Variante zuvor als unter Beobachtung stehende Variante („variant of interest“) eingestuft.

Die Kommission steht im engen Kontakt mit den europäischen Flugsicherheitsbehörden, die Empfehlungen für Fluglinien und Flughäfen erarbeiten. Eine Kommissionsprecherin betonte in Brüssel, dass die Kommission die Situation weiter eng beobachten werde.

Auf Empfehlung der Kommission hatten sich die Mitgliedstaaten darauf geeinigt, unverzüglich eine vorübergehende Beschränkung aller Einreisen in die EU erlassen, wenn sich die epidemiologische Lage in einem Drittland oder Drittlandsgebiet rasch verschlechtert und insbesondere wenn eine besorgniserregende Variante oder eine Variante unter Beobachtung festgestellt wurde.

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