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Wie Sie Stress auf einer Flugreise vermeiden!

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Angst und Stress sind keine guten Flugbegleiter. Sie lassen sich vermeiden (Foto: Alexander Podvalny, Pexels)
Angst und Stress sind keine guten Flugbegleiter. Sie lassen sich vermeiden (Foto: Alexander Podvalny, Pexels)

Die Angst fliegt mit, die Angst vor einem Flugzeugabsturz macht Stress. Das Schreckensszenario geht vielen Passagieren oft während des Flugs immer wieder durch den Kopf. Da nützt es wenig, wenn man sich Statistiken über sicheres Fliegen ins Gedächtnis ruft. Die Angst ist da, der Stress sitzt einem im Nacken, und statt den Flug über den Wolken zu genießen, kommt man ins Grübeln. Was hilft da bloß gegen diesen überbordenden Stress im Hinterkopf?

Ein Artikel im „Journal of Travel Medicine“ beleuchtet den Zusammenhang zwischen Stress und Flugreisen. Denn eine stressige Situation – zum Beispiel während eines Fluges – kann eine Kaskade von Hormonen auslösen, die gut orchestrierte physiologische Veränderungen hervorrufen. Ein stressiges Ereignis kann das Herz zum Klopfen bringen und die Atmung beschleunigen. Die Muskeln spannen sich an und Schweißperlen treten auf.

Diese Kombination von Reaktionen auf Stress ist auch als „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion bekannt, da sie sich als Überlebensmechanismus entwickelt hat und es Menschen und anderen Säugetieren ermöglicht, schnell auf lebensbedrohliche Situationen zu reagieren.

Die rasche Abfolge von hormonellen Veränderungen und physiologischen Reaktionen hilft dem Menschen, die Bedrohung abzuwehren oder sich in Sicherheit zu bringen. Leider kann der Körper auch auf Stressoren überreagieren, die nicht lebensbedrohlich sind, wie etwa Verkehrsstau, Arbeitsdruck und familiäre Probleme.

Diese 13 Tipps können Ihnen auf Flügen helfen

1. Planen Sie ihren Flug vorausschauend. Halten Sie sich schon im Vorfeld über eventuelle Flugverspätungen auf dem Laufenden. Das kann über die Webseite der Fluggesellschaft oder die des Flughafens geschehen. So sparen Sie sich stundenlanges herumsitzen und warten auf einem unbequemen Sitz am Flughafen.

Auch das Reservieren aller nötigen Transportmittel und Unterkünfte wie z. B. Zug, Taxi, Hotel, etc., sollte schon vor der Flugreise erledigt sein. Frustrierendes Warten wird vermieden, Sie können entspannter bleiben.

Wer rechtzeitig und richtig die Flugreise vorbereitet wird, reduziert den Stress (Foto: Anugrah Lohiya, Pexels)
Wer rechtzeitig und richtig die Flugreise vorbereitet wird, reduziert den Stress (Foto: Anugrah Lohiya, Pexels)

2. Erkennen Sie die Stress-Auslöser. Finden Sie heraus, was Ihnen Angst macht und lernen Sie die Auslöser Ihrer Panik kennen. Ihr Ziel ist es, diese speziellen Auslöser zu identifizieren, damit Sie Ihre Angst schon bewältigen können, bevor sie zu groß wird. Erst wenn Sie wissen, was die genauen Ursachen sind, können Sie sie abschwächen oder sogar vermeiden.

3. Erstellen Sie eine Packliste. Auch wenn es manchen albern vorkommen mag, verhindert eine Packliste Schreckensmomente am Flughafen. Kein hektisches In-den-Taschen-suchen mehr, nur um festzustellen, dass Sie etwas wirklich Wichtiges zu Hause vergessen haben. Lösen Sie dieses Problem ein für alle Mal, indem Sie eine allgemeine Packliste erstellen, die für jede einzelne Reise verändert werden kann. Das sorgt für eine unbeschwerte Abfertigung am Flughafen.

4. Ziehen Sie sich für den Flug bequem an. Während sich Passagiere früher für Flüge in Schale geworfen haben, wissen wir heute, wie wichtig es ist, sich auf Reisen bequem anzuziehen. Achten Sie darauf, dass Sie keine engen Schuhe tragen (um durch den Flughafen zu hetzen oder zu Ihrem Auto zu rennen, das möglicherweise weit entfernt geparkt werden musste). Achten Sie außerdem darauf, Kleidung zu tragen, in der Sie sich locker den ganzen Tag über bewegen können.

5. Achten und hören Sie auf Ihren Körper. Schlafen Sie in der Nacht vor der Reise gut und halten Sie einige Stressmittel bereit, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Sie durch den Stress krank werden (nichts kann Sie mehr stressen, als wenn Ihre sorgfältig geplante Reise durch einen Schnupfen – oder schlimmeres – unterbrochen wird).

Ein häufiges Problem, das auch durch Stress ausgelöst wird, ist die erektile Dysfunktion (ED). Deshalb ist es gerade auf Reisen wichtig, die richtigen Medikamente bei sich zu haben. Tadalafil zum Beispiel wird oft verschrieben, um stressbedingte ED zu behandeln.

6. Gut zu wissen, was im Flugzeug passiert. Unwissenheit bedingt Angst. Denn sie nährt sich von „Was wäre wenn?“-Gedanken, die für katastrophale Folgen haben können. Auf der anderen Seite verhindert das Kennen von Fakten und Abläufen, dass man sich in negativen Gedankenstrudeln verliert. Faktenwissen hilft, Beklemmungen besser zu bewältigen.

