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Geschäftsreisen: Ab Oktober Visa-Gebühr für Malawi

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Landkarte von Malawi
Eingezwängt zwischen Sambia, Simbabwe, Mozambique und Tansania liegt der südafrikanische Staat Malawi (Karte: operationworld.org)

Landkarte von Malawi
Eingezwängt zwischen Sambia, Simbabwe, Mozambique und Tansania liegt der südafrikanische Staat Malawi, ein wenig entwickeltes Land abseits der Haupttourismusziele (Karte: operationworld.org)
Geschäftsreisende und Afrika-Touristen müssen ab 1. Oktober für die Einreise nach Malawi eine Visa-Gebühr bezahlen. Die Höhe richtet sich nach der Aufenthaltsdauer.

So kostet ein Transit-Visa, das sieben Tage gültig ist, 50 US-Dollar pro Person. Das normale Einreise-Visum „Single Entry“ mit drei Monaten Gültigkeit kostet 75 US-Dollar.

Ein Multi-Entry-Visum, das beispielsweise bei Rundreisen genutzt werden kann, kostet mit sechs Monaten Gültigkeit 150 US-Dollar, bei zwölf Monaten Gültigkeit 250 US-Dollar pro Person. Die Zahlungsmodalitäten sollen künftig über ein E-Visa-System abgewickelt werden.

Die Visa-Formulare können auf der Webseite der Botschaft in Berlin heruntergeladen werden, auf der Seite des Konsulats sind auch andere wichtige Informationen zu finden.

Österreichische Geschäftsreisende und Urlauber müssen die ausgefüllten Formulare mit dem gültigen Reisepass an die Botschaft in Berlin schicken, die Zahlung der Visa-Gebühr kann via Western Union oder Money Gram erfolgen. Als Empfänger sollten die Namen Mr. Herbert Ngwirelupi Chihana und Mrs. Faith Chimwemwe Kazembe notiert werden.

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  • TRAVELbusiness-Background: Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2010 etwa 14 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Lilongwe.

    Malawi ist ein wenig entwickeltes Land abseits der Haupttourismusziele im südlichen Afrika. Abgesehen von einigen größeren Hotels und Luxusressorts gibt es wenig touristische Infrastruktur.

    Reisen nach Malawi sind daher vor allem für Individualtouristen gelegentlich mit Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden. Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig.

    Reisenden wird empfohlen, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten allein schon wegen der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden (Tollwutgefahr!).

    Auch wenn es offiziell diesbezüglich keine Vorschriften gibt, sollten Reisende vor allem bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten die lokalen Gepflogenheiten bei der Wahl der Kleidung berücksichtigen.

    Malawische Frauen tragen in aller Regel lange Röcke („chitenje“) und Oberteile, die die Schultern bedecken. Kurze Röcke oder Hosen sind auf dem Land nicht üblich und sind in Einzelfällen schon Auslöser von Beschimpfungen und Übergriffen auf Frauen gewesen.

    Malawi: Frauen in Salima
    Malaiische Frauen im Bezirk Salima beim Auswaschen von Erdnüssen, die später auf die Märkte gebracht und verkauft werden (Foto: Swathi Sridharan, Wiki Commons)
    Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können.

    Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 bis 8 Prozent. An den meisten Bankautomaten kann mit Kredit- oder Maestro-Karte Bargeld abgehoben werden.

    Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt.

    Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das deutsche Auswärtige Amt rät dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen.

    Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente könnten z.B. bei den auf allen Überlandstraßen errichteten „road blocks“ (Straßensperren mit Polizeikontrollen) verlangt werden.

  • TRAVELbusiness-Sicherheitstipp: Malawi gilt laut dem Berliner Aussenamt im regionalen Vergleich als ein verhältnismäßig sicheres Reiseland, verzeichnet aber dennoch eine hohe Kriminalität.

    Diebstähle und Einbrüche, nicht selten mit massiver Gewaltanwendung, haben zugenommen. Dies gilt insbesondere für die größeren Städte (Lilongwe, Blantyre, Mzuzu, Zomba) und die Touristenziele am Malawisee

    Auch die Zahl bewaffneter Fahrzeugentführungen („car jackings“) hat zugenommen. Bevorzugt werden vor Grundstückszufahrten auf Einlass wartende Autos überfallen. Reisende sollten bei Überfällen unter keinen Umständen Widerstand leisten und Autofenster und –türen auch tagsüber stets verriegeln.

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