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Wie die Cloud Prozesse an Flughäfen verändern wird

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Amadeus-Studie: It makes Sense
Amadeus-Studie: It makes Sense

Flughäfen erkennen zunehmend die Notwendigkeit, auf hochmoderne Cloud-Systeme umzusteigen und so die betriebliche Effizienz in einem anspruchsvollen Markt zu verbessern. Das geht aus einer neuen Studie von Amadeus hervor: „IT makes sense to share: Making the Case for the Cloud in Common Use Airport Technology“ gibt einen Überblick über die Standpunkte von mehr als zwanzig hochrangigen IT-Führungskräften aus der Flughafenbranche und untersucht die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Einführung cloud-basierter Gemeinschafts-Plattformen.

Der zunehmende wirtschaftliche Druck von Stakeholdern und Wettbewerbern zwingen Flughäfen dazu, ihre IT-Ressourcen effizient zu nutzen, um effektive Abläufe zu gewährleisten und enger mit Fluggesellschaften zusammenzuarbeiten, während die Suche nach alternativen Einnahmequellen die Wettbewerbsfähigkeit sichert.

Die Studie zeigt, dass Cloud-Computing-Modelle und moderne Gemeinschafts-Plattformen ein guter Weg sind, die Herausforderungen zu bewältigen.

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Die Studie bestätigt auch, dass die Flughafen-Branche bereit ist, hochmoderne Gemeinschafts-Plattformen zu nutzen, um die betrieblichen und wirtschaftlichen Leistungen zu maximieren.

Allerdings sind an manchen Flughäfen noch Vorbehalte anzutreffen, was Ausfallsicherheit, Datenschutz, Sicherheit und Risiken angeht. Allerdings deutet der Report auf eine langsame Veränderung der Einstellungen hin.

„Es sind immer noch veraltete Technologien im Einsatz, die die revolutionären Möglichkeiten des Internets nicht richtig nutzen. Jede Fluggesellschaft, die unser System CUPPS (Common Use Passenger System, von der IATA 2009 eingeführter Standard) verwendet, muss es lokal integrieren“, sagt Michael Ibbitson, Chief Information Officer des London Gatwick Airport, der für die Studie interviewt wurde.

Ibbitson: „Die Luftfahrtbranche hat versucht, das Problem mit der Entwicklung der Standards CUTE (Common Use Terminal Equipment, von der IATA 1984 eingeführter Standard) und CUPPS anzugehen. Dabei wurden aber eher bestehende Strukturen verstärkt als Veränderungen angestoßen. Es ist Zeit, die neue Technologie so schnell wie möglich einzubeziehen und so einen grundlegenden Wandel in der Luftfahrt-IT einzuleiten.“

„Flughäfen auf der ganzen Welt müssen nach neuen Wegen suchen, um unter steigendem wirtschaftlichem Druck im Wettbewerb bestehen und den Wert ihrer Ressourcen erhöhen zu können. Die hochmodernen Gemeinschafts-Plattformen auf Cloud-Basis haben das Potenzial, die IT der Flughäfen zu revolutionieren“, sagt John Jarrell, Head of Airport IT bei Amadeus. „Dedizierte Cloud-Anbieter können die Kosten für Flughäfen durch Skaleneffekte senken. Hinzu kommen viele weitere Vorteile, die den Flughäfen Flexibilität ermöglichen, um ihren Kunden besseren Service zu bieten.“

Jarrell: „Wechseln beispielsweise 75 Prozent eines Flughafens mit 300 Workstations zu Thin Clients, kann eine Cloud-Plattform so viel Energie sparen, dass ein VW Golf damit jährlich 27 Mal („Environmental Comparison of the Relevance of PC and Thin Client Desktop Equipment for The Climate“ – Frauenhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, 2008) um den Globus fahren könnte. Das bedeutet wirklich einen signifikanten Fortschritt im Vergleich zu den klassischen Systemen CUTE oder CUPPS – die Frage ist nun, ob die Flughäfen den Mut haben, zur Cloud zu wechseln. Unser Ziel ist es, die Diskussion mit der Flughafen-Community zu eröffnen.“

Hier einige wichtige Ergebnisse der Amadeus-Studie:

  • Die Common-Use-Technologie hat sich seit der Einführung des Standards CUTE 1984 wenig verändert. CUTE ist immer noch weiter verbreitet als das neuere System CUPPS aus dem Jahr 2009. Die befragten Flughäfen sehen diese Plattformen als überholt, unflexibel, komplex, langsam und nicht kosteneffizient, was Einfluss auf sämtliche Airport-Prozesse hat. Es gibt ganz offensichtlich Raum für Verbesserungen.
  • Technologie, die Clouds ermöglicht, hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Seit CUPPS im Jahr 2009 implementiert wurde, sind neue Technologien entwickelt worden wie Applikations-Virtualisierung (Anwendungs-Virtualisierung: Entkopplung der Anwendungen von der Hardware), erheblich verbesserte Netzwerke und neue mobile Geräte. Das hat Clouds in greifbare Nähe gerückt.
  • Cloud-Technologie hat das Potenzial, Flughafensysteme zu revolutionieren. Die Vorteile sind reduzierte Hardware- und Wartungskosten, mehr physischer Raum durch das Entfernen von Servern, schlankere Zertifizierungen und mehr Flexibilität am Standort für Check-in- und Boarding-Prozesse. Das Ergebnis sind verbesserte Passagierservices der Flughäfen wie auch der Fluggesellschaften.
  • Viele Flughäfen haben immer noch Vorbehalte und Bedenken gegen die Cloud. Die meisten davon, wie Fragen zu Belastbarkeit, Datenschutz, Sicherheit und Risiken, konnten ausgeräumt werden, da die Cloud-Anbieter ihnen große Priorität einräumen.
  • Amadeus-Studie: It makes Sense
    Amadeus-Studie: It makes Sense
    Die Studie kann über die LinkedIn-Seite der Amadeus Airport IT heruntergeladen werden oder über den Amadeus Corporate Blog. Sie wurde auch am Amadeus Stand auf der ACI Asia Pacific World Annual General Assembly in Seoul, Korea, vorgestellt.

    Background: In Österreich arbeiten rund 1.000 stationäre Reisebüros, Online-Reisebüros und Unternehmen mit Amadeus. Im klassischen Reisevertriebs-Sektor, im Bereich Internet-Anwendungen für Endkunden, Travel-Management sowie bei touristischen Beratungssystemen ist Amadeus Marktführer.

    Im Bereich Touristik stellt Amadeus nicht nur Buchungsverfahren bereit, sondern auch Search & Compare Tools wie BistroPortal sowie Internet Booking Engines. Ferner arbeiten Unternehmen zunehmend mit Travel Management Systemen, die Amadeus selbst oder in Kooperation mit Partnern (z.B. SAP) entwickelt hat.

    Amadeus Austria ist weiterhin Vertriebspartner für die Schweizer Umbrella AG (Mid-Office-Systeme), Ypsilon.Net AG (Booking Engine Flug), Traveltainment AG (Leisure Produkte) und GIATA (interaktive Tourismusanwendungen). In den Aufgabenbereich von Amadeus Austria gehört auch die Betreuung von lokalen Reiseanbietern wie Reiseveranstaltern, Kreuzfahrt-Reedereien, Versicherungsunternehmen und anderen.

    Das Unternehmen hat Standorte in Salzburg und Wien und beschäftigt rund 25 Mitarbeiter. Die Amadeus Austria Marketing GmbH ist zu 100 Prozent im Besitz der Amadeus IT Group.

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