Start News Terrorwarnung: Keine Reisen nach Sharm el Sheikh!

Terrorwarnung: Keine Reisen nach Sharm el Sheikh!

1990
0
TEILEN

TUI Deutschland und auch andere Reiseveranstalter reagieren auf die Verschärfung des Reise- und Sicherheitshinweises für den Sinai und sagt alle Reisen nach Sharm el Sheikh bis einschließlich 14. März ab. Das Auswärtige Amt in Berlin rät seit gestern Abend dringend von Reisen in die Badeorte der Sinai-Halbinsel ab, dies betrifft erstmalig auch Sharm el Sheikh selbst.

Urlauber, die in den nächsten zwei Wochen eine Reise nach Sharm el Sheikh gebucht haben, werden aktiv kontaktiert. Sie haben die Möglichkeit, gebührenfrei auf ein anderes Reiseziel umzubuchen oder ihre Reise zu stornieren.

Urlauber, die sich derzeit in Sharm el Sheikh befinden, werden von ihren Reiseveranstaltern kontaktiert. Gemeinsam mit den Gästen werden vorzeitige Rückreisen organisiert.

Aktuell befinden sich knapp 100 deutsche TUI Gäste in Sharm el Sheikh. Die Region spielt auf dem deutschen Markt traditionell eine untergeordnete Rolle. Über 90 Prozent der deutschen TUI Gäste verbringen ihren Urlaub in Hurghada.
Für alle anderen Urlaubsregionen in Ägypten (Hurghada, Marsa Alam, Nilkreuzfahrten ab Luxor) hat sich der Reise- und Sicherheitshinweis nicht verändert. Es gelten die regulären Reisebedingungen.

Auch das österreichische Außenministerium hat Alarm geschlagen und warnt vor Reisenin den Nordsinai. Hier die offizielle Reisewarnung: „Am 16. Februar 2014 wurde ein tödlicher Bombenanschlag auf einen Reisebus in Taba (Sinai) verübt. Dies folgt einer Serie von Anschlägen im ganzen Land, zu dem sich Terrorgruppen bekannt haben. Diese haben angekündigt, Angriffe gegen den Staat fortzusetzen. Die Anschlagsgefahr ist somit im ganzen Land generell hoch.“

Weiters vermeldet das Außenministerium in Wien: „Ein hohes Sicherheitsrisiko (Stufe 3) gilt somit in allen Landesteilen, für die ausdrücklich keine Reisewarnung oder lediglich erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Es wird dringend abgeraten, sich in der Nähe von Sicherheitseinrichtungen, Polizei- und Armeeposten und politischen Kundgebungen aufzuhalten. Abgeraten wird von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen (etwa individuelle touristische Fahrten), insbesondere für Kairo und andere Großstädte, wo auf die Gefahr weiterer Bombenanschläge und gewaltsame Auseinandersetzungen hingewiesen wird, für alle Nachtfahrten generell, sowie dringend auch für Ausflüge auf dem gesamten Sinai außerhalb der Badeorte. Die hohe Sicherheitsgefährdung gilt auch für Dahab, Nuweiba und das Katharinenkloster am Sinai.

Und eine Reisewarnung (partiell, Stufe 5) gilt für den Nordsinai (inkl. Taba) und die Saharagebiete, insbesondere an den Grenzen zu Libyen und dem Sudan. Vor Reisen in diese Gegenden wird ausdrücklich gewarnt.

An einzelnen Tourismusorten zeigt sich die Lage sicherheitsmäßig dzt. weniger gespannt . Dies bezieht sich namentlich auf das Niltal südlich von Luxor, für den Badeort Sharm El Sheikh (inkl. Flughafentransferrouten zu den Resorts in Sharm), für die Badeorte an der Westküste des Golfs von Suez (wie Ain Sukhna, Hurghada und Marsa Alam) sowie für die Oasenkette Siwa-Bahariya-Farafra-Dakhla-Kharga.

Wenn auch Anschläge auch dort nicht auszuschließen sind, gilt an diesen Orten ein lediglich erhöhtes Sicherheitsrisiko (Stufe 2). Es wird empfohlen die Tourismuszonen nicht zu verlassen, Hinweise der Hotels und der Reiseveranstalter zu beachten, die Nachrichten zu verfolgen und erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen. Mit strengen Kontrollen durch die Sicherheitskräfte ist vor allem nachts zu rechnen.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:
Risikominimierung auf Geschäftsreisen
Wie das Krisenmanagement bei TUI funktioniert
Kein Businesstrip ohne Risikomanagement