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Kulturtipp: Beautiful Disasters kommen nach Wien

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Unter dem Titel „Beautiful Disasters“ zeigt der Galerist Martin Ho Werke des Künstlers Cyril Helnwein und bringt Satire, nackte Frauen und schwarzen Humor in Yoshi’s Contemporary Art Gallery. Eröffnung am 19. November 2013.

Mit Cyril Helnwein bringt Galerist und Kunstsammler Martin Ho von 20. November 2013 bis 31. Jänner 2014 einen imposanten Fotokünstler in Yoshi’s Contemporary Art Gallery und setzt in seiner Galerie in Wiens ältester Einkaufsstraße, der Wollzeile 17, einmal mehr auf das symbiotische Zusammenspiel von traditionellen Wurzeln und kreativer Moderne.

Die Ausstellung „Beautiful Disasters“ des in Wien geborenen Künstlers Cyril Helnwein ist eine ästhetische und provokante Mischung aus satirischer Darstellung, nackten Frauen und schwarzem Humor. Seine individuellen, teils exzentrischen Fotografien erinnern einerseits an den Comicband „The Far Side“ des US-Künstlers Gary Larson, versprühen zugleich aber auch die Dynamik und Spezialeffekte eines Rammstein-Konzerts.

„Cyril Helnweins Fotografien spiegeln auf künstlerisch-exzentrische Weise seine Individualität und damit auch seine Wiener Wurzeln wider“, freut sich Ho, Helnwein in seiner Yoshi’s Contemporary Art Gallery begrüßen zu dürfen.

Die Ernsthaftigkeit der Kunst

Mit seiner individuellen Art setzt sich Cyril Helnwein über Grenzen der Gesellschaftsnormen hinweg und trägt rebellisch anmutend seinen Eigensinn gegenüber gesellschaftlicher Verantwortung und Vorstellungen an die Öffentlichkeit. Die Herausforderungen des Lebens und des Erwachsenseins stellt Cyril Helnwein in den Diskurs mit seiner Kunst und findet mit bizarren Wortspielen und markanten Formulierungen seine eigene Ernsthaftigkeit des Lebens. „Es ist eine der wichtigsten Teile des Lebens, daran Spaß zu haben“, so das Motto des exzentrischen Künstlers.

Von Wien in die Welt und wieder zurück

In Cyril Helnweins Interpretation von Spaß spielt der „eigensinnige und raffinierte“ Wiener Humor heute noch eine große Rolle. Im Alter von acht Jahren verließ er mit seinem Vater, dem Wiener Künstler Gottfried Helnwein, die Bundeshauptstadt. Während der zahlreichen Umzüge in den folgenden Jahren stellte sein Vater jedoch stets sicher, die Sprache Wiens mit ihrem „kantigen Humor“ zu erhalten.

„Mein Vater erzählt heute noch jene Wiener Witze, die man einfach nicht versteht, wenn man den Wiener Schmäh nicht kennt“, so Cyril Helnwein. Diese Art von Humor zeigt sich auch in seiner Begeisterung für die alten Faksimiles seines Vaters Gottfried mit dem renommierten Karikaturisten Manfred Deix, die die beiden Künstler als satirisch in Szene gesetzte Rivalen zeigen und im Laufe der Zeit auf belustigende Weise immer obszönere Fratzen darstellten.

Spaß mit der Ironie

Seine Liebe für Humor setzt Cyril Helnwein konstant in seinen Fotografien um, die im ersten Moment den Eindruck von konventionellen Glamour mit schönen, wohlgeformten Frauenkörpern, nackt oder kaum bekleidet, in einer Vielzahl kompromissloser Posen erwecken. Bei genauerer Betrachtung erkennt man den Ansatz seines ironischen Zugangs gekoppelt mit schwarzem Humor.

Inszenierte Perfektion

Cyril Helnwein sieht sich als Gegenstück zu den zahlreichen Glamour-Fotografen, die „keine Ahnung von den Grundlagen der Beleuchtung haben und sich auf Photoshop verlassen, um Kunst zu schaffen.“ Bei seinen Fotografien legt Cyril Helnwein besonderen Wert darauf, die Momentaufnahme real einzufangen und seine Kunst ohne nachträgliche Bearbeitung zu inszenieren.

Seine Fotografien spiegeln einfallsreiche Illusionen wider, die den Individualismus der Fotografien durch altmodische und kunstvoll inszenierte Täuschungen anstatt High-Tech-Zauber aufzeigen.

Seine persönliche Interpretation von Normen und Missachtung gesellschaftlicher Regeln werden zu seiner persönlichen Signatur: Eine komplexe Aufnahme mit drei halbnackten Models an einem Sonntagnachmittag, mitten am Hollywood Boulevard in Los Angeles (USA) und ohne Genehmigung ist Spiegelbild seiner doch einfach gehaltenen Ambition für Kunst: „Ich hoffe, dass mein Publikum die Aktion genau so genießen wird, wie ich während des Shootings.“

Cyril Helnwein begann bereits im zarten Alter von zehn Jahren zu fotografieren. Seine erste Kamera war eine Yashica Halbformatkamera mit zwei Fotos pro Filmrolle. Mittlerweile wurden seine Werke in unterschiedlichen Galerien weltweit ausgestellt und in einer breiten Palette von Online- und Print-Publikationen veröffentlicht.

Helnwein wuchs in den ersten acht Jahren seines Lebens in Wien auf, später lebte und arbeitete er in Deutschland, England, Schottland und den USA, bevor er sich im Jahr 1997 in Irland niederließ und seit 2003 einen Teil des Jahres in Los Angeles (USA) lebt.

Seine Fotografien sind frei von digitaler Manipulation und werden ausschließlich mit traditioneller Fototechnik wie Licht, Bewegung und dem richtigen Zeitpunkt des Auslösens perfektioniert. Cyril Helnwein ist mit der irischen Schauspielerin und Model Kojii verheiratet und hat drei Kinder.

Zu den Sammlern seiner Kunstwerke zählen namhafte Persönlichkeiten wie zum Beispiel Marilyn Manson, Lisa Marie Presley, Demi Moore, Brandon Boyd, Ashton Kutcher, Jason Lee, Danny Masterson, Laura Prepon, Macaulay Culkin, Chris Masterson, Cobi Jones, Jenna Elfman oder Michael Peña.

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Redaktion: Georg Karp/TRAVELbusiness