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Betrügereien auf Buchungsplattformen

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Betrügereien auf Buchungsplattformen: Laptop mit einem Hotelbild in der Karibik auf dem Bildschirm, zwei Hände tippen auf der schwarzen Tastatur
Traumhaftes Hotel in der Karibik? Kann sein, aber auch nicht: Denn Betrügereien auf Buchungsplattformen sind keine Seltenheit – sie nehmen zu. Daher ist Vorsicht angeraten (Bild: Cristian Quezada auf Pixabay)

Wer schnell ein Hotel buchen will, sucht danach auf Buchungsplattformen. Das Angebot ist verlockend: Neben den klassischen Beherbergungsbetrieben wie Hotels haben sich auch zahllose Buchungsplattformen wie Agoda, AirBnB, Hotels.com, Booking.com, Check24, Hostelworld, TravelWorld oder Trivago weltweit im Internet etabliert. Doch mit dem wachsenden Angebot an preiswerten, günstigen oder gar ganz billigen Angeboten steigt auch die Zahl von Betrügereien mit Fake-Angeboten.
 
2023 konnte beispielsweise Airbnb einen auf rund 9,9 Mrd. Doller gestiegenen Jahresumsatz erzielen. Die Plattform hält damit in der Ferienvermietungsbranche schon einen Marktanteil von 20 Prozent.

Diese Zahlen lösen nicht nur seriöse Angebote und Nachfragen aus, sondern führen auch immer wieder zu falschen und betrügerischen Angaben, wie eine Studie von D.A.S. Rechtsschutz der Ergo Versicherung zeigt.

Allein in Wien wurden 2022 knapp 3,8 Millionen Nächtigungen in Ferienwohnungen und im Homesharing verzeichnet. Dabei gaben bei einer von Airbnb durchgeführten Studie 39 Prozent an, zur Deckung der steigenden Lebenshaltungskosten zum Gastgeber zu werden.

Airbnb ist eine Plattform, auf der Personen ihre Wohnung zur kurzzeitigen Vermietung anbieten können. Zum größten Teil wird Airbnb daher auch für die Suche nach günstigen Ferienunterkünften verwendet, egal, ob für ein Zimmer, eine ganze Wohnung oder auch nur die Couch.

Die perfiden Betrugsmaschen auf Fake-Plattformen


Das gute Geschäft ruft auch Betrüger und Kriminelle auf den Plan. Weiß man über deren Betrügereien Bescheid, kann man genauer hinsehen und so Probleme vermeiden:Unterkünfte, die es gar nicht gibt.

Denn sind Lage, Ausstattung, Bilder und der Preis ein Traumangebot, dann lohnt sich eine genauere Kontrolle. Es kann nämlich sein, dass es die Unterkunft so gar nicht gibt oder sich eine ganz andere, schlechtere dahinter verbirgt. Vorsicht ist auch geboten, wenn knapp nach Buchung das Angebot im Web nicht mehr auffindbar ist.


Buchungsplattformen bieten über die Plattform sichere Zahlungsmöglichkeiten und Kommunikationswege an. Soll man für diese Zwecke auf Aufforderung des Vermieters die Plattform verlassen, so handelt es sich recht wahrscheinlich um Betrug, und die tatsächlichen Plattformen übernehmen auch keine Haftung.


Eine weitere Methode der Betrügereien ist das Verlangen von Zahlungen und Kaution in voller Höhe bereits im Voraus, dies oft verbunden mit unsicheren Zahlungsmethoden außerhalb der Plattform.


Auch das gibt es: Stornierungsbetrug von Seiten des Anbieters. Unter oft plausiblen oder auch fadenscheinigen Begründungen kann plötzlich die gebuchte Unterkunft nicht übernommen werden. Diese Information erhält man kurz vor Reiseantritt oder erst vor Ort.


Phishing von Passwörtern und Daten: E‑Mails und Nachrichten werden außerhalb der Plattform geschrieben, um sichere persönliche Daten vom Mieter zu ergaunern. 

Wie man Betrügereien selber verhindern kann

• Skepsis an den Tag legen und Angebote mehrmals vergleichen.
• Rückwärtssuche nach Bildern des Angebots in Suchmaschinen.
• Nach Adresse und ausgewählter Unterkunft in Suchmaschinen recherchieren.
• Im Netz Bewertungen und Erfahrungen anderer Nutzer nachlesen.
• Nur bei verifizierten Hosts und Superhosts auf Airbnb & Co buchen.
• Sich vom Anbieter nicht unter Druck setzen lassen.
• Impressum der Angebots-Website kontrollieren – fehlt dieses, dann Hände weg.
• Vorsicht bei Weiterleitung auf andere Anbieterplattformen und plötzlicher Direktbuchung mit Rabattmöglichkeit – am besten immer auf der Plattform bleiben.
• Bei Verbraucherschutz-Organisationen über Betrugsmeldungen nachlesen z.B. Internet-Ombudsstelle, Watch-List und Ähnliches.
• Bei Verdacht auch den Rechtsservice einer Rechtsschutzversicherung kontaktieren.
• Prüfen des Bankkontos in regelmäßigen Abständen, dubiose Abbuchungen stoppen.
• Meldung an die „echte“ Plattform.
• Anzeige bei der Polizei.

Reiseziel Österreich auch Land der Vielreisenden

35,9 Milliarden Euro sind nach Schätzungen des Konzeptes des Tourismus-Satellitenkontos von in- und ausländischen Gästen in Österreich 2022 ausgegeben worden sein. Das sind immerhin 6,2 Prozent des BIP. Umgekehrt haben rund 5,8 Millionen Österreicher 2023 insgesamt 25 Millionen Urlaubsreisen unternommen. Durchschnittlich geben sie dabei rund 2.100 Euro für das Reisen aus. Darüber liegen Urlauber aus der Schweiz mit fast 2.500 Euro, während der europäische Durchschnitt bei cirka 1.600 Euro liegt.

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