Start Reisetipps Als Österreich in Königgrätz besiegte wurde

Als Österreich in Königgrätz besiegte wurde

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Eine blutige Schlacht veränderte Europa und Österreich erlebte sein Waterloo. Bild: Georg Bleibtreu: Die Schlacht von Königgrätz am 3. Juli 1866 (Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Wie Österreich in der Schlacht von Königgrätz sein blutiges Waterloo erlebte. Als sich am 3. Juli 1866 der Pulverdampf nahe dem nordböhmischen Königgrätz, heute Hradec Králové, legte, ist nicht nur eine blutige Schlacht geschlagen – an die 8.000 Tote und 14.000 Verletzte blieben zurück. Der deutsch-deutsche Krieg hat mit der verheerenden Niederlage Österreichs gegen die preußische Armee auch politisch Weichen gestellt.

Die Königgrätzer Region (Královéhradecký kraj) bietet in Tschechien eine einzigartige Kombination aus Geschichte, Naturschönheiten und einem reichen kulturellen Leben. Die Region ist ein attraktiver Ort und zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt an. Die historischen oder natürlichen Sehenswürdigkeiten können besucht werden. Auch vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung werden geboten.

Die Königgrätzer Region bietet Besuchern eine Fülle von sehenswerten Zielen: das höchste tschechische Gebirge – das Riesengebirge (Krkonoše), einzigartige Sandstein-Felsenstädte, historische Residenzen sowie zahlreiche Kulturveranstaltungen.

„Ich hoffe, dass viele Touristen aus Österreich zu uns kommen. Sehenswert sind zum Beispiel der Safari Park in Dvůr Králové nad Labem, das barocke Juwel Hospital Kuks oder die einzigartige Festung Josefov“, sagt Petr Koleta, Kreishauptmann der Königgrätzer Region.

Die Region Königgrätz ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch tief mit der europäischen Geschichte verbunden. Im kommenden Jahr jährt sich die Schlacht bei Königgrätz – ein entscheidendes Ereignis, das maßgeblich zur Herausbildung der österreichischen Identität beigetragen hat.

Das Museum der Schlacht wurde in Chlum errichtet. Zur Orientierung: Mit dem Auto dauert die Fahrt von der österreichischen Hauptstadt in die Königgrätzer Region weniger als vier Stunden. Mit dem Zug erreicht man Hradec Králové in etwa fünf Stunden, zudem stehen auch Fernbusverbindungen zur Verfügung. Innerhalb der gesamten Region gibt es ein dichtes Netz an Bus- und Bahnverbindungen.

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Für aktive Touristen ist das Riesengebirge ein häufiges Ziel. Neben den belebten Touristenzentren kann man hier Gebirgstäler und Kämme erwandern und malerische Bergdörfer besuchen. Den Naturschutz im Gebiet des Nationalparks Riesengebirge gewährleistet die Verwaltung des KRNAP. Sie betreibt auch mehrere bedeutende Museen, darunter das moderne Riesengebirgsmuseum in Vrchlabí.

Eine ruhigere Atmosphäre finden Urlauber im Adlergebirge (Orlické hory). In der Region liegen auch mehrere bedeutende Felsenstädte, etwa die Adersbach-Weckelsdorfer Felsen (Adršpašsko-Teplické skály), die zu den meistbesuchten Zielen der Region gehören.

Beliebt bei Touristen ist auch die Stadt Königgrätz (Hradec Králové), bekannt als „Salon der Republik“. Sein modernes Stadtbild wurde von den Architekten Josef Gočár und Jan Kotěra geprägt, dessen Spuren sich auch in Wien finden.

Die Stadt bietet neben dem Ostböhmischen Museum, der Galerie für moderne Kunst, dem Klicpera-Theater oder der Philharmonie Hradec Králové auch verschiedene Kulturveranstaltungen, wie etwa das Festival „Theater der Europäischen Regionen“ oder das renommierte Festival „Rock for People“, auf dem internationale Musikstars auftreten.

Zu den traditionellen Veranstaltungen gehören die jährlichen Gedenkfeiern an die Schlacht von 1866, die an einen der bedeutendsten Konflikte des 19. Jahrhunderts erinnern. Die Feierlichkeiten gipfeln jedes Jahr in einer großen Schlachtnachstellung, an der Hunderte von Mitgliedern historischer Einheiten aus Tschechien und dem Ausland teilnehmen. Im Jahr 2026 jährt sich dieses historische Ereignis bereits zum 160. Mal.

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In den Wintermonaten stehen für aktive Touristen in der Königgrätzer Region zahlreiche Skigebiete sowie präparierte Langlaufloipen im Riesengebirge und im Adlergebirge zur Auswahl. Im Sommere steht ein weit verzweigtes Netz an Radwegen zur Verfügung, beispielsweise beginnt am Ursprung der Elbe der Elberadweg, der entlang des Flusses bis nach Hamburg führt.

In der Königgrätzer Region sind mehrere bedeutende Bildungseinrichtungen tätig, zum Beispiel die Universität Hradec Králové, an der derzeit rund 6.500 Studierende an vier Fakultäten eingeschrieben sind.

Die Königgrätzer Region bietet auch verschiedene kulinarische Erlebnisse. Von den einzigartigen Horschitzer Röhrchen (Hořické trubičky), die der Legende nach bis auf Kaiser Napoleon zurückgehen, bis hin zu Bieren aus kleinen Brauereien in der ganzen Region.

Regionale Produzenten stellen verschiedene Käsesorten, Wurstwaren und Backwaren her, die direkt auf den Höfen oder auf Bauernmärkten und Festivals kaufen kann. Zum Brauchtum gehören auch Weihnachtsmärkte auf dem Stadtplatz und an weiteren idyllischen Orten, untermalt von Adventskonzerten.


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