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Wie Farben die Lust auf Gesundheit steuern

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Farben machen Essen sinnlich
Wie die Farben des Gemüses unsere Lust auf gesunde Ernährung beeinflussen (Foto: Christine Sponchia, Pixabay)

Unsere Welt ist bunt und die Farben des Lebens sind vielfältig. Das volle Spektrum des Regenbogens lässt sich in Tier- und Pflanzenwelt und sogar farbenprächtigen Bakterienblüten wiederfinden. Aber woraus sind diese vielen Farbstoffe gemacht? Sind sie vielleicht auch nützlich? Wie bringen wir mehr natürliche Farben in unser Leben und auf den Tisch?

Farben zaubern Abwechslung auf dem Teller

Für uns Menschen sind leuchtende Farben in Nahrungsmitteln oft besonders attraktiv. Deswegen werden sie oft auch künstlich zugesetzt oder durch Verwendung natürlicher farbintensiver Zutaten wie Spinat oder Roter Rübe betont.

In der Natur signalisieren zum Beispiel reife Früchte die Verzehrbarkeit durch eine Änderung ihrer Tönung. Und in vielen Gemüsesorten weisen kräftige Farben auf wertvolle Inhaltsstoffe wie antioxidative Flavonoide oder Anthocyane hin.

Selbst beim Verzehr von Tieren bevorzugen wir kräftiges gesundes Rot gegenüber dem gräulichen Aussehen überlagerten Fleisches.

Frisches Gemüse bereichert jedes Gericht, ist gesund und macht uns Appetit (Foto: Jesse Ballantyne, Unsplah)

Um eine abwechslungsreiche Ernährung sicherzustellen, kann farbige Vielfalt ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. Wer experimentierfreudig ist und Kreationen zaubert, die das Auge ansprechen, kann auch Familienmitglieder von der Extraportion Gemüse oder Obst überzeugen, die sonst eher auf diese knackigen Zutaten verzichten wollen. Das Auge isst nicht nur mit, es hilft uns, gesünder und ausgewogener zu essen.

Warum uns die Farben in den Bann ziehen

Licht im sichtbaren Spektrum wird von unseren Augen dann als farbig erkannt, wenn es einen bestimmten Wellenlängenbereich stark favorisiert.

Dies entsteht zum Beispiel durch Reflexion: Wenn weißes Licht auf eine Oberfläche trifft, die nur einen Teil des Spektrums zurückwirft, dann erscheint es für uns farbig. Das kann zum Beispiel durch Farbpigmente entstehen, chemische Stoffe mit spezifischer Absorption.

Besonders markante Beispiele hierfür sind zum Beispiel der echte Purpurfarbstoff, der historisch aus Meeresschnecken gewonnen wurde, und für seine Brillanz berühmt war. Auch das grüne Chlorophyll der Pflanzen funktioniert durch selektive Absorption.

Doch auch die physische Struktur einer Oberfläche kann mit Licht wechselwirken. So entsteht das besonders tiefe Schwarz auf den Flügeln mancher Schmetterlinge durch dreidimensionale Röhrenstrukturen, die wie Kohlenstoff-Nanoröhren funktionieren und praktisch kein Licht zurückwerfen. In Guanophoren genannten Zellen gespeicherte Guaninkristalle sorgen für eine silbrig-weiß schimmernde Reflexion.

Welche Funktionen Farben haben

Ein bunter Korb mit frischem Gemüse belebt die Sinne und erfreut das Auge (Foto: Jill Wellington, Pixabay)

Auch hier ist die Bedeutung der unterschiedlichen Töne so divers wie der Regenbogen selbst. Pflanzen benötigen Chlorophyll zur Gewinnung von Energie und der Umwandlung von Sonnenlicht in Zucker. Die grüne Farbe hat an sich keine Funktion und zeigt nur, dass Pflanzen effizienter in der Verarbeitung von blauem und rotem Licht sind. Der Rest wird gestreut und reflektiert.

Besonders wichtig ist Farbigkeit für die Kommunikation: Hierbei können die unterschiedlichsten Signale gesendet werden. Das prächtige Federkleid männlicher Vögel signalisiert sexuelle Potenz und Paarungsbereitschaft. Leuchtende Blüten locken Insekten an und scheinbar unauffällige Pflanzen können sogar noch im Infrarotbereich Licht reflektieren, um für Bienen attraktiv zu sein, die diesen Spektralteil noch wahrnehmen können.

Die farbigen Früchte, die reif zum Verzehr auffordern, haben wir schon erwähnt. Außerdem können Farben auch warnen und drohen: Ich bin giftig. Das nutzen z. B. stechende Insekten wie Wespe oder Hornisse, aber auch die herrlich anzusehenden, aber tödlich gefährlichen Baumsteigerfrösche.

Da lacht das Auge beim Anblick von buntem Obst und im Mund läuft das Wasser zusammen (Foto: ArtTower, Pixabay)

Zu guter Letzt gibt es sogar noch Wesen, die ihre Farbe aktiv ändern können. Das Chamäleon drückt darüber Stimmungen aus und viele Tintenfischarten nutzen Farbwechsel, um sich der Umgebung besser anzupassen.


Übrigens sollten sie sich von bunten Farben nicht verlocken lassen, einfach Pflanzen oder andere Naturobjekte als Souvenirs mitzunehmen. In vielen Regionen ist die Ausfuhr einheimischer Arten und sogar ihrer Bestandteile (wie Vogelfedern) strafbar! 

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