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Warum Resilienz im Tourismus wichtig ist

Der Tourismus steht angesichts zunehmender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, wachsender Dynamik und steigender Komplexität vor grundlegenden Veränderungen

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Resilienz im Tourismus: Ein großer Pfeil gegen viele kleine Pfeile, die auf ihn zielen
Wie können Tourismusmanager die Zukunftsfähigkeit von Destinationen langfristig absichern? Ein Experte von BayernTourismus meint: Es bedarf mehr Resilienz im Tourismus (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Globale geopolitische Entwicklungen und Klimawandel beeinflussen Reiseverhalten, Nachfrage und Rahmenbedingungen zunehmend direkt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Wolfgang Wagner, Prokurist und Bereichsleiter Strategische Entwicklung der Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM), mit der Frage, wie sich Resilienz im Tourismus und dessen Zukunftsfähigkeit gestalten lässt.

„Wenn die Welt unsicherer wird, braucht es nicht nur bessere Prognosen, sondern vor allem mehr Resilienz – getragen von Kooperation, Destinationsentwicklung und Datenkompetenz“, fasst Wagner seine Überlegungen zusammen.

Als gedanklichen Ausgangspunkt nutzt er dabei das BANI-Modell des Zukunftsforschers Jamais Cascio. Das BANI-Modell ist ein Rahmenwerk, das unsere chaotische, von Krisen und rasanter Transformation geprägte Welt beschreibt.

Es gilt als Weiterentwicklung des älteren VUCA-Konzepts, das die Herausforderungen moderner Unternehmensführung in einer unbeständigen Welt beschreibt. und hilft Organisationen und Individuen, mit Unsicherheit umzugehen.

Drei Arten von Resilienz machen Ziele zukunftsfit

Aus dieser Perspektive beschreibt Wagner drei Dimensionen, die zur Zukunftsfähigkeit von Destinationen beitragen können: soziale, strukturelle und digitale Resilienz.

Die Ansätze verstehen sich dabei ausdrücklich als Impulse und Perspektiven für den Umgang mit Veränderungen – nicht als starres Modell oder verbindliche Handlungsvorgabe.

Soziale Resilienz: Kooperation stärkt Handlungsfähigkeit

Soziale Resilienz im Tourismus beschreibt einen Ansatz, der auf Kooperation und Vernetzung setzt. Viele Herausforderungen im Tourismus lassen sich heute nicht mehr isoliert lösen.

Vertrauen, abgestimmte Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Regionen, Betrieben und Institutionen stärken Reaktionsfähigkeit und gemeinsame Handlungsfähigkeit.

Gleichzeitig profitieren auch kleinere Anbieter durch gemeinsame Kampagnen von größerer Reichweite, höherer Sichtbarkeit und positiven Imageeffekten. Dadurch entstehen Synergien, die den Tourismusstandort insgesamt stärken.

Strukturelle Resilienz: Destinationen sind Lebensräume

Strukturelle Resilienz im Tourismus bedeutet, Destinationen stärker als ganzheitliche Lebensräume zu betrachten. Tourismus wird dabei nicht isoliert verstanden, sondern als Teil regionaler Lebensqualität. Erfolgreiche Destinationen entstehen durch das Zusammenspiel wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Aspekte.

Das Destinationsmanagement entwickelt sich in diesem Verständnis zunehmend zu einer moderierenden und vernetzenden Instanz, die unterschiedliche Interessen zusammenführt, Prozesse begleitet und Orientierung im Zusammenspiel verschiedener Akteure schafft.

Digitale Resilienz im Tourismus: Daten als Grundlage

Auch Datenmanagement und digitale Infrastruktur spielen aus Sicht Wagners eine zentrale Rolle für resiliente Destinationen. Gerade im Kontext Künstlicher Intelligenz gewinnen Datenqualität, Strukturierung und Verfügbarkeit weiter an Bedeutung.

„Wir wissen nicht genau, wie KI den Tourismus verändern wird – aber wir wissen, dass sie auf verlässliche Daten angewiesen ist“, so Wagner. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, touristische Informationen möglichst strukturiert, maschinenlesbar und offen zugänglich bereitzustellen.

Mit der BayernCloud Tourismus stellt die BayTM bereits heute eine zentrale Dateninfrastruktur bereit, die touristische Informationen bündelt, standardisiert und für digitale Anwendungen sowie KI-Systeme nutzbar macht.


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