
Ein neuer Schnellzug soll drei Millionenstädte noch besser verbinden. Ab 2026 wird erstmals eine direkte Zugverbindung zwischen Wien und Belgrad eingerichtet. Die neue Strecke ist Teil des Hochgeschwindigkeitsprojekts Belgrad–Budapest, das im Frühjahr 2026 eröffnet wird.
Zwei tägliche Verbindungen in beide Richtungen sind geplant, wodurch die Reisezeit zwischen den beiden Metropolen auf etwa sechs Stunden reduziert wird – ein deutlicher Vorteil gegenüber der bisherigen Busfahrt von rund neun Stunden.
Die Züge werden von Srbijavoz mit modernen CRRC-Hochgeschwindigkeitszügen sowie von der ungarischen MÁV betrieben. Vorläufige Fahrpläne sehen Abfahrten aus Belgrad um 8:40 Uhr und 14:40 Uhr vor, während die Rückfahrten aus Wien ebenfalls zweimal täglich erfolgen sollen. Die ÖBB hat die geplante Verbindung bestätigt, der genaue Starttermin wird noch bekanntgegeben.

Die neuen chinesischen CRRC-Hochgeschwindigkeitszügen werden auf der Strecke Belgrad–Budapest eingesetzt, um die Fahrzeiten drastisch zu verkürzen und ab 2026 eine Direktverbindung nach Wien zu ermöglichen. Diese Züge, die bis zu 200 km/h schnell sind, sollen die Modernisierung des serbischen Schienenverkehrs vorantreiben und die Reisezeit zwischen Belgrad und Budapest auf etwa drei Stunden reduzieren.
Belgrad als Magnet für Investoren
Belgrad, auch Beograd die weiße Stadt genannt, wird immer mehr zu einem der beliebtesten Reiseziele in Südosteuropa. Die Balkanmetropole wird oft mit Berlin verglichen: Serbiens Hauptstadt hat eine junge, wilde Kunstszene, einen bunten Mix der Kulturen und gibt sich weltoffen für alles und jeden. Versteckt am Ufer der Save liegt Belgrade Waterfront, ein monumentales Stadterneuerungsprojekt im Wert von 3 Milliarden US-Dollar, das ein neues Stadtzentrum und ein neues internationales Reiseziel schafft.

Die Millionenmetropole erfindet sich immer wieder neu und lockt damit nicht nur interessierte Touristen, sondern auch immer mehr internationale Unternehmen aus dem Umland und aus dem europäischen Ausland ein. Größter Investor ist die Volksrepublik China.
Die europäische Wirtschaft hat erkannt, dass die serbische Millionenstadt, seine Metropolregion und generell Serbien ein Einfallstor zu den Märkten in Ost- und Südosteuropa ist. Nun gilt es, Beziehungen aufzubauen und bestehende Bindungen zu festigen.
Serbien ist ein wichtiger Exportmarkt für Österreich, der bilaterale Außenhandel entwickelt sich weiterhin gut. Die Ein-Milliarden-Euro-Grenze für österreichische Exporte nach Serbien konnte in den letzten Jahren kontinuierlich überschritten werden, wenngleich das Wachstum im Vergleich zu 2022 (+ 21,85 % und das erstmalige Überschreiten der Marke) nun mit 3,1 % im Jahr 2024 und 4,7 % im Jahr 2023 geringer ausfällt. Im ersten Halbjahr 2025 lag das Wachstum wiederum bei 4,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und es konnten Waren im Wert von knapp 573 Mio. Euro exportiert werden.
Gerade Unternehmen aus Österreich sind sich des Wertes der Stadt Belgrad bewusst, was durch die Gründung neuer Standorte und Branchen in der serbischen Hauptstadt belegt ist. Immer mehr Geschäftsreisen haben das Ziel Beograd. Der EU-Beitritt ist noch lange nicht in Sicht, es sind viele vorgegebenen Kapitel noch offen.
Serbien hat trotz des Zerfalls des Sowjetunion und der jugoslawischen Nachfolgekriege einen starken wirtschaftlichen Aufstieg hingelegt. Früh wurde erkannt, dass sich das Land gerade dem Westen gegenüber öffnen muss. Geld wurde außerdem in die Bildung und in die Infrastruktur gestellt, was bedauerlicherweise in etlichen anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens verpasst wurde.
Länderprofil der Republik Serbien
Belgrad als Wirtschaftsstandort der Zukunft
Hotel Indigo ist auch in Belgrad präsent
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