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CRM: Starker Anstieg von Malaria in Namibia

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Grünes Blatt, auf dem ein Mosquito sitzt, ein Überträger der Malaria in Namibia
Mosquitos sind die Überträge der gefährlichen Malaria in Namibia (Bild: Fabio, Pixabay)

Das beliebte Reiseland Namibia verzeichnet ungewöhnlich starken Anstieg von Malaria-EWrkrankungen. Bereits in den ersten zehn Wochen 2027 wurden rund 28.000 Fälle registriert – mehr als im gesamten Jahr 2024. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät allen Reisenden und vor allem Safaritouristen, sich vor Abreise ärztlich beraten zu lassen und sich konsequent vor Mückenstichen zu schützen.

Die betroffene Sambesi-Region im Nordosten Namibias ist Teil beliebter Safari- und Rundreiserouten im grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi-Schutzgebiet und hat damit auch touristische Relevanz.

Ein Schwerpunkt des Ausbruchs liegt im Nordosten des Landes mit über 10.000 gemeldeten Fällen bis Ende März. Insgesamt haben 21 Gesundheitsdistrikte epidemische Schwellenwerte überschritten, also deutlich mehr Fälle als üblich verzeichnet. Die Mehrheit der Infektionen wird lokal übertragen.

Malaria in Namibia forderte bisher 21 Todesfälle

Auch die gesundheitliche Belastung steigt: Es wurden 21 Todesfälle (CFR 0,09 %, entsprechend etwa einem Todesfall pro 1.000 Erkrankte) sowie zahlreiche Krankenhausaufnahmen gemeldet.

„Die Dynamik des aktuellen Ausbruchs übertrifft die üblichen saisonalen Entwicklungen deutlich“, sagt Professor Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Reisende sollten die Situation ernst nehmen und sich entsprechend vorbereiten.“

Erhöhte Übertragung von Malaria und Risiken

Gefördert wird die Entwicklung durch günstige Bedingungen für die Vermehrung von Anopheles-Mücken nach der Regenzeit sowie durch Lücken in der Vektorkontrolle.

Zudem besteht der Verdacht auf partielle Resistenzen gegenüber gängigen Malariamedikamenten, was die Behandlung erschweren könnte.

Die aktuelle Entwicklung gefährdet zudem Fortschritte auf dem Weg zum nationalen Ziel, die lokale Übertragung bis 2027 zu unterbrechen und Malaria regional bis 2030 zu eliminieren.

Malaria in Namibia: Mückenschutz und individuelle Prophylaxe

Zum Schutz vor der Malaria in Namibia empfiehlt das CRM, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden lange Kleidung zu tragen und Insektenschutzmittel zu verwenden. Moskitonetze und gesicherte Schlafräume bieten zusätzlichen Schutz.

Grünes Sunmpfgebiet mit einem lauernden Krokodil: Safaritouristen sollten sich vor Reiseantritt über die Malaria in Namibia ausführlich informieren und schützen
Safaritouristen sollten sich vor Reiseantritt über die Malaria in Namibia informieren (Bild: Jürgen Bierlein, Pixabay)

Ob darüber hinaus eine medikamentöse Prophylaxe sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich abgeklärt werden. „Je nach Reiseroute kann neben dem Mückenschutz auch die Einnahme eines Antimalariamittels erforderlich sein“, so Jelinek.

Eine frühzeitige Beratung ist wichtig, da manche Medikamente bereits vor Einreise eingenommen werden müssen. Bei eingeschränkter medizinischer Versorgung kann zudem eine Notfallmedikation sinnvoll sein.

Angesichts der anhaltend hohen Übertragung und einer möglichen weiteren Ausbreitung im Verlauf der Saison sollten Reisende ihre Schutzmaßnahmen konsequent umsetzen.


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