Start Reisetipps Metropolen: Futuristisch, fremdartig, alternativ und geheimnisvoll

Metropolen: Futuristisch, fremdartig, alternativ und geheimnisvoll

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Dubai und der höchste Wolkenkratzer der Welt
Dubai City: Die Metropole greift nach den Sternen und baut die Stadt zum Himmel hinauf (Foto: Dubai Tourism)

Dubai und der höchste Wolkenkratzer der Welt
Dubai City: Die Boomtown der Vereinigten Arabischen Emirate greift nach den Sternen (Foto: Dubai Tourism)
Futuristisch. Wenn man an futuristische Orte denkt, ist Dubai gedanklich nicht weit entfernt. Eine Metropole, in der Strom und Süßwasser fließen, so als sei die Mega-City nicht in die Wüste gebaut. Dubai ist die Stadt der künstlich geschaffenen Inseln – in Form von Palmen, der Welt, und was sich die Star-Architekten sonst noch so einfallen lassen. Auf der Aussichtsplattform des Burj Khalifa auf 829,8 Metern Höhe liegt einem tatsächlich die ganze Erde zu Füßen.

Das sagenumwobene Burj al Arab lädt als einziges 7-Sterne Hotel der Welt zu unvergleichlichem Luxus ein und die weltweit größte Shopping Mall beherbergt sogar ein riesiges Aquarium. Die Superlative in Dubai hören gar nicht auf, wahrlich eine Stadt nicht von dieser Welt.

Hongkong illuminiert. Foto CR: Hong Kong Tourism Board (HKTB)
Chinas strahlende Metropole: Hongkong – illuminiert von zahllosen Scheinwerfern (Foto: HKTB)
Nachdem Hongkong aus dem Griff der britischen Kolonialherschaft entlassen wurde, entwickelte sich die Metropole an der Südküste von China schnell zu einer hypermodernen Stadt mit einer eindrucksvollen Skyline. Die imposanten Hochhäuser wurden oft nach Feng-Shui Gesichtpunkten geplant und gebaut und konnten schon in vielen Sci-Fi Filmen eindrucksvoll zu Schau gestellt werden.

Jede Nacht wird die Stadt in eine Symphonie aus bunten, tanzenden Neon-Lichtern getaucht. Das sieht besonders eindrucksvoll aus, wenn sich das Schauspiel im Wasser am Hafen reflektiert. Wer zu den Glücklichen gehört, die im Mira Hotel in Tsimshatsui unterkommen, fühlt sich in Lichtgeschwindigkeit in einen spacigen Film katapultiert – fast ein Universum für sich.

Astana In Kasachstan
Astana, die Hauptstadt von Kasachstan. Futuristisch ausgerichtet (Foto: visitkazakhstan.kz)
Die Hauptstadt Kasachstans, Astana, hätten wahrscheinlich wenige auf der Liste der futuristischen Mega-Cities erwartet. Wer aber einmal Bilder von der bunt beleuchteten Skyline der Metropole inmitten einer großflächigen Steppenlandschaft gesehen hat, wird sofort verstehen, warum.

Im Zentrum Astanas sprießen neue, moderne Gebäude aus dem Boden, schließlich hat sich der Chefplaner der Stadt, Wladimir Laptew, zum Ziel gesetzt, eine eurasische Version von Berlin zu erschaffen. Die Architektur der Stadt ist jetzt schon einzigartig – eine dynamische Mischung aus alt und neu, super trendig und einfach nur seltsam. Definitv etwas zum ungläubigen Staunen.

Fremdartig. Aus der Luft sieht diese Metropole aus wie ein Vogel, ein Flugzeug, oder mit viel Phantasie sogar wie Superman. Brasília ist die wahrscheinlich bekannteste, vollständig durchgeplante Stadt der Welt, rein als Verwaltungs-Hauptstadt entworfen und in nur 41 Monaten vollständig aus dem Boden gestampft.

Obwohl hier Millionen von Menschen leben, wirkt die Atmosphäre in der weißen, asketischen Stadt irgendwie immer unlebendig. Die modernen Gebäude sind minimalistisch, monumental und definitiv sehenswert für Architektur-Fans. Ein Abstecher nach Brasília ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Dem Himmel nahe: Das Kloster Meteora Agia Triada
Dem Himmel nahe, der Erde entrückt: Das Kloster Meteora Agia Triada in Griechenland (Foto: Wiki Commons/ Bgabel)
Wenn die Luft ein bisschen dunstig ist und Nebelschwaden durch die Berge ziehen, kann man das einzigartige Schauspiel der schwebenden Klöster erleben. Wirklich schweben tun die Metéora-Klöster in Thessalien nicht, aber es sieht zumindest manchmal so aus.

Die 24 Klöster wurden auf die Spitze von hohen Felsen gebaut, so eindrucksvoll, dass man sich unweigerlich fragt, wie um alles in der Welt die Menschen und Materialien da hinauf gekommen sind. Fast wie in kleines Völkchen quirliger, robuster Krieger-Zwerge, die sich auf einem Planeten fernab des Zentrums der Galaxie vor den bösen Mächten des Universums verschanzen.

Wer plötzlich mitten im Stadtteil Thames Town in der Satellitenstadt Songjiang steht und für die Anreise komplett ausgeknockt in einen Tiefschlaf versetzt wurde, wird sich wohl erstmal gar nicht so sehr wundern. Die Straßen sind auffällig ruhig und leer, ansonsten ist Thames Town wie ein kleines, englisches Marktstädtchen.

Aber die Tatsache, dass sie sich mitten in China befindet, hinterlässt bei Besuchern dann doch ein etwas seltsames Gefühl. Neben Thames Town gibt es in China noch zahlreiche andere New Towns, die nach europäischen Vorbildern erbaut wurden. Noch leben wenige Menschen in diesen Spielzeug-Städten, doch vielleicht sind sie der Renner in einer anderen Dimension? Schließlich haben wir auch ganz schön viel Spaß in Disneyland.

Alternativ. Man stelle sich einen glühend heißen Planeten vor, die Sonne flimmert über dem dunkelroten Wüstengeröll und wer sich zu lange an der Planetenoberfläche aufhält, verbrennt in Sekunden – Willkommen in Coober Pedy, Südaustralien. Die Opal-Hauptstadt der Welt ist Hunderte von Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt und die Lebensumstände sind hier tatsächlich so harsch, dass es eigentlich kein Leben geben dürfte.

Dennoch haben sich die Bewohner mit den Gegebenheiten arrangiert und wohnen und arbeiten in unterirdischen Wohnhöhlen, ganz wie irdische Wohnungen mit Schlafzimmern, Bädern, Küchen, den so genannten „dugouts“ ausgestattet. Highlights der Stadt sind die unterirdischen Kirchen, der Kinosaal und der vielleicht einzige Golfplatz der Welt ohne jegliches Grün. Dieser ist so beliebt, dass hier auch schon einige Hotels für unterirdische Touristen in den Boden gegraben wurden.

Ob unter oder auf dem Wasser, der für den Menschen eigentlich untaugliche Lebensraum Ozean wird in zahlreichen Sci-Fi Filmen zur praktikablen Alternative auserkoren. Und tatsächlich, das Pfahlbautendorf Ganvié hat sich schon seit etwa 500 Jahren hervorragend mit dem nassen Element arrangiert.

Einst zogen sich die Bewohner auf den See Nokoué zurück, um sich vor ihren Feinden zu schützen, heute hat sich eine komplexe und erfolgreiche Kultur um das Leben auf dem Wasser und das wahrscheinlich größte auf einem See erbaute Dorf Afrikas entwickelt. Mittlerweile gibt es sogar ein Hotel und ein Restaurant für Touristen, die einmal das Leben zu Wasser erfahren wollen.

Die geheimnisvolle Stadt Shibam
Die geheimnisvolle Wolkenkratzerstadt Shibam aus dem 16. Jahrhundert (Foto: Aiman Titi/Wiki Commons)
Mysteriös. Fast in jedem Sci-Fi oder Fantasy Epos git es eine Stadt, die nach langer, zehrender Wanderung durch die schier endlose Wüste plötzlich mächtig und thronend aus dem Boden ragt. So ähnlich verhält es sich auch mit Shibam, einer Stadt aus dem 16. Jahrhundert im mittleren Wadi Hadramaut.

Die gesamte Stadt ist von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, Zugang ermöglicht einzig ein Stadttor im Süden, hinter dem sich direkt der Sultanspalast befindet. Die eindrucksvolle Baukunst der Einwohner hat hier eine Stadt mit bis zu elfstöckigen Häusern ganz aus Lehmziegeln und hölzernen Stützpfeilern geschaffen. Diese Hochhäuser aus Schlamm und Erde sind absolut einzigartig – nicht umsonst hat die Stadt auch den Spitznamen „Manhattan der Wüste“.

Eine Stadt Jahrtausende alter Legenden, mysteriöser Monumente und faszinierender Baukunst – Petra ist eine altertümliche Stadt der Superlative mit hohen Zierfassaden. Gleichzeitig könnte die Felsenstadt im Bergland von Edom auch Schauplatz eines Sci-Fi Showdowns sein.

Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie schwerbewaffnete, eierköpfige, grau-grüne Monster-Aliens zwischen den Säulen des 40 Meter hohen Schatzhauses Khazne al-Firaun hervorpreschen. Petra ist so atemberaubend und beeindruckend, dass die in den Fels gemeißelte Stadt wie nicht von dieser Welt erscheint – oder zumindest von Aliens auf unserem Planeten erbaut.