
Geschäftsreisen und Urlaubsreisen haben das Niveau vor der Pandemie erreicht. Gleichzeitig nimmt das Risiko von Reisebetrug weiter zu und Urlauber müssen mehr denn je darauf achten, nicht Opfer eines Reisebetrugs zu werden.
Um zu verstehen, welche Betrugsformen am weitesten verbreitet sind und wie viele Deutsche bereits betroffen waren, hat Icelandair eine Umfrage unter 3.000 Personen in Deutschland durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen: Rund jeder achte Deutsche (13 %) gibt an, bereits Opfer eines Reisebetrugs geworden zu sein. Weitere 17 % berichten, dass sie schon einmal mit einem Reisebetrug konfrontiert waren, diesen jedoch noch rechtzeitig erkennen und vermeiden konnten.
Wer sind Opfer von einem Reisebetrug?
Insgesamt deutet dies darauf hin, dass fast jeder Dritte Deutsche bereits mit Reisebetrug in Berührung gekommen sind. Darüber hinaus zeigt die Umfrage von Icelandair, dass Menschen, die mit Arbeitskolleg*innen verreisen, besonders häufig betroffen sind – hier gibt fast die Hälfte (45,5 %) an, bereits Opfer eines Reisebetrugs geworden zu sein.
Gleichzeitig ist der finanzielle Schaden in dieser Gruppe besonders hoch. Im Durchschnitt verlieren Betroffene hier 2.909,75 €. Damit zählt das berufliche Reiseumfeld zu den risikoreichsten Reiseformen im Hinblick auf finanziellen Schaden. Im allgemeinen Durchschnitt verloren Opfer von einem Reisebetrug 1.272,22 €.
Generation X und die Baby-Boomer haben am ehesten mehr Geld verloren: hier lag der Durchschnitt bei 1595,31€ bzw. 1576,50€. Zum Vergleich: Generation Z hat im Schnitt “nur” 1097,83€ verloren.
Die Umfrage zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen. Düsseldorfer sind am häufigsten betroffen: Fast ein Viertel (24,7 %) gibt an, bereits Opfer eines Reisebetrugs geworden zu sein.
Auch Generation Z berichtet am häufigsten von entsprechenden Erfahrungen: 24,2 % der 18- bis 28-Jährigen geben an, bereits auf einen Reisebetrug hereingefallen zu sein verglichen mit nur 3,4% der Baby Boomer.
Zu den häufigsten Formen von Reisebetrug zählen laut der Umfrage:
- Betrug über Social Media (29,6 %)
- Gefälschte Unterkünfte (27,4 %)
- Zahlungs- oder Rückerstattungsbetrug (27,4 %)
- Phishing-E-Mails, die sich als Airlines ausgeben (24,6 %)
Im beruflichen Reiseumfeld dominieren vor allem digitale Betrugsformen: Besonders häufig treten gefälschte Unterkunftsangebote sowie Phishing-E-Mails im Namen von Airlines auf (je 28,6 %). Auch Social-Media-Betrug spielt eine Rolle.
Die Ängste und Sorgen von Reisenden
Die Studie zeigt auch, dass Reisebetrug bei vielen Deutschen für Unsicherheit sorgt. Fast ein Viertel (24,4 %) der Befragten gibt an, besorgt zu sein, selbst Opfer eines Reisebetrugs zu werden.
Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen. Am besorgtesten sind Reisende der Generation Z: Rund 40 % der 18- bis 28-Jährigen geben an, Angst davor zu haben, Opfer eines Reisebetrugs zu werden. Auch unter Millennials ist die Sorge vergleichsweise hoch (26 %).
Auch regional gibt es Unterschiede: In Düsseldorf (34,5 %) und Frankfurt (33,9 %) ist die Sorge vor Reisebetrug besonders ausgeprägt, während sie in anderen Städten etwas niedriger ausfällt.
So können Urlauber sich vor Reisebetrug schützen
Das sind die Top-Tipps von Christian Petzold, Tourismusexperte und Marketingdirektor bei BCN Travel, um nicht Opfer eines Reisebetrugs im Internet oder in den Social Media zu werden:
- Überprüfe die Seriosität von Websites. Achte auf Hinweise wie falsch geschriebene URLs oder ungewöhnliche Domain-Endungen, zum Beispiel „.net“ oder „.info“. Seriöse Websites nsind erkennbar an „https://“ oder einem Schloss-Symbol in der Adressleiste.
- Bleib bei vertrauenswürdigen Plattformen und Agenturen. Buchung über bekannte Reisebüros oder seriöse Online-Plattformen verringert das Risiko, Opfer eines Betrugs zu werden. Nicht auf Links aus unerwarteten E-Mails oder Social-Media-Anzeigen klicken: Betrüger nutzen diese häufig, um auf gefälschte Buchungsseiten zu locken.
- Vorsichtig bei Angeboten, die zu gut erscheinen. Betrüger locken mit besonders niedrigen Preisen oder exklusiven Deals. Wenn ein Angebot zu gut wirkt, um wahr zu sein, ist Vorsicht geboten. Preise auf mehreren Plattformen vergleichen, um zu prüfen, ob das Angebot marktgerecht ist.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Reisebetrug ein reales Risiko darstellt. Umso wichtiger ist es, bei der Reiseplanung wachsam zu bleiben und Angebote genau zu prüfen. Wer auf vertrauenswürdige Buchungsplattformen setzt und verdächtige Angebote hinterfragt, kann das Risiko deutlich reduzieren.
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