Start News Vorsicht bei Geschäftsreisen in die Ukraine!

Vorsicht bei Geschäftsreisen in die Ukraine!

1908
1

Aufstand in Kiew
Die Unruhen in Kiew und der Einsatz der Spezialtruppen des Innenministeriums gegen die Demonstranten forderte rund hundert Tote. Nach der Annexion der Krim durch russische Separatisten herrschen jetzt Unruhe und Gewalt in der gesamten Ostukraine (Foto: Mstyslav Chernov, Wiki Commons)
Wird die Ukraine zum Pulverfass? Das deutsche Auswärtige Amt rät von Geschäftsreisen und privaten Reisen auf die Krim dringend ab, ebenso von Reisen in die östlichen Landesteile der Ukraine. Die Halbinsel Krim wird nicht nur faktisch von Russland kontrolliert, Moskau hat die Region offiziell annektiert.

Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der derzeitigen sehr angespannten Situation nicht gewährt werden. Auch die Lage in der östliche Ukraine ist momentan sehr instabil. Es kam in den letzten Tagen mehrfach zu Besetzungen staatlicher Einrichtungen.

Von nicht notwendigen Reisen in die östlichen Landesteile wird ebenfalls dringend abgeraten. Überhaupt sind Geschäftsreisen in das östliche Nachbarland Polens derzeit problematisch, selbst nach Kiew. Denn es ist unklar, ob die Russen nicht doch eine Besetzung des Landes erwägen, was Präsident Wladimir Putin nicht ganz ausgeschlossen hat.

Nach dem international nicht anerkannten Referendum auf der Halbinsel Krim ist die weitere Entwicklung der Lage nicht abschätzbar.

„Auch im Osten und Süden des Landes ist die Situation derzeit angespannt. Passen Sie Ihr Handeln und Ihren Aktionsradius den sich verändernden Umständen an und meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen. Insbesondere auf der Halbinsel Krim kann es zu Behinderungen sowohl im Straßenverkehr als auch im öffentlichen Verkehr und im Flugverkehr kommen“, warnt das österreichische Außenministerium Geschäftsreisende und Touristen.

Das sollten Sie bei dienstlichen und privaten Reisen in die Ukraine beachten:

  • Von nächtlichen Überlandfahrten mit dem Auto wird abgeraten. Es kommt immer wieder zu bewaffneten Raubüberfällen – etwa bei längeren Ruhepausen – wobei hier beleuchtete Rastplätze oder Tankstellen keinen Schutz bieten. Auch im Fall von Pannen ist die Sicherheit nicht gewährleistet.
  • Es wird empfohlen, sich der vorhandenen Kriminalität bewusst zu sein und entsprechende Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Es ist angebracht, die Ratschläge Ortskundiger ernst zu nehmen und etwa bestimmte Ortsteile zu meiden oder Hotelzimmer und Zugabteile versperrt zu halten.
  • Aufgrund von berichtetem Gepäckdiebstahl in der Vergangenheit, insbesondere bei Ankunft am Flughafen Kiew-Boryspil, wird empfohlen, Wertgegenstände und Dokumente ausschließlich im Handgepäck zu verstauen und die Koffer abzuschließen.
  • Vor Taschendiebstählen und Trickdieben wird gewarnt. Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen über eventuell gefundene Geldbeträge ein und vermeiden Sie, Brieftaschen oder ähnliche, scheinbar verlorene Gegenstände aufzuheben oder Ihre Brieftasche vorzuzeigen.
  • Es besteht Ausweispflicht. Bitte führen Sie daher immer eine Kopie Ihres Reisepasses mit sich, um diese bei Polizeikontrollen vorweisen zu können. Aus Sicherheitsgründen (Taschendiebstahl) wird empfohlen, den Reisepass im Hotel(Safe) zu hinterlegen und nur eine Kopie des Reisepasses bei sich zu haben.
  • Beim Einsatz von Kreditkarten und Bankomatkarten wird zur Vermeidung von Manipulationen besondere Aufmerksamkeit und kritische Auswahl des Kartenempfängers empfohlen.
  • Bitte achten Sie auf eventuelle Spuren von Manipulation an Automaten und lassen Sie Ihre Geldkarte sofort sperren, falls diese von einem Automaten eingezogen werden sollte. Gelegentlich versuchen Betrüger, durch Montage eines Aufsatzes auf den Kartenschlitz oder die Tastatur die Kontodaten abzufangen.
  • Notfallnummern:

    Feuerwehr 101. Miliz-Polizei 102. Krankenwagen 103. Gasdienst 104. In kleineren Städten gibt es nur die Rufnummer 112. Auch vom Handy aus werden alle Notrufnummern nur mit den jeweiligen drei Ziffern gewählt.