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So steht es um die Reisefreiheit in Österreich

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Begrenzte Reisefreiheit
Begrenzte Reisefreiheit: Nicht alle Urlauber können ein- und ausreisen (Foto: Gustavo Fring, Pexels)

Das Reise- und Tourismusland Österreich steht noch immer auf der Bremse. Die neue Reisefreiheit ist begrenzt. Denn laut neuer Verordnung ist für jede Art der Einreise nach Österreich sogenannte der 3-G-Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung Voraussetzung. Auch mitreisende Kinder ab 10 Jahren müssen getestet werden, darunter zählt der Immunitätsstatus der Eltern bzw. der Aufsichtsberechtigten.

Die neue Regelung des Gesundheitsministeriums in Wien bringt jedoch entgegen den Erwartungen der Wirtschaft und den ursprünglichen Entwürfen immer noch Schwierigkeiten für die österreichische Reisebürobranche und Hotellerie mit sich.  

Zwar können Österreicher ab 19. Mai in viele Länder der EU viel einfacher reisen und die Gäste vice versa nach Österreich kommen. Anderseits ist es besonders wichtigen Herkunftsländern, wie etwa den USA, Großbritannien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Einreise komplett untersagt ist.  

Wann gibt’s die totale Reisefreiheit wieder?    „

Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros und Chef von Mondial Reisen, ist enttäuscht: „Es ist sehr schade, dass die Reisefreiheit in Europa nicht komplett wieder hergestellt wurde. Wenn man genesen, geimpft oder getestet ist, kann man zwar aus den meisten Ländern Europas einreisen, für Länder auf einer anderen Liste, wie zum Beispiel das wichtige Urlaubsland Kroatien, gilt dies allerdings nur eingeschränkt. Das ist nicht nachvollziehbar.“

Was der Interessenvertreter der Reisebranche jedoch übersieht, ist die Tatsache, dass das vor allem beim deutschen und österreichischen Urlaubern beliebte Reiseland Kroatien noch immer zu den Hochrisiko-Gebieten mit hohen Inzidenz-Zahlen in der Europäischen Union gehört.

Auch Susanne Kraus-Winkler, Chefin des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, beklagt die begrenzte Reisefreiheit: „Auch Gäste aus für Österreich wichtigen Herkunftsmärkten, wie etwa den Niederlanden oder Schweden, müssen trotz Tests bei der Einreise eine Quarantäne antreten. Diese kann ab Tag 5 nach der Einreise mit einem neuerlichen negativen Testergebnis zwar beendet werden. Aber welcher Tourist nimmt denn bei einem Urlaub eine solche Quarantäne in Kauf?““  

Städte- und Kongresstourismus braucht Gäste

Österreichweit gesehen ist der europäische Markt im Moment der wichtigste. Für den Städte- und Kongresstourismus ist es vor allem von größter Bedeutung, dass aus den Hauptquellmärkten, wie den Vereinigten Arabischen Emirate, Russland, USA oder UK, die eine hohe Durchimpfungsrate und niedrige Inzidenz-Zahlen aufweisen, auch eingereist werden darf, wenn die 3-G-Regel erfüllt ist. Susanne Kraus Winkler: „Denn ein funktionierender und florierender Städtetourismus ist das ganze Jahr hindurch Garant für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Innovation im Tourismus.“

Als Problem sieht es die Hotellerie-Branche, dass Personen, die nicht mit von der EMA zugelassenen Vakzinen geimpft sind, keine Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich und bei Zutrittsbeschränkungen erhalten. Kraus-Winkler: „Ich denke hier vor allem an alle ungarischen, russischen oder Gäste aus dem asiatischen Raum, die etwa mit SputnikV geimpft wurden. Hier haben wir dringenden Handlungsbedarf.“

„Zahlreiche europäische Destinationen haben die Einreise für Touristen gelockert. Wir hoffen nun auf eine rasche Erweiterung und Liberalisierung, um im international härter werdenden Wettbewerb und der bereits startenden touristischen Aufholjagd vorne mit dabei sein zu können“, so die Interessensvertreter Kadanka und Kraus-Winkler.

In zweieinhalb Wochen soll der Grüne Pass auf nationaler Ebene fertig sein: Ab 4. Juni wird der Nachweis in Österreich via QR-Code erfolgen, bestätigte das Gesundheitsministerium. 

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