Denken Sie daran, dass der gefährlichste Teil Ihres Reisetages die Fahrt zum Flughafen ist. Ihre Chance, in eine Flugkatastrophe zu geraten, liegt bei etwa eins zu drei Millionen. Sie müssten also mehr als 8.200 Jahre lang einmal am Tag fliegen, um drei Millionen Flüge zu sammeln.

Wer nicht an Angst denkt, kann den Flug ohne Stress genießen (Foto: Tim Gouw, Pexels)
Wer nicht dauernd an Horrorszenarien denkt, kann den Flug ohne Stress genießen (Foto: Tim Gouw, Pexels)

Und obwohl Sie Katastrophenmeldungen eigentlich meiden sollten, ist es vielleicht keine schlechte Idee, einige grundlegende Fakten und Zahlen darüber nachzulesen, wie ein ganz normaler Flug abläuft.

Zum Beispiel gibt es für viele scheinbar beunruhigende Geräusche in einem Flugzeug vernünftige Erklärungen. Auf YouTube finden Sie einige gute Videos, die die typischen Geräusche und Bewegungen bei Start und Landung veranschaulichen.

7. Trennen Sie die Angst von der realen Gefahr. Das ist oft schwierig, weil der Körper auf beides in gleicher Weise reagiert. Achten Sie darauf, Ihre Angst auch als solche zu bezeichnen.
Sagen Sie sich, dass die Furcht Ihre Sorgen und die Panik wahrscheinlicher werden lässt. Vergessen Sie nicht, dass sich ängstlich zu fühlen nicht bedeutet, dass Sie auch tatsächlich in Gefahr sind. Sie sind sicher, auch wenn Sie intensive Angst empfinden.

8. Lenken Sie sich ab, das hilft gegen Stress. Wenn Sie wissen, dass Sie Angst haben werden, umgeben Sie sich mit vertrauten Annehmlichkeiten von zu Hause. Laden Sie sich die Folgen Ihrer Lieblingsserie auf Ihr Tablet. Hören Sie sich ein paar Ihrer Lieblingsalben zur Entspannung an. Beginnen Sie vor dem Abflug ein gutes Buch und lesen Sie es während des Fluges weiter.

Grundsätzlich sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass die Fluggesellschaft Ihnen eine geeignete Ablenkung bietet. Das Bordprogramm ist vielleicht nicht die Medizin, die Sie zur Abwehr brauchen. Der Schlüssel ist, diese Ablenkungen auf das zu beschränken, was Sie bereits gewöhnt sind.

9. Lassen Sie sich nicht während des Fluges beunruhigen Um die Angst vor Turbulenzen in den Griff zu bekommen, sollten Sie sich über Flugzeuge informieren und darüber, wie diese für den Umgang mit Turbulenzen überhaupt ausgelegt sind.

Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Furcht in den Griff zu bekommen, und nicht darauf, wann die Turbulenzen endlich aufhören oder wie stark sie werden könnten. Denken Sie daran, dass Sie sicher sind.

10. Halten Sie ein paar schnelle Stressabbau-Mittel bereit. Wenn die Panik Sie zu überwältigen droht, können Atemübungen, progressive Muskelentspannung und andere schnelle Stressabbau-Mittel Ihnen helfen, sich schneller zu beruhigen.

11. Trinken Sie Alkohol verantwortungsbewusst. Wenn Sie sich ängstlich fühlen, planen Sie wahrscheinlich, sich einen Cocktail (oder ein paar) vor dem Abflug zu genehmigen, und noch ein paar mehr während des Fluges. Das hört sich zwar nach Spaß an, ist es aber nicht wirklich. Haben Sie schon einmal versucht, dem Personal an der Gepäckausgabe Ihr verlorenes Gepäck zu beschreiben, während Sie unter dem Einfluss von sechs Flaschen Bier oder diversen Cabernets an Bord standen? Kein schönes Bild.

Außerdem könnte ein betrunkener Tourist genauso gut ein Schild um den Hals tragen, auf dem steht: „Bitte ausrauben“. Wenn Sie gerade in einem fremden Land gelandet und angetrunken sind, ist das ein gefundenes Fressen für Diebe auf dem Flughafen.

Vermeiden Sie daher auch Koffein und Kaffee, wenn Sie zu Panikattacken neigen. Entwöhnen Sie sich ein paar Tage vor dem Flug davon, wenn es zu schmerzhaft ist, einen kalten Entzug zu machen. Ein stimulierter Geist kann in alle möglichen nervösen, panischen Richtungen ausschlagen.

12. Informieren Sie Mitreisende, wie sie Ihnen helfen können. Andere Passagiere und das Personal an Bord sollten wissen, was Ihnen Panik macht und was Ihnen am meisten hilft, mit der Angst während eines Fluges umzugehen. Dabei ist es Ihre Aufgabe, sich über Ihre Auslöser klar zu werden und gezielt zu wissen, was Ihnen in diesen Situationen helfen kann.

13. Werten Sie jeden Flug als Erfolg. Gewohnheit ist der Tod Ihrer Phobie. Jeder Flug bietet Ihnen die Möglichkeit, den nächsten Flug leichter zu machen. Denn mit jedem weiteren Flug wird Ihr Gehirn so trainiert, dass es weniger empfindlich auf die Auslöser Ihrer Angst und Panik reagiert.

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