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Buchtipp: Nur der Adler sprach zu ihm

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Das Navajo-Nation-Reservat und das von der Regierung zugewiesene Land im Südwesten der USA umfasst heute insgesamt mehr als 69.000 qkm und ist teilweise eine Touristenattraktion. Am bekanntesten sind das Monument Valley und der Canyon de Chelly (Foto: Luca Galuzzi, www.galuzzi.it)
Das Navajo-Nation-Reservat und das von der Regierung zugewiesene Land im Südwesten der USA umfasst heute insgesamt mehr als 69.000 qkm und ist teilweise eine Touristenattraktion. Am bekanntesten sind das Monument Valley und der Canyon de Chelly (Foto: Luca Galuzzi, www.galuzzi.it)

Ein Mann läßt alles zurück, um in der Gesellschaft von Indianern und Klapperschlangen zu leben und in der Einsamkeit eines Wüstencañons von Arizona das Gefühl dafür wiederzufinden, was es heißt, lebendig zu sein. Ein aufwühlendes Buch über eine unglaubliche Geschichte aus dem wahren Leben eines Aussteigers, eines Mannes, der alles hatte, aber sich nicht glücklich in der modernen Konsumwelt fühlte.

In Friedrich Abels Leben fehlte nichts von dem, was ein Mann meist glaubt, haben zu müssen: Einen akademischen Grad, eine interessante Position als Medizinjournalist beim Magazin stern, gesellschaftliches Ansehen, ein Auto und eine schicke Wohnung in Hamburg.

Friedrich Abel: Nur der Adler sprach zu mir
F. Abel: Nur der Adler sprach zu mir

Aber das Gefühl, echt und intensiv zu leben, kannte er nicht mehr. Also beschloß er, aus dem Alltagstrott auszubrechen, um seinen alten Traum zu verwirklichen: Das Geheimnis des indianischen Lebensgefühls zu ergründen, zu einem Leben mit der und nicht gegen die Natur zurückzufinden – und damit zu sich selbst.

Er gab alles auf – Beruf, Karriere und Freunde, löste seinen Haushalt auf, verkaufte alles, was in einer Konsumgesellschaft notwendig ist, und begab sich mit 10.000 Dollar in die neue Welt, wo er seinen Traum zu verwirklichen entschlossen war, wo er der Mutter Erde näher war als im piekfeinen Hamburg.

Das Buch Nur der Adler sprach zu mir: Die Geschichte von einem, der auszog, das Leben neu zu lernen von Friedrich Abel, einem gebürtigen Steirer, gehört von jedem gelesen, der seinen Traum von einem Leben in Natur und Freiheit endlich realisieren möchte.

Es ist ein autobiografisches Buch, das man in einem Zug liest und dann spontan seine Koffer packt, um endlich in ein neues, anderes Leben zu starten – in ein Leben jenseits der Hektomatikwelt. Ein Leben in freier und unberührter Natur, ein Leben unterm Himmel einer der schönsten Landstriche Amerikas und ein Leben frei von Hektik, Stress und Konsumzwang.

Es ist ein berührendes Buch über die Einsamkeit, in der sich Friedrich Abel nie einsam gefühlt hat. „Manchmal habe ich mich im Felsental einfach hingesetzt und zum erstmal so richtig heimisch gefühlt auf diesem Planeten. Das war kein mystisches oder faustisches Gefühl, sondern ganz einfach ein Gefühl der Liebe für diese Erde.“

Friedrich Abel lebt mit offenen Augen und Ohren und offenem Herzen in dieser wilden Welt am Rande des Reservats der Navajo. Er hat hier endlich das Glück seines Lebens gefunden. Ein Glück, das süchtig macht auf das wahre Leben. Ich wünschte mir, dass mehr Menschen dieses Buch lesen, um zu begreifen, dass Leben einfach mehr ist als nur die Jagd nach dem vermeintlichen Glück in der Welt des Konsums.

Buchtipps für alle, die mehr über Indianer wissen wollen


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