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Tradition, Brauchtum und Industriekultur

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Tradition und Brauchtum: Kuckucksuhr
Tradition und Brauchtum: Schwarzwälder Kuckucksuhr ist so ein Symbol dafür (Foto: Michael Römer, Pixabay)

Gepflegte Tradition und Brauchtum prägen deutsche Städte und Regionen. Jahrhundertealte Handwerkskunst schaffte die Grundlage für Qualität und Zuverlässigkeit der industriellen Produktion und das weltweit anerkannte Gütesiegel „Made in Germany“. Innerhalb des Marketing-Clusters „Craft“ zeigt die Kampagne German.Local.Culture. Deutschlandurlaubern, wo sie diese besonderen Erlebnisse finden können.

Industriekultur als Reisemotiv

Die erste industrielle Revolution prägte viele Regionen Deutschlands mit Tagebauen, Schachtanlagen und Hochöfen. So, wie die industrielle Fertigung das Leben der Menschen prägte, entwickelte sie auch eine ganz eigene kulturelle Identität.

Der Umbau von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft öffnet neue Perspektiven: Aus Schachtanlagen werden Kulturzentren, aus gefluteten Tagebauen Naherholungsgebiete. UNESCO-Welterbestätten, wie die Zeche Zollverein, die Völklinger Hütte, das Bergwerk Rammelsberg bei Goslar, die Montanregion Erzgebirge, das Fagus-Werk Alfeld oder die Hamburger Speicherstadt sind Zeugnisse der Industriekultur.

Ausgefallene Design-Objekte

Junges Design „Made in Germany“ lebt von der Inspiration der lokalen Kultur. Zum Beispiel in Weimar, wo mehr als hundert Jahre nach Gründung des Bauhauses typische Motive der weltbekannten Designschule neu interpretiert werden. Oder in Berlin, wo Szeneläden Upcycling-Produkte ausstellen und verkaufen.

Wer auf der Suche nach ungewöhnlichen und hübschen Dingen ist, wird auch auf der Design-Messe Stijl fündig, die in verschiedenen Städten stattfindet: Kreative bieten hier Kleidung, Schmuck und Accessoires an – meist in nachhaltig gefertigten Kleinserien.

Wo Brotbacken zur Kunst wird

Brot ist in Deutschland mehr als nur ein Lebensmittel: Die Tradition der deutschen Brotbackkunst mit ihren rund 3.200 Brotsorten ist Teil des immateriellen Kulturerbes der nationalen UNESCO-Kommission – und die deutsche Sprache kennt knapp fünfhundert Sprichwörter, in denen das Brot vorkommt.

Walsrode: Frau und Bäcker riechen an frisch gebackenem Brot (Foto: DZT, Julia Nimke)

Familienbetriebe in allen Regionen Deutschlands pflegen diese Tradition seit Generationen mit viel Liebe zum Handwerk sowie dem Bewusstsein für hochwertige Zutaten und den langsamen Entstehungsprozess. Dass deutsches Brot etwas für Feinschmecker ist, zeigt die Weiterbildung zum Brot-Sommelier, mit der seit einigen Jahren mehr und mehr Bäcker ihre Kenntnisse vertiefen.

Zum Kuckuck wo ist der Strandkorb?

Lust noch mehr Tradition in Deutschland hautnah zu erleben? Wie wär es zum Beispiel mit einem Abstecher in den Schwarzwald, wo Kuckucksuhr, ein Klassiker und Kultobjekt, Leben eingehaucht wird? Seit dem 17. Jahrhundert werden die Zeitmesser mit dem hölzernen Gehäuse in den ortsansässigen Uhrenmanufakturen hergestellt und gelten weltweit als Kultobjekt – typisch für deutsche Wertarbeit.

Auch der Strandkorb aus Mecklenburg – eine charmante Wohlfühloase am Meer – ist ein traditionelles Kultobjekt. Denn nichts schützt besser vor Sonne, Sand und Wind als der dekorative Klassiker aus Holz und Korb. Vor 125 Jahren wurde der Strandkorb in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und prägt seither die deutschen Küsten an Nord- und Ostsee.

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