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Wie Digitalisierung die Luftfahrt beschleunigt

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Digitalisierung der Luftfahrt: Menschen an einem Flughafen mit Koffern und Trolles im sonnigen Gegenlicht
Digitalisierung der Luftfahrt und Flughäfen für bis zun 10 Milliarden Passagiere (Bild: Tung Lam, Pixabay)

Die Luftfahrt steht vor einem enormen Wachstum: Laut der International Air Transport Association (IATA) wird die Branche in den kommenden 20 bis 25 Jahren jährlich rund acht Milliarden Passagiere befördern. Bis 2050 soll diese Zahl auf zehn Milliarden steigen. Ohne fortlaufende Digitalisierung und Einsatz von KI würde die Luftfahrt und Flughäfen zusammenbrechen.

Der Impact Report 2025 von SITA, dem IT- und Kommunikationsspezialisten der Luftfahrtbranche, zeigt, wie digitale Technologien dabei helfen, diese rapide Entwicklung zu bewältigen – indem sie Kapazitäten erweitern, Betriebsabläufe resilienter gestalten und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck von Flughäfen reduzieren.

Digitalisierung und Biometrie sind die Treiber

Besonders sichtbar wird der digitale Wandel an den Grenzen: Auf Aruba durchlaufen vorab abgefertigte Passagiere die Grenzkontrolle in nur acht Sekunden. Das ist 78 % schneller als zuvor, indem digitale Reisedokumente mit biometrischen Überprüfungen kombiniert werden.

Grundlage dieser beschleunigten Prozesse ist eine leistungsfähige digitale Infrastruktur: Bereits mehr als 271 Millionen Reisende erhalten jährlich vor ihrer Ankunft eine von SITA unterstützte Risikobewertung, die in der Regel in weniger als vier Sekunden abgeschlossen ist.

KI steigert Effizienz und Resilienz im Flugbetrieb

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz entwickelt sich konsequent weiter – weg von Testphasen und hin zum Einsatz im Live-Betrieb. So nutzt SITA OptiFlight maschinelles Lernen und Digital-Twin-Modellierung, um Piloten treibstoffsparende Steig- und Reiseflugprofile zu empfehlen.

Im Jahr 2025 analysierte das System 2,9 Millionen Flüge für 59 Fluggesellschaften und sparte dabei 127.732 Tonnen Treibstoff, umgerechnet 403.633 Tonnen CO₂ ein. An den Flughäfen Toronto Pearson und Abu Dhabi sorgen KI-gesteuerte Total-Airport-Management-Tools für Zeitersparnisse von mehreren Minuten pro Abfertigungszyklus – Vorteile, die sich im Tagesbetrieb summieren.

Bei Thai Airways bucht die KI-gestützte Routenplanung in SITA WorldTracer® Auto Reflight fehlgeleitetes Gepäck automatisch auf den nächsten verfügbaren Flug um und verkürzt so den Vorgang von drei Minuten auf nur noch eine Sekunde.

Dieselbe Technologie, die Kapazitäten erhöht, macht das Luftverkehrsnetz zugleich widerstandsfähiger gegenüber Störungen. In einem Proof-of-Concept im französischen Kontrollzentrum Reims stellte der Flugsicherungsdienstleister DSNA den Fluglotsen dieselben Live-Wetterdaten zur Verfügung, die bereits von Piloten und Flugplanern genutzt werden. Dadurch konnten wetterbedingte Verspätungen um bis zu 65 % reduziert und innerhalb von 21 Tagen bis zu 105.000 Verspätungsminuten eingespart werden.

Mit mehr Digitalisierung weniger Gepäckverluste

Auch beim Gepäckmanagement zeigen digitale Lösungen messbare Erfolge: Bei Fluggesellschaften, die an der Partnerschaft von SITA mit Apple oder Google teilnehmen, ist die Zahl dauerhaft verlorener Gepäckstücke deutlich zurückgegangen. Wurde der Standort eines mit einem Apple AirTag ausgestatteten Gepäckstücks über SITA WorldTracer® geteilt, sank die Zahl der tatsächlich verlorenen Gepäckstücke um 90 Prozent.

Auch Flughäfen setzen zunehmend auf Digitalisierung: Das neue Terminal 3 des Frankfurter Flughafens, das in der ersten Ausbaustufe für bis zu 19 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt ist, wurde auf Basis eines gemeinsam von SITA und CCM entwickelten „Digital First“-Konzepts realisiert.

Die im Bericht dargestellten starken Kundenbeziehungen spiegeln sich auch in der Geschäftsentwicklung von SITA wider. Der Umsatz stieg 2025 um 7 % auf 1,71 Milliarden US-Dollar – das vierte Jahr in Folge mit einem Wachstum von 7 bis 8 %.

Flughäfen müssen noch mehr investieren

Begleitet wurde dies von kontinuierlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung, der strategischen Übernahme des Marktführers für Flughafen-Innenausstattung CCM sowie einer millionenschweren gemeinsamen Innovationsinitiative mit über 30 Kunden im Rahmen von SITA Labs.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit senkte SITA die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %, womit sich die Gesamtreduktion gegenüber dem Basisjahr 2019 auf 32 % belief. Zudem bezieht das Unternehmen mittlerweile 90 % des Stroms für seine weltweiten Niederlassungen aus erneuerbaren Energien.

„Angesichts der Passagierzahlen, die bis 2050 auf 10 Milliarden pro Jahr steigen werden, drängt sich die Frage auf: Wie können wir doppelt so viele Reisende befördern, ohne unsere Infrastruktur zu verdoppeln?“, fragt David Lavorel, CEO von SITA.

Die Zukunft der Luftfahrt erfordert ein Miteinander

Der SITA Impact Report 2025 zeigt, wie dieser Wandel bereits im Gange ist. Flughäfen erweitern ihre Kapazitäten innerhalb der bereits vorhandenen Gebäude und vermeiden so die Kosten und Zeitpläne für Neubauten.

Regierungen wickeln die Grenzabfertigung ab, noch bevor Passagiere überhaupt eine Warteschlange oder einen Kontrollschalter erreichen. KI verlässt die Pilotprojekte und hält Einzug in die Leitstellen, von denen aus die Flüge gesteuert werden.

„All dies ist nicht die Leistung eines einzelnen Unternehmens. Es handelt sich um einen gemeinsamen technologischen Wandel, bei dem Fluggesellschaften, Flughäfen, Regierungen und Partner gemeinsam die Zukunft des Luftverkehrs vorantreiben“, so David Lavorel, CEO von SITA.


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