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Tourismus mit neuen Impulsen stärken

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Rüssler Mitterlehner Stolba bei Tourismuskonferenz
Tourismuskonferenz in Bregenz: Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Tourismusminister Reinhold Mitterlehner und ÖW-Chefin Petra Stolba (Forto: BMWFJ/ Martin Steiger)
Rüssler Mitterlehner Stolba bei Tourismuskonferenz
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Tourismusminister Reinhold Mitterlehner und ÖW-Chefin Petra Stolba (Foto: BMWFJ/Martin Steiger)

Österreichs Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner strahlt und hat allen Grund dazu. Die vor drei Jahren gestartete Tourismusstrategie hat sich bewährt. Österreichs Position im internationalen Wettbewerb und Marktanteile konnten ausgebaut werden. Zufrieden zog Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner Bilanz der 3. Tourismuskonferenz in Bregenz. „Der Tourismus hat die Krise besser überstanden als die meisten anderen Branchen und ist eine wichtige Konjunkturstütze. Auf Basis einer aktuellen Wifo-Einschätzung rechnen wir auch 2013 mit mehr Gästen und Nächtigungen und vor allem mit einem Plus bei den Umsätzen“, so Mitterlehner.

„Unsere Tourismusstrategie setzt die richtigen Rahmenbedingungen: Auf dieser Basis erschließen unsere Betriebe neue Angebote und Märkte und forcieren den Ganzjahrestourismus“, sagte der Minister. Diese Entwicklung zeige sich auch an den Rekorddaten der bisherigen Wintersaison: „Eine günstige Feiertagskonstellation, gute Schneeverhältnisse und stimmige Angebote festigen Österreichs Ruf als Wintersportdestination Nummer 1.“

Österreich wirbt mit noch mehr Kultur um Gäste

Laut dem neuen Expertenbericht zur Tourismusstrategie kann Österreich seine Marktanteile inmitten des stärkeren internationalen Wettbewerbs halten und sind trotz des erreichten hohen Niveaus auch in Zukunft moderate Wachstumsraten zu erwarten.

„Voraussetzung dafür ist, dass die Internationalisierung weiter vorangetrieben wird, die Angebotsstruktur sich entsprechend ausrichtet und insbesondere Kurz- und Kultururlauber verstärkt angesprochen werden“, betonte Reinhold Mitterlehner.

Und er fordert: „Um unsere Wachstumspotenziale voll auszuschöpfen, soll daher auch der Kulturtourismus eine Hauptrolle spielen. Mit der einzigartigen Mischung aus Hochkultur, Sehenswürdigkeiten, Kulinarik, Brauchtum und Lebenskultur hat Österreich hervorragende Chancen am Markt. Zudem fördern wir auch den österreichischen Film als Imageträger.“

In diesem Sinne steht 2013 auch bei der Österreich Werbung im Zeichen des Alleinstellungsmerkmals Städte und Kultur.

ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba: „Insbesondere in Fernmärkten wie Japan, China, USA und Australien aber auch in Spanien, Frankreich und Italien setzen wir in der Marketingkampagne einen Fokus auf Kultur. In Deutschland und der Schweiz gibt es dazu zusätzlich Kurzreisekampagnen.“

Dank einer Förderung des Wirtschaftsministeriums kann die ÖW auch im Inland einen Schwerpunkt setzen: „Hören.Schauen.Staunen. Kultur in Stadt und Land.“ lautet der Titel der neuen Inlandskampagne, die bis Mitte August läuft.

Neuer Übernehmerfonds bietet zinsfreien Kredit für Betriebsübernehmer

Auf der Agenda der 3. Tourismuskonferenz stand auch die Erleichterung von Betriebsübergaben. Bis 2020 stehen laut einer Schätzung der KMU-Forschung Austria rund 2.000 Hotels in Österreich zur Übergabe an, 80 Prozent davon sind Familienbetriebe.

Mitterlehner: „Daher wollen wir einen neuen Übernehmerfonds schaffen, der bei größeren Investitionen anlässlich einer Betriebsübernahme hilft. Das soll Investitionen und Innovationen unterstützen.“

Konkret erfolgt die Finanzierung über einen zinsfreien ERP-Kredit, der von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) in einer Bandbreite von 350.000 bis zu einer Million Euro an Kreditvolumen abgewickelt wird.

Dabei übernimmt der Bund zur Besicherung die Haftung für 80 Prozent der Kreditsumme, während die Länder in den ersten zehn Jahren der Laufzeit den Zinsendienst übernehmen. Für diese Unterstützung stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Chancen des E-Tourismus in Zukunft besser nützen

Ein wichtiger Schwerpunkt der Tourismuskonferenz liegt auf dem Forcieren des E-Tourismus. Auf Basis einer vom Wirtschafts- und Tourismusministerium bei der TU-Wien beauftragten Studie schlägt der Wirtschafts- und Tourismusminster mehrere Stoßrichtungen zur weiteren Diskussion und Abstimmung vor.

„Österreich Werbung und Landestourismusorganisationen könnten ihre Datenstruktur harmonisieren, um eine zentrale Aufbereitung und Weiternutzung zu ermöglichen. Darüber hinaus soll die ÖW-Homepage zur „Österreich-Suchmaschine“ ausgebaut und alle österreichischen buchbaren Online-Angebote für Gäste einfach und direkt verfügbar gemacht werden“, so Mitterlehner.

Vorarlberg als ideale Bühne für 3. Tourismuskonferenz

Vorarlberg bietet mit den Bregenzer Festspielen, der Schubertiade, dem Kunsthaus, der vielfach ausgezeichneten und international anerkannten Architektur, dem traditionellen Brauchtum sowie der lebendigen zeitgenössischen Kulturszene die ideale Bühne für die Tourismuskonferenz 2013, bei der Bund, Länder und Branchenvertreter zusammenkommen.

„Kulturtourismus hat in Vorarlberg einen hohen Stellenwert, um Besuchern und Gästen ein vielfältiges, qualitativ hochwertiges und abgerundetes Angebot bieten zu können. Insbesondere mit dem Ziel der Forcierung des Ganzjahrestourismus werden unsere Bestrebungen auch in Zukunft darauf ausgerichtet sein, die Schnittstelle zwischen Kultur und Tourismus weiter zu stärken“, kündigt Vorarlbergs Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser an.

Kooperationen im touristischen Netzwerk, und dafür steht der Tourismusstrategieprozess, sind enorm wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Österreich langfristig zu sichern.

Rüdisser: „Der von Bundesminister Mitterlehner eingeleitete Strategieprozess mit jährlich stattfindenden Tourismuskonferenzen hat sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt. In enger Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern wurden und werden aufeinander abgestimmt touristische Handlungsfelder und Maßnahmen erarbeitet, die eine wichtige Arbeitsgrundlage bilden. Strategische Weichen werden gemeinsam gestellt.“

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