Die aktuellen Statistiken der Internationalen Tourismusorganisation UNWTO weisen ein Wachstum der internationalen Ankünfte und der touristischen Einkünfte aus: 1,184 Milliarden touristische Ankünfte wurden weltweit registriert. Das freut zwar die Tourismusbranche, hat jedoch auch massive ökologische Auswirkungen auf den Planeten Erde. Insbesondere der Flugverkehr trägt wesentlich zum Klimawandel bei. Daher die Frage: Wie umweltfreundlich ist der Tourismus wirklich?
Die Naturfreunde Internationale fordert die Verantwortung aller Beteiligten ein: von der Tourismusindustrie über die politischen EntscheidungsträgerInnen bis hin zu den Reisenden selbst.
Flugreisen werden immer beliebter, wie das Welt-Tourismus-Barometer der Internationalen Tourismus Organisation UNWTO zeigt. Im Jahr 2015 wurden weltweit 1,184 Milliarden touristische Ankünfte gezählt. Gleichzeitig stiegen die Einkünfte aus dem Tourismus um 4,4%.
„Die rasant wachsende Anzahl an TouristInnen stellt uns vor die große Herausforderung, die Tourismusentwicklung in eine ökologisch und sozial verträgliche Richtung zu steuern“, erklärt Andrea Lichtenecker, Geschäftsführerin der Naturfreunde Internationale.
Lichtenecker: „Der Tourismus ist für einen beachtlichen Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. So trägt etwa der Flugverkehr mit mindestens fünf Prozent zur menschengemachten Erderwärmung bei – obwohl nur zwei Prozent der Weltbevölkerung aktiv am Flugverkehr teilnehmen.“
Die Leidtragenden sind vor allem die Menschen in den Ländern des Südens, die von den Folgen des Klimawandels am stärksten betroffen sind.
Trotzdem genießen die Fluglinien einen Sonderstatus: Sie sind weiterhin vom internationalen Klimaschutzabkommen, das in Paris verabschiedet wurde, ausgenommen. „Auch der Flugverkehr muss in die Verantwortung genommen werden“, fordert Andrea Lichtenecker.
Umweltfreundlich reisen? So einfach ist das!
Letztlich liegt es aber auch in der Verantwortung der Reisenden, die negativen ökologischen Auswirkungen ihrer Reise möglichst gering zu halten.
„Wesentlich ist eine bewusste Reiseplanung“, betont Lichtenecker. Ist beispielsweise ein Kurzurlaub geplant, muss es nicht unbedingt ein Städteflug sein – vielmehr gibt es auch attraktive Destinationen in der Umgebung, die bequem per Bahn erreicht werden können. Ob der Beherbergungsbetrieb auf ökologische Maßnahmen setzt, lässt sich ohne viel Aufwand vor der Reise recherchieren.
Und auch die Aktivitäten während des Urlaubs lassen sich umweltfreundlich gestalten. So bieten etwa Wander- oder Radurlaube die Möglichkeit, die Schönheit der bereisten Region umweltfreundlich zu erleben, mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten und zugleich auch etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Mit der Entfernung des Reiseziels nehmen natürlich auch die Treibhausgasemissionen zu. Doch auch für Fernreisen gibt es die Möglichkeit, die negativen Auswirkungen auf das Weltklima zu reduzieren.
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