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Tipps für Reisen im Fastenmonat Ramadan

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Betender Moslem: Fünf Tipps für Reisen im Fastenmonat Ramadan
Fünf Tipps für private und berufliche Reisen im Fastenmonat Ramadan (Fotografik: Mohamed Hassan, Pixabay)

Der islamische Fastenmonat Ramadan dauert in diesem Jahr vom 17. Mai bis voraussichtlich zum 14. Juni. Für alle, die beruflich oder auch privat in muslimische Länder reisen, bedeutet das, ja nicht in ein Fettnäpfchen zu treten. Die folgenden fünf Tipps von International SOS, einem Spezialisten für Gesundheits- und Sicherheitsprävention, sollten Reisende unbedingt beachten.

Was Sie im Ramadan beachten sollten

Nicht in der Öffentlichkeit essen, trinken oder rauchen. In den meisten muslimischen Ländern wird es als Unhöflichkeit angesehen, wenn Nicht-Muslime während der Fastenstunden (also während des Tageslichts) essen, trinken oder rauchen. Das gilt auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und in privaten Autos. In Ländern wie Ägypten ist der Verzicht auf Essen und Trinken in der Öffentlichkeit eher eine Sache der Höflichkeit, in anderen Ländern wie Saudi-Arabien, Jordanien, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten aber ist die Einhaltung des Fastens in der Öffentlichkeit auch für Nicht-Muslime verpflichtend. Die meisten Restaurants und Cafés schließen während der Tageslichtstunden, aber die meisten Hotels bieten Zimmerservice und abgeschirmte Bereiche für nicht fastende Besucher. International SOS rät Reisenden, vor dem Aufbruch die Gesetze und Bräuche am konkreten Zielort in Erfahrung zu bringen.

Dezente Kleidung wählen. Ramadan gilt als Zeit der Frömmigkeit, Bescheidenheit und Mäßigung für Muslime auf der ganzen Welt. Reisende sollten in muslimischen Ländern daher keine auffällige Kleidung tragen. Das gilt besonders für den Besuch von Einkaufszentren, Hotels, Restaurants und den Zelten für das Fastenbrechen am Abend. Die Einkaufszentren der Vereinigten Arabischen Emirate zum Beispiel hängen an den meisten Eingängen ganzjährige „Höflichkeitsregeln“ aus, die Besucher daran erinnern, zurückhaltende Kleidung zu tragen, nicht zu rauchen, zu skaten oder Haustiere und Alkohol ins Einkaufszentrum zu bringen. In der Regel sollten Kleidungsstücke vermieden werden, die durchsichtig, sehr kurz, tief ausgeschnitten oder sehr enganliegend sind, insbesondere Shorts, Miniröcke und ärmellose oder abgeschnittene Oberteile.

Etikette am Arbeitsplatz beachten. Geschäftsreisende in muslimischen Ländern sollten die kürzeren Bürozeiten respektieren und sich entsprechend anpassen. Es ist am besten, wichtige Besprechungen in den Morgen zu legen, wenn Fastende weniger müde sind und sich besser konzentrieren können. Es ist auch wichtig, dass geschäftliche Treffen nicht beim Mittagessen oder Kaffeetrinken stattfinden, was Fastende in Unannehmlichkeiten bringen kann. Während Nicht-Muslime hinter verschlossenen Türen essen und trinken dürfen, sollten sie dies vor ihren fastenden Kollegen vermeiden und dafür in einen anderen Raum gehen. Wenn tagsüber Erfrischungen angeboten werden, gilt es als höflich, sie abzulehnen.

Essen und Freizeit flexibel planen. Wer während im Fastenmonat Ramadan in ein vorwiegend muslimisches Land reist, sollte darauf vorbereitet sein, Essen und Freizeit flexibel zu planen. Unnötige Fahrten innerhalb einer Stunde nach Sonnenuntergang sollten vermieden werden, da der Verkehr und damit auch die Unfallquoten stark zunehmen. Es empfiehlt sich nicht, zu dieser Zeit Reservierungen für das Abendessen vorzunehmen, da die meisten Restaurants damit beschäftigt sind, das Fastenbrechen Iftar vorzubereiten und zu servieren. An vielen Orten ist Live-Musik verboten, Tanzclubs sind geschlossen und Bars verzichten auf Ausschank. Einkaufszentren sind in der Regel am Abend sehr voll, gleichzeitig können touristische Attraktionen während des Ramadans geschlossen sein.

Lokale Etikette respektieren.
Zur Etikette während des Fastenmonats Ramadans gehört es auch, in der Öffentlichkeit keine Zuneigung zu bekunden, keine laute Musik zu hören und und kein Kaugummi zu kauen. Wer zum Fastenbrechen Iftar in ein Restaurant eingeladen wird, sollte weder Alkohol noch Schweinefleisch bestellen.

TRAVELbusiness-Background: International SOS ist der weltweit führende Anbieter für Gesundheitsversorgung, medizinische Beratung und Reisesicherheitsdienste. Unser globales Netzwerk aus über 1.000 Niederlassungen in 92 Ländern, 26 Assistance Centern und 67 ambulanten Kliniken betreut Geschäftsreisende und Expatriates bei Krankheiten, Unfällen, zivilen Unruhen oder sonstigen Vorfällen im Ausland. Mehr als 11.000 Mitarbeiter, darunter 1.400 Ärzte, 200 Sicherheitsexperten und zahlreiche Experten vor Ort, arbeiten Tag und Nacht für die Sicherheit unserer Kunden. Die von uns entwickelten Präventions- und Notfallprogramme gewährleisten die medizinische Versorgung nach höchsten internationalen Standards für Firmenkunden, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Verbände.

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