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Neuer Streik der Lufthansa-Piloten auf Langstrecke

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Die deutsche Piloten-Gewerkschaft VC startet am Dienstag einen neuen Streik bei der Lufthansa. So wollen die Piloten der Langstrecken-Maschinen vom Typ Airbus A-380, A-340, A-330 und Boeing B-747 zwischen 8 Uhr morgens und 23 Uhr abends die Arbeit niederlegen. Es werden dann laut VC keine Abflüge vom Flughafen Frankfurt durchgeführt.

Die Gewerkschaft will damit den Druck auf das Lufthansa-Management erhöhen. In der vergangenen Woche waren Gespräche über einen neuen Tarifvertrag zur Übergangsversorgung erneut gescheitert. Mit diesem Streik soll ein neuer Tarifvertrag Übergangsversorgung erreicht werden.

Die VC beklagt, dass die Lufthansa weiterhin kein kompromissfähiges Angebot vorgelegt habe. Die Gewerkschaft selbst sei jederzeit einigungsbereit, bedauert aber schon jetzt mögliche Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa.

Vor knapp zwei Wochen konnte Lufthansa einen Streik auf der Langstrecke nur knapp verhindern und die VC wieder zurück an den Verhandlungstisch bitten. Damals hätte der geplante Streik auf der Langstrecke kaum Auswirkungen auf den Flugverkehr gehabt. Lufthansa wollte damals Flüge verschieben beziehungsweise Management-Piloten auf der Langstrecke einsetzen. Mit dem kommenden Streik am Dienstag soll ein neuer Tarifvertrag Übergangsversorgung erreicht werden.

Das Lufthansa Management hatte am 23.09.2014 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung beim Arbeitsgericht Frankfurt gegen die Vereinigung Cockpit eingereicht. Gegenstand des Antrages war feststellen zu lassen, dass bei zukünftigen Arbeitskampfmaßnahmen, unabhängig von Dauer und Umfang, stets eine Ankündigungsfrist von mindestens 48 Stunden eingehalten werden muss. Das Gericht folgte dem Antrag nicht.

Jörg Handwerg, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit: „Dies ist nun der vierte untaugliche Versuch des Lufthansa Managements gewesen, die Auseinandersetzung in den Gerichtssaal zu verlagern, statt sich am Tariftisch zu bewegen. Trotz des vom Management öffentlich immer wieder bekundeten Einigungswillens, wird durch den Versuch, den Konflikt mit rechtlichen Mittel zu ersticken, deutlich, dass es sich bisher nur um Lippenbekenntnisse handelt.“

„Die Vereinigung Cockpit ist durchaus bereit, eine Modernisierung des Tarifvertrages Übergangsversorgung vorzunehmen. Diesbezüglich hat die VC dem Lufthansa Management angeboten, die Kosten auf dem aktuellen Niveau zu deckeln. Eine Spaltung des Cockpitpersonals ist für die Vereinigung Cockpit nicht akzeptabel,“ sagt Jörg Handwerg.