
Der Flughafen Wien begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzler Stocker zur Absenkung der Flugabgabe und hofft auf eine rasche Entscheidung. Die österreichische Flugabgabe hat überhaupt keinen Effekt auf das Weltklima, sondern hilft lediglich den Konkurrenz-Flughäfen.
Während der Flughafen Wien Passagierrückgänge verzeichnet und wichtige Wachstumsperspektiven, wie die Umstellung der Langstreckenflotte von Austrian Airlines, in Frage gestellt werden, legt der Flughafen Bratislava weiter zu.
Die fünf Boeing 787 Dreamliner, die ab Ende 2027 für Austrian Airlines vorgesehen waren, setzt die Lufthansa-Gruppe nun an anderen Standorten ein. Die AUA verweist auf die hohen Standortkosten in Österreich. Bei der Flugabgabe kann die Bundesregierung direkt ansetzen.
Löst eine Kerosinsteuer die Flugabgabe ab?
„Eine Verbesserung der internationalen Konkurrenzfähigkeit des Luftfahrtstandortes Österreich durch eine signifikante Reduktion der Standortkosten ist daher dringend notwendig. Wir begrüßen daher die Ankündigung von Bundeskanzler Stocker zur Reduktion der Flugabgabe und hoffen auf eine rasche Entscheidung“, halten die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner, fest.
Zur Kritik an der Mineralölsteuerbefreiung auf Kerosin ist festzuhalten, dass dieses System im Chicagoer Abkommen weltweit geregelt ist, damit keine Wettbewerbsverzerrung zwischen Luftfahrtstandorten aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen entsteht.
Eine nationale „Kerosinsteuer“ würde diese internationale Vereinbarung massiv verletzen und den Luftfahrtstandort Österreich erst recht massiv weiter schwächen. Eine Differenzierung der Flugabgabe nach Buchungsklassen wird auf das Schärfste zurückgewiesen.
Das würde nämlich die ertragsstärksten Marktsegmente von Fluglinien und damit ihr Kerngeschäft komplett ruinieren. Das würde alle Airlines am Standort Wien, vor allem den Home Carrier, in ernsthafte wirtschaftliche Bedrängnis bringen und damit auch den gesamten Luftfahrtstandort in einen nicht mehr aufhaltbaren Sinkflug.
Auch die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzler Christian Stocker, die Flugabgabe zu senken. „Jetzt brauchen die Airlines zwei Antworten: Ab wann soll die Flugabgabe sinken und um wie viel? Beides zählt, wenn sie entscheiden, wo sie künftig ihre Flugzeuge einsetzen“, sagt ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer.
Neue Luftfahrtstrategie für Österreich?
Wird Flugabgabe in Österreich abgeschafft?
Streit um Flugabgabe und Airports in Österreich
So finden Sie den besten Sitzplatz im Flugzeug
Luftverkehrsteuer in Schweden abgeschafft
Sie möchten mehr über Luftfahrt erfahren? Sie interessieren sich für Geschäftsreisen? Hier klicken und Sie bleiben up to date!





































