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Siemens kürzt Reisekosten um 100 Millionen Euro!

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Geschäftsreisende und Technik stehen im Mittelpunkt der Herbstatgung in Frankfurt
Geschäftsreisende und Technik stehen im Mittelpunkt der Herbstatgung in Frankfurt

Chicago O'Hare International Airport
Die Wirtschaft- und Finanzkrise bekommt auch der Global Player Siemens zu spüren. Jetzt tritt der Konzern mit voller Wucht auf die Sparbremse und kürzt die Reisekosten seiner weltweit tätigen 340.000 Mitarbeiter. Flüge müssen so früh wie möglich gebucht werden, um die Flugkosten in den Griff zu bekommen (Foto: Chicago O’Hara)
Das sind keine guten Nachricht für Travel Manager und die Geschäftsreise-Branche: Der Siemens-Konzern will bis 2016 radikal sparen und kürzt dramatisch seine Geschäftsreise-Ausgaben. Auch von langjährigen Geschäftsreisebüro-Partnern trennt sich der Global Player Siemens.

Wie die deutschen Fachmedien fvw und BizTravel sowie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichten, will Siemens vor allem bei den direkten Kosten sparen – besonders bei den Flugausgaben.

Um günstige Tarife nutzen zu können, will Siemens Travel Manager Thorsten Eicke seinen Kollegen nur noch sehr frühzeitige Buchungen gestatten. Allein durch diese Maßnahme soll ein großer Teil der Summe eingespart werden.

Bahnfahrten oder Flüge zu lange geplanten Einsätzen sollten so früh wie möglich gebucht werden, um günstige Tarife nutzen zu können. Siemens hat 340.000 Mitarbeiter weltweit.

Außerdem will Siemens die Zusammenarbeit mit den meisten seiner Geschäftsreisebüro-Partner beenden. Statt wie derzeit mit BCD, CWT und FCM soll künftig nur noch mit einem einzigen Anbieter kooperiert werden.

Im Gegenzug setzt der Konzern laut Fachmagazin fvw verstärkt auf Technik. So sollen die Mitarbeiter ihre Flüge künftig selbst per App umbuchen können. Im Frühjahr soll die App betriebsbereit sein. Auch der Vertrag mit dem bisherigen Kreditkarten-Partner American Express wurde neu ausgeschrieben.

Derzeit wird an einer konzernweiten strengeren Reiserichtlinie gearbeitet. Bislang haben die einzelnen Niederlassungen weitgehend in Eigenregie gebucht. Wie Ecke den beiden Zeitschriften fvw und BizTravel sagte, gehe es bei den Maßnahmen allerdings nicht allein um den Kostenaspekt. Grundsätzlich habe es bei Siemens im Travel Management zuletzt etwas gehakt. Seinen Hoteleinkauf hat der Konzern auf regionaler Ebene bereits deutlich gestrafft und zentralisiert, um damit hohe Summen einzusparen. (Quellen: Der Spiegel, fvw, BizTravel).

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