Ein Vergleich, der viele Unternehmen und Travel Manager überraschen wird. Was aber sind die Unterschiede? 41 % der Gen Z gönnen sich auch mal ein Zimmerupgrade auf eigene Kosten, während 42 % der Babyboomer noch nach dem besten Hotelangebot suchen.
Wo persönliche Präferenzen auf betriebliche Anforderungen treffen, wird es für Unternehmen entscheidend, die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden zu verstehen. Die siebte Global Business Travel Survey von SAP Concur zeigt, wie die jüngste und älteste Generation am Arbeitsmarkt auf Geschäftsreisen ticken.
„Unsere Studie zeigt: Die Gen Z reist anders als Babyboomer und das ist keine Belastung, sondern eine echte Chance“, sagt Michael Schmitz, Head of SAP Concur Germany.
Schmtz: „Wer die unterschiedlichen Präferenzen und Anforderungen an neue Technologien berücksichtigt, schafft effizientere Prozesse und profitiert von zufriedeneren Teams.“
Gen Z gönnt sich Upgrades, Boomer reisen sparsam
Junge Reisende schätzen Komfort auf Geschäftsreisen. Upgrades gönnen sie sich hier eher als privat, sowohl auf Firmenkosten als auch aus eigener Tasche. Babyboomer verzichten hingegen auf teure Extras und sehen Geschäftsreisen als Mittel zum Zweck.
Unterwegs wählen sie zum Beispiel günstigere Mahlzeiten, um von der Verpflegungspauschale zu profitieren (30 %). Auch die Gen Z behält ihr Budget im Blick und versucht unter der Pauschale zu bleiben (36 %).
Gleichzeitig landen bei ihr häufiger kleine Annehmlichkeiten wie Hotelkosmetik oder Konferenzgeschenke im Koffer (28 %) als bei den Babyboomern (13 %).
Jeder fünfte Babyboomer bleibt skeptisch gegenüber KI
Bei der Technologieaffinität zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen: 95 % der Gen Z sind offen für KI-gestützte Tools bei der Reiseplanung, bei Babyboomern sind es nur 65 %.

Fast ein Viertel der älteren Generation (22 %) gibt sogar an, sich im Umgang mit KI nicht sicher fühlen zu können. Während junge Reisende weniger Berührungsängste mit modernen Buchungstools haben, schätzen ältere Arbeitnehmende den persönlichen Service eines Reisebüros oder wählen Unterkünfte sowie Transportmittel lieber selbst aus.
Wie reisen denn Gen Z und Boomer?
Zwei von drei Reisenden aus der Generation Z (64 %) haben Sicherheitsbedenken beim Fliegen, bei Babyboomern jeder Zweite (52 %). Ein Drittel der jungen Reisenden (30 %) ist zudem bereit, selbst für ein nachhaltigeres Transportmittel wie den Zug zu zahlen. Ältere Arbeitnehmende wählen ihre Verkehrsmittel noch eher nach Verfügbarkeit.
Die Gen Z stellt sich auch häufiger die Frage, ob eine Reise überhaupt vertretbar ist: 95 % würden eine Geschäftsreise unter bestimmten Bedingungen ablehnen, bei den Babyboomern sind es 75 %.

Dazu zählen gesundheitliche Aspekte (39 % Gen Z vs. 33 % Babyboomer), Umweltbedenken (25 % vs. 10 %) oder Vorbehalte gegenüber der Politik und Kultur des Ziellandes (27 % vs. 15 %). Babyboomer nennen vor allem Sicherheits- und soziale Risiken in bestimmten Regionen als Hauptgrund (42 %).
Mehrheit der Gen Z hadert mit Reisehäufigkeit
Je 98 % beider Generationen sind bereit geschäftlich zu verreisen. Wie häufig diese stattfinden sollten, darüber gehen die Ansichten jedoch auseinander. Jeder Zweite der Gen Z (58 %) ist unzufrieden mit seiner Reisehäufigkeit: 34 % reisen zu viel, 24 % zu wenig.
Junge Reisende schätzen die Chancen von Geschäftsreisen, wollen aber auch einen geregelten Alltag. Das richtige Maß ist entscheidend. Boomer hinterfragen die Häufigkeit seltener. Sie sehen Geschäftsreisen als berufliche Routine an. Nur 27 % sind unzufrieden, verglichen mit dem generationenübergreifenden Durchschnitt von 49 %.
„ Flexible Richtlinien und digitale Tools unterstützen Unternehmen dabei, die individuellen Bedürfnisse verschiedener Generationen abzubilden. Sie schaffen die Brücke zwischen betrieblicher Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit“, sagt Michael Schmitz.
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