Start Service TV-Tipp: Mission Mali – der lange Weg zum Frieden

TV-Tipp: Mission Mali – der lange Weg zum Frieden

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Ein politischer und militärischer Krisenherd in Westafrika ist Mali. Nach dem Militärputsch im März 2012 sind hunderttausende Malier aufgrund der politischen Instabilität, der unsicheren Lage und des mangelhaften Zugangs zu Nahrungsmitteln und Wasser geflohen (Foto: Pixabay)
Ein politischer und militärischer Krisenherd in Westafrika ist Mali. Nach dem Militärputsch im März 2012 sind hunderttausende Malier aufgrund der politischen Instabilität, der unsicheren Lage und des mangelhaften Zugangs zu Nahrungsmitteln und Wasser geflohen (Foto: Pixabay)

Ein politischer und militärischer Krisenherd in Westafrika ist Mali. Nach dem Militärputsch im März 2012 sind hunderttausende Malier aufgrund der unsicheren Lage und des mangelhaften Zugangs zu Nahrungsmitteln und Wasser geflohen (Foto: Pixabay)
Ein brandgefährlicher Krisenherd in Westafrika ist Mali. Nach dem Militärputsch im März 2012 sind hunderttausende Malier aufgrund der unsicheren Lage und des mangelhaften Zugangs zu Nahrungsmitteln und Wasser geflohen. Die Bundeswehr soll in westafrikanischen Mali noch mehr Verantwortung übernehmen (Foto: Pixabay)
Eigentlich war Gao – so wie der gesamte Norden Malis – für seine Musik, für seinen freigeistigen Islam, für die unendliche Weite und Schönheit der Wüste. Heute nennen die Bewohner Gao „die geschundene Stadt“. Erst fielen die Rebellen der Tuareg ein, dann tyrannisierten Islamisten die Stadt, und jetzt ist Gao voll von ausländischen Soldaten.

Französische Truppen und UN-Blauhelme versuchen das Land von Gao aus gegen die Islamisten zu sichern. Auch Deutschland hat jetzt Soldaten nach Gao entsandt. ARD-Korrespondentin Shafagh Laghai besuchte die deutschen Truppen und berichtet am 26. Juni 2016 um 21.45 Uhr in einer Reportage auf phoenix darüber.

Shafagh Laghai trifft auch Malier, die lieber selbst gegen den Terror kämpfen wollen. So wie beispielsweise Fifi. Sie wurde von den Islamisten angegriffen und musste mit ihrer Familie aus Mali fliehen. Inzwischen trainiert sie in einer der zahlreichen paramilitärischen Einheiten, die es im Norden Malis gibt, bei Ganda Izo, „den Söhnen des Landes“. Sie wollen vorbereitet sein, wenn die ausländischen Truppen eines Tages wieder abziehen sollten.

ARD-Korrespondentin Shafagh Laghai mit ihrem TV-Team bei den deutschen Soldaten in Gao (Foto: Phoenix)
ARD-Korrespondentin Shafagh Laghai mit ihrem TV-Team bei den deutschen Soldaten in Gao (Foto: Phoenix)
Ein Leben, so wie es unter den Islamisten war, wollen sie nie mehr führen. Das findet auch die Frauenaktivistin Fatoumata Touré.

Unter den Islamisten hätten Frauen keine Rechte gehabt, hätten nicht mal alleine das Haus verlassen dürfen – ein Leben wie in der Steinzeit, findet sie wie auch die Bewohner der alten Wüstenstadt Timbuktu.

Hier terrorisierten Islamisten ein Jahr lang die Bevölkerung. Erst der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich gelang es, die Dschihadisten zu verjagen.

Bevor sie die Stadt verließen, zerstörten sie alles, was ihnen in die Hände fiel. So wie die historische Bibliothek mit ihren Jahrhundertealten Manuskripten.

Doch mutige Bewohner hatten viele der Schriften versteckt und somit gerettet. Shafagh Laghai und ihr Team sehen die neu aufgebaute Bibliothek und die Hoffnung der Menschen auf einen friedlichen Neubeginn in Mali.

Jedoch leben nach wie vor zwei Drittel der Menschen in Mali in Armut und sind damit ein idealer Anwerbungspool für Dschihadisten. Diese selbsternannten „Gotteskrieger“, die verschiedenen Volksgruppen, die Hoffenden und die Enttäuschten, die malische Armee und ihre europäischen Verbündeten – sie alle sammeln sich im Norden Malis.

TRAVELbusiness-Background: Mali, einst eine afrikanische Vorzeige-Demokratie, stürzte nach einem Militärputsch, bewaffneten Unruhen und dem Vormarsch militanter Islamisten aus dem Norden des Landes ins Chaos. Mitte 2015 haben die Konfliktparteien ein Friedensabkommen unterzeichnet. Dessen Einhaltung zu überwachen und seine Umsetzung zu begleiten, ist der Kernauftrag von MINUSMA. Für die Blauhelme ist dieser Auftrag nicht ohne Risiken: Der Einsatz gilt als die gefährlichste UN-Mission weltweit.

Anfangs beschränkte sich der Beitrag der Bundeswehr zu MINUSMA vor allem auf Stabspersonal, Verbindungsoffiziere sowie Flugzeuge zum Transport und zur Luftbetankung. Am 28. Januar 2016 beschloss der Bundestag aber auf Antrag der deutschen Bundesregierung eine deutliche Verstärkung des deutschen Engagements.

Zusätzlich zu den bisherigen Kräften wird die Bundeswehr eine verstärkte gemischte Aufklärungskompanie entsenden, die mit unbemannten Drohnen und Spähpanzern des Typs Fennek ausgerüstet ist. Hinzu kommen vor allem Objektschützer, Versorger und Fernmelder. Entsprechend stieg die Mandatsobergrenze von bisher 150 auf bis zu 650 deutsche Soldaten. Dieses soll auch Frankreich entlasten, das nach den Terroranschlägen in Paris vom 13. November 2015 verstärkt militärisch gegen den Islamischen Staat (IS) vorgeht.(Quelle: Bundeswehr.de)

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