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So vermeiden Sie Reisestress und Jetlag

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Reisestress auf Flügen: Mann und Frau in Business Class der Emirates
So wird Reisestress und Jetlag am besten vermieden: Aufs Borddinner verzichten und viel schlafen (Foto: Emirates)

Geschäftsreisende leiden – auch wenn sie es nicht zugeben – permanent unter Reisestress. Zuerst die ANfahrt zum Flughafen, dann das Einchecken und schließlich das stundenlangen Fliegen auf engstem Raum. Was also kann der Reisende tun?

Die einfachst Entspannungsübung, um den Reisestress im Jet weg zu atmen, ist sich aufrecht hinzusetzen, die Augen zu schließen, die Füße flach auf dem Boden stellen und durch die Nase langsam tief einatmen. Den Atem 2 bis 3 Sekunden anhalten, dann ganz tief wieder ausatmen, so dass die Schultern entspannt absinken. Diese Übung 5 – bis 10 – mal wiederholen.

Was tun bei Reisestress, Turbulenzen und Reiseübelkeit?

Wichtig ist es, während des ganzen Flugs angeschnallt zu bleiben, um sich vor Verletzungen zu schützen, wenn das Flugzeug unerwartet in Turbulenzen gerät. Am besten ist es, Sitzplätze im mittleren Bereich der Kabine (über den Tragflächen) zu buchen, denn hier sind die Flugbewegungen am wenigsten zu spüren.

Wem auf Flügen schlecht wird, dem helfen Medikamente gegen Reiseübelkeit. Antihistaminika sind weit verbreitet und frei verkäuflich. Man nimmt sie eine Stunde vor Flugbeginn ein. In Kaugummiform wirken sie auch, wenn die Übelkeit schon einsetzt. Scopolamin – Pflaster muss man 6 – 8 Stunden vor Reisebeginn aufkleben. Sie wirken länger.

Empfehlenswert ist es, während des Flugs Eetwas weniger essen und jede Stunde mindestens einen Viertelliter Flüssigkeit (kein Kaffee oder Alkohol) zu trinken.

Was tun gegen die Reisethrombose?

Sie entsteht durch zu langes Stillsitzen ohne Bewegung. Daher auf Langstrecken Plätze am Gang buchen und öfters aufstehen. Häufig Spannungsübungen der Beine helfen ebenso: Die Zehen bewegen und die Füße kreisen lassen. Nichts anziehen, was die Taille einschnürt. Reise-Kompressionsstrümpfe unterstützen die Muskelpumpe, fördern den venösen Blutfluss und verhindern, dass die Beine anschwellen.

Übrigens: Große Studien haben gezeigt, dass die Klassenwahl (Economy oder Business) keinen Einfluss auf die Häufigkeit des Auftretens von Reisethrombosen und Lungenembolien hat. Alleine die Inaktivitätsdauer ist entscheidend.

Reisestress und Jetlag

Jetlag tritt auf, wenn mehrere Zeitzonen durchflogen werden. Der natürliche Schlaf – Wach – Rhythmus wird dabei gestört, Aufmerksamkeit und Entscheidungsfähigkeit können beeinträchtigt werden. Eine Daumenregel besagt, dass Jetlag etwa so viele Tage dauert, wie Zeitzonen durchflogen wurden. Ein Jetlag von 6 Stunden ist also nach 6 Tagen kompensiert.

Bei Flügen von West nach Ost braucht der Körper länger, um sich an den neuen Tagesrhythmus anzupassen als umgekehrt. Bei Nachtflügen sollte daher auf das Borddinner verzichtet und stattdessen nur einen leichten Snack gegessen werden. Am besten versuchen, auf dem Nachtflug früh zu schlafen. Am Zielort sich tagsüber in der Mittagspause dem Tageslicht aussetzen. Das hilft, die „innere Uhr“ neu zu stellen. Einen ähnlichen Effekt erzielt Melatonin, das z. B. in den USA frei verkäuflich ist